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Donnerstag, 2. April 2026

DEL2-Endrunden am Donnerstag Krefeld eröffnet Halbfinale mit 6:3-Sieg, Kemp wieder Bietigheims Overtime-Held – ESVK holt nächsten Sieg

Brett Kemp (Mitte) bejubelt das Bietigheimer Siegtor in der Verlängerung. Kassels Goalie Philipp Maurer ist am Boden zerstört.
Foto: Jan-Malte Diekmann

Die Krefeld Pinguine haben ihre Aufstiegsambitionen eindrucksvoll unterstrichen. Der Hauptrundenerste der DEL2 bezwang zum Halbfinalauftakt die Eisbären Regensburg souverän mit 6:3. In der zweiten Serie schrieben die Overtime-Spezialisten der Bietigheim Steelers das nächste Kapitel ihrer märchenhaften Erfolgsstory. Brett Kemp traf in der Verlängerung zum 4:3-Sieg bei den Kassel Huskies. In der zweiten Playdown-Runde fiel auch am Donnerstag keine Entscheidung. Der ESV Kaufbeuren setzte sich dank Travis Turnbull in der zweiten Verlängerung mit 2:1 gegen die Blue Devils Weiden durch und feierte damit den zweiten von vier für den DEL2-Klassenerhalt benötigten Siegen.

Die Regensburger trafen staubedingt später als geplant in Krefeld ein, weshalb die Partie mit 20 Minuten Verspätung startete. Die KEV-Fans sorgten mit einer imposanten Choreografie für prickelnde Playoff-Atmosphäre und auf dem Eis bewiesen die Pinguine schnell, dass ihnen die lange Pause nach dem 4:0 im Viertelfinale gegen Landshut nichts anhaben konnte. Bereits in der sechsten Minute schloss Ex-Nationalspieler Philipp Gogulla eine traumhafte Kombination in Überzahl mit dem 1:0 ab. Auch beim 2:0 bewies Krefelds Paradereihe ihre spielerische Klasse. Gogulla, Mathew Santos und Max Newton sezierten die Regensburger Defensive und spielten Verteidiger Leonhard Korus frei, der Eisbären-Torhüter Jonas Neffin keine Abwehrchance ließ.

Krefeld dominierte, doch aus heiterem Himmel kamen die Regensburger zum Anschlusstor, weil KEV-Goalie Felix Bick die Scheibe unglücklich in die Mitte abwehrte. Dort stand Corey Trivino und schob mühelos ein. Zu Beginn des Mitteldrittels gelang den Gästen sogar der Ausgleich. In doppelter Überzahl jagte Jakob Weber einen Onetimer in die Maschen. Der Favorit schüttelte sich kurz – und schlug umgehend zurück. Nach feinem Zuspiel des aufgerückten Oliver Mebus vollendete Newton im Slot. 85 Sekunden später stellte David Cerny nach starker Vorarbeit von Alexander Weiß auf 4:2. Die Kräfteverhältnisse waren damit wieder zurechtgerückt. Regensburg blieb bei Kontern gefährlich, fand aber weiterhin kein Mittel gegen Krefelds Paradereihe. Nach nur 38 Sekunden im Schlussabschnitt erhöhte Gogulla auf 5:2. Nach einem leichtfertigen Krefelder Scheibenverlust konnte Pierre Preto zwar noch einmal für Regensburg verkürzen, doch C.J. Suess stellte per Abfälscher zügig den Drei-Tore-Abstand wieder her und zog den Eisbären damit endgültig den Zahn.

Mitte Oktober lagen die Bietigheim Steelers noch abgeschlagen am Tabellenende. Fünfeinhalb Monate später zogen sie mit einem 4:2-Sieg im siebten Viertelfinalspiel bei den Ravensburg Towerstars ins Halbfinale ein. Nur zwei Tage später standen die Steelers nun bei den Huskies auf dem Eis. Und sie machten einfach dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Kassels Goalie Philipp Maurer kam sofort auf Betriebstemperatur und bewahrte sein Team vor einem frühen Rückstand. Die Gastgeber benötigten etwas Anlaufzeit, schlugen dann aber eiskalt zu. Per Bogenlampe bediente Hunter Garlent den durchstartenden Tristan Keck, der sich die Scheibe auf die Rückhand legte und an Olafr Schmidt vorbeischob. War Bietigheims Goalie bei diesem Treffer machtlos, machte er beim 0:2 nur viereinhalb Minuten später eine unglückliche Figur. Sein Versuch, die Scheibe aus der Gefahrenzone zu befördern, misslang völlig. Mitch Hoelscher fing sie ab, schlug noch einen Haken und vollendete gekonnt.

Im Mitteldrittel übernahmen die Huskies die Kontrolle, auch wenn Bietigheim gefährlich blieb. Vor dem letzten Drittel drängte sich deshalb die Frage auf: Haben die Steelers genug im Tank für ein Comeback? Die Antwort fiel überzeugend aus. Die Gäste kamen druckvoll aus der Kabine und egalisierten durch Benedikt Jiranek (43.) und Filip Reisnecker (47.). Und auch auf die neuerliche Führung Kassels durch Jake Weidner fanden sie sofort die passende Antwort. Nur 22 Sekunden später glich Brett Kemp per Bauerntrick aus. Bietigheim entschied durch ihn auch die sechste Extraschicht in den Playoffs. Die Steelers wirkten in der Verlängerung griffiger und schlugen nach einer Strafe gegen Hoelscher eiskalt zu. Jack Dugan, der kurz zuvor nach einem Sturz auf den Kopf noch benommen vom Eis geführt worden war, fand Kemp im Slot, der mühelos den Siegtreffer erzielte.
 

Die Spiele im Stenogramm (3 Einträge)

 


Zwei Tage nach dem 6:5-Sieg in Weiden setzten die Kaufbeurer vor heimischer Kulisse ihren Überlebenskampf fort. Spielerisch gelang den Gastgebern zunächst aber wenig. Erst im Mitteldrittel schwammen sich die Allgäuer etwas frei. Joe Cassetti jagte einen Abpraller aus spitzem Winkel unter die Torlatte, doch die Führung währte nicht lange. Nachdem Alex-Olivier Voyer auf dem Weg zum Tor gefoult worden war, bekam Weiden einen Penalty zugesprochen, den Tyler Ward souverän zum Ausgleich verwandelte.

Nach einem torlosen Schlussabschnitt musste erstmals in dieser Serie die Verlängerung die Entscheidung bringen. Beiden Teams merkte man die Angst vor dem entscheidenden Fehler an. Chancen gab es dennoch, in der ersten Verlängerung hielten die starken Goalies Daniel Fießinger und Michael McNiven ihre Kästen aber sauber. In der 84. Minute jubelten dann die Gastgeber. Nach einem Schuss von Jonny Tychonik staubte Routinier Travis Turnbull im Slot ab und hielt die Hoffnungen der Kaufbeurer auf den Klassenerhalt am Leben. 

Siegmund Dunker


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Notizen

  • vor 17 Stunden
  • Wojciech Stachowiak (26) ist nach seinem Trade in die Organisation der Detroit Red Wings weiter in Topform. Der Nationalstürmer verzeichnete am Mittwoch beim 5:0-Sieg der Grand Rapids Griffins in Rockford ein Tor sowie zwei Assists und steht nun bei sieben Punkten in den jüngsten drei Matches.
  • vor 4 Tagen
  • Stürmer Roman Zap wird die Höchstadt Alligators nach einer Saison verlassen. Das gab der Oberligist bekannt. Der 22-Jährige suche eine neue Herausforderung. In 56 Spielen erzielte Zap 15 Tore und verbuchte zudem 19 Assists.
  • vor 5 Tagen
  • Matthew Pistilli bleibt bei den Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) – und das gleich doppelt! Auch in der neuen Saison steht der 37-Jährige für das Team aus Baden-Württemberg auf dem Eis und geht gleichzeitig in sein zweites Jahr als Sportlicher Leiter des Clubs.
  • vor 7 Tagen
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten für die möglichen Spiele 5 und 6 im Viertelfinale festgelegt. Am 2. April würde ab 19.30 Uhr gespielt. Am 4. April würde so gestartet: 14 Uhr Ingolstadt - München, 15 Uhr Köln - Schwenningen, 16.30 Uhr Berlin - Straubing, 19 Uhr Bremerhaven - Mannheim.
  • vor 7 Tagen
  • Die Erding Gladiators und Stürmer Marc Schmidpeter gehen zur kommenden Saison getrennte Wege. Der 31-Jährige kam in der vergangenen Saison auf 18 Tore und 20 Vorlagen in 42 Spielen.
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