Fabio Wagner wurde für sein Foul gegen Edwin Tropmann mit einer großen Strafe belegt.
Foto: City-Press
Das überharte Vorgehen mehrerer Spieler des EHC Red Bull München im vierten Viertelfinalspiel gegen den ERC Ingolstadt sorgte für einige Aufregung. Speziell Fabio Wagners Check gegen Edwin Tropmann sorgte für Kritik. Tropmann wurde bewusstlos vom Eis getragen. Bei der Partie wurden die verbleibenden 100 Sekunden runterlaufen gelassen, ohne Aktivitäten der Spieler.
Während des Transports ins Krankenhaus fand Tropmann zurück zum Bewusstsein, wie ERC-Sportchef Tim Regan nach dem Spiel bekanntgab. Er sei im stabilen Zustand. Die Panther gaben am späten Mittwochvormittag ein Update: „Eddy hat eine Kopf- und Nackenverletzung erlitten und befindet sich nach wie vor im Klinikum Ingolstadt. Dort stehen derzeit noch Untersuchungen an, um weitere Verletzungen auszuschließen.“ Tropmann, der auch Ziel von weiteren Münchner Fouls gewesen war, meldete sich auf Instagram: „Danke an alle für die vielen lieben Genesungswünsche. Hat mich echt gefreut und motiviert! Ich geb mein Bestes, schnell wieder fit zu werden.“
Wagner entschuldigte sich mit einem öffentlichen Statement auf seinen digitalen Kanälen. Er sagt darin: „Lieber Edwin, was gestern am Eis passiert ist, tut mir aufrichtig leid. Es war ein Fehler von mir und ich trage die volle Verantwortung für mein Handeln. Was jetzt das Wichtige ist: dass du schnell wieder fit bist, dass es dir wieder besser geht und dass du schnell wieder unten am Eis stehst. Gute Besserung.“
Neben diesem heftigen Foul sorgten in der selben Partie (7:2 für Ingolstadt) weitere Attacken für Aufregung. Auch in anderen Viertelfinals sprachen die Unparteiischen große Strafen für Vergehen aus. So löste etwa Luke Esposito (Adler Mannheim), indem er Torhüter Leon Hungerecker (Fischtown Pinguins Bremerhaven) rammte, mehrere Schlägereien aus. Zu diesem Zeitpunkt, knapp sechs Minuten vor Ende, war das Spiel mit einem Stand von 6:1 für Bremerhaven bereits vorentschieden. Wie bei der Partie in Ingolstadt (30 Strafminuten für den ERC, 125 für die Red Bulls) durchbrach auch diese Partie die 100-Strafminuten-Mauer (42 Strafminuten für Bremerhaven, 60 für Mannheim).