Der EHC Königsbrunn holte seinen dritten Titel in vier Jahren.
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Der EHC Königsbrunn ist Bayernliga-Meister 2026. Im entscheidenden siebten Spiel der Finalserie gegen den ERV Schweinfurt stand die Partie bis in die Schlusssekunden Spitz auf Knopf. Ein Shorthander sorgte letztlich für den Unterschied: Schweinfurt drückte sieben Minuten vor Ende in doppelter Überzahl aufs Tor der Gastgeber, die Pinguine aber opferten sich mit Schussblocken auf. In einfacher Unterzahl rollte dann ein Königsbrunner Konter. Tim Bullnheimer schoss darin das Tor zum 6:5 – es sollte der Treffer zum Titel sein.
Die Vorarbeit zum Siegtor hatte Marco Sternheimer geleistet – welch Geschichte. Der Stürmer hatte während des Playoff-Halbfinales in Dingolfing einen Cut am Hals durch eine Kufe erlitten und wurde auf die Intensivstation gebracht. Bald darauf stieg der frühere DEL-Stürmer der Augsburger Panther schon wieder ins Training ein und gab im ersten Spiel der Finalserie sein Comeback.
Beide Mannschaften hatten schon die Punktrunde angeführt. Für Königsbrunn war es die vierte Finalteilnahme in Folge gewesen. Im Vorjahr noch hatten die Pinguine aber im siebten Spiel gegen die Erding Gladiators noch verloren. Schweinfurt ist zwar Rekordmeister der Bayernliga, hatte aber in den Vorjahren nicht zur Spitzengruppe gehört. Die Mighty Dogs waren, mit neuem Kaderansatz, diesmal nahe am Titel dran – ganz nahe: 35 Sekunden vor Ende hatten die Gäste den vermeintlichen Ausgleich geschossen. Die Schiedsrichter entschieden aber auf hohen Stock – knappe Kiste. So wenig hatte die beiden Mannschaften letztlich getrennt.
Königsbrunn bleibt in der Bayernliga, gemeldet hatte keiner der 16 Clubs der Liga für einen Aufstieg in die Oberliga. Ehe der EHC vor einem Umbruch in der Führung steht - der Vorsitzende Tim Bertele tritt ab, wodurch eine Familiendynastie endet -, feiern die Pinguine ihren dritten Titel in den vergangenen vier Jahren. Frank Butz, Eishockey-Obmann des Bayerischen Eissport-Verband, gab dazu mit der Pokalübergabe an Kapitän Bullnheimer das Signal.
Martin Wimösterer