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Sonntag, 29. März 2026

Amtsende im Herbst IIHF vor Umbruch: Präsident Luc Tardif tritt nicht zur Wiederwahl an

Luc Tardif steht dem Eishockey-Weltverband seit 2021 voran.
Foto: IMAGO / ZUMA Press

Wenn seine Amtsperiode im Oktober ausläuft, tritt Luc Tardif als Präsident des Eishockey-Weltverbandes IIHF ab. Der 72-jährige Franko-Kanadier, der sich 2021 in der Wahl unter anderem gegen den Garmisch-Partenkirchener Franz Reindl durchgesetzt hatte, tritt nicht zur Wiederwahl an. Das gab die IIHF am späten Sonntagnachmittag bekannt. Damit steht ein Umbruch beim Weltverband an - mitten in herausfordernden Zeiten.

Tardif, der auf den langjährigen IIHF-Chef René Fasel (Schweiz) folgte, hatte in seiner bisherigen Amtsperiode die Strategie ICE 26 entwickelt. Auch das 3x3-Eishockeyprojekt nahm in seiner Ära Fahrt auf. Gleichzeitig hatte und hat er mit Herausforderungen zu kämpfen. So gehörte der Umgang des Welteishockeys mit dem Coronavirus zu den Unwirtlichkeiten. Auch setzte sich Tardif für bessere Bedingungen - vor allem in Sachen Infrastruktur - der Eishockeyspieler beim Olympischen Turnier in Mailand ein. Dies auch unter Druck der nordamerikanischen Profiliga NHL. Apropos: Für die IIHF gilt es auch nach Tardifs Amtsende, Spannungen mit der NHL zu moderieren. Auch wenn Tardif die „starke Partnerschaft" zu NHL, der Spielervereinigung NHLPA und der Frauen-Liga PWHL betont: Die NHL stößt verstärkt ins internationale Geschäft vor, was weder der Weltverband (Schmälerung seiner Weltmeisterschaft durch den World Cup of Hockey des NHL) noch die europäischen Ligen (Geldabschöpfung seitens der NHL) befürworten. Auch muss die IIHF alljährlich eine Position zur Suspendierung der Verbände Russlands und Belarus' finden. Auch die Verbindungen zur KHL, die sich der IIHF nicht mehr unterwirft, muss ständig überprüft werden.

Tardif, ein Ex-Spieler, stand 25 Jahre im Dienste der IIHF. Er sieht nun den „richtigen Zeitpunkt, um den Puck an einen jüngeren Anführer weiterzuspielen". Dieser solle den Eishockeysport voranbringen. Der Wahlkampf für Anwärter ist damit eröffnet.

Martin Wimösterer


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Notizen

  • vor 13 Stunden
  • Stürmer Roman Zap wird die Höchstadt Alligators nach einer Saison verlassen. Das gab der Oberligist bekannt. Der 22-Jährige suche eine neue Herausforderung. In 56 Spielen erzielte Zap 15 Tore und verbuchte zudem 19 Assists.
  • gestern
  • Matthew Pistilli bleibt bei den Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) – und das gleich doppelt! Auch in der neuen Saison steht der 37-Jährige für das Team aus Baden-Württemberg auf dem Eis und geht gleichzeitig in sein zweites Jahr als Sportlicher Leiter des Clubs.
  • vor 3 Tagen
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten für die möglichen Spiele 5 und 6 im Viertelfinale festgelegt. Am 2. April würde ab 19.30 Uhr gespielt. Am 4. April würde so gestartet: 14 Uhr Ingolstadt - München, 15 Uhr Köln - Schwenningen, 16.30 Uhr Berlin - Straubing, 19 Uhr Bremerhaven - Mannheim.
  • vor 3 Tagen
  • Die Erding Gladiators und Stürmer Marc Schmidpeter gehen zur kommenden Saison getrennte Wege. Der 31-Jährige kam in der vergangenen Saison auf 18 Tore und 20 Vorlagen in 42 Spielen.
  • vor 4 Tagen
  • Don Granato trainiert die US-Männer bei der bevorstehenden A-Weltmeisterschaft in der Schweiz (15. bis 31. Mai). Der 58-Jährige folgt auf Ryan Warsofsky (San Jose Sharks), der die USA 2025 zu WM-Gold geführt hatte. Granatos bis dato letzte Station als Chef waren die Buffalo Sabres von 2021 bis 2024.
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