Die Philadelphia Flyers zelebrieren den ersten Einzug in die NHL-Playoffs seit sechs Jahren.
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In der Nacht von Montag auf Dienstag belohnten die Philadelphia Flyers ihre herausragende Form seit der Olympia-Pause und fixierten die erste Playoff-Teilnahme seit der Saison 2019/20 mit einem dramatischen 3:2 nach Shootout gegen Carolina. Gegen die Hurricanes, die als bestes Team der Eastern Conference schon lange fix in der Endrunde stehen und daher zahlreiche Leistungsträger schonten, geriet das Team von Rick Tocchet zunächst in einen 0:2-Rückstand. Doch im Mitteldrittel glichen die Hausherren durch Matvei Michkov und Trevor Zegras aus, nach einem torlosen letzten Abschnitt ging das Match in die Verlängerung und letztlich auch in den Nervenkrimi Penalty-Schießen. Dort sorgten Stürmer Tyson Foerster und Goalie Dan Vladar für den Flyers-Coup – und eliminierten damit auch die Playoff-Träume der Washington Capitals. Durch Philadelphias Punktgewinn nach 60 Minuten war wenige Minuten zuvor bereits klar, dass Columbus – vor dem Vergleich mit den Caps im 82. Spiel – die Endrunde nicht mehr erreichen kann. Philadelphia hatte noch am 10. März einen Neun-Punkte-Rückstand auf die Playoff-Plätze; trifft nun in der ersten Runde im „Battle of Pennsylvania“ auf den ewigen Rivalen Pittsburgh.
FOERSTER SCORES IT & VLADAR STOPS IT SENDING THE FLYERS TO THE PLAYOFFS FOR THE FIRST TIME SINCE 2020!!! 🔥🔥🔥 pic.twitter.com/wfpIPxnrrC
— B/R Open Ice (@BR_OpenIce) April 14, 2026
Im Westen schnappten sich Los Angeles Kings und Anaheim Ducks die letzten beiden Playoff-Positionen. Die Kings fixierten ihr Ticket mit einem Sieg über Seattle sowie Schützenhilfe aus San Jose und stehen damit zum fünften Mal in Folge in der Endrunde, während Anaheim – trotz spielfreiem Tag – durch Nashvilles Niederlage erstmals seit 2018 wieder dabei ist.
Carolina avancierte trotz der Niederlage in Philadelphia zum Sieger der Eastern Conference, Buffalo fixierte mit einem 5:1-Erfolg in Chicago den Titel in der Atlantic Division. Der Däne Nikolaj Ehlers erreichte in seiner ersten Canes-Saison 70 Punkte; damit ist er erst der zweite Spieler der Franchise-Geschichte seit 1997/98, dem dieses Kunststück gelang – nach Cory Stillman. Buffalos Tage Thompson kletterte mit einem Doppelpack zum dritten Mal in seiner Karriere auf das 40-Tore-Plateau.
Neben Philadelphia gegen Pittsburgh sowie Dallas gegen Minnesota steht auch eine dritte Playoff-Serie fest: Die Tampa Bay Lightning und die Montreal Canadiens treffen in den Playoffs bereits zum fünften Mal aufeinander – erstmals seit dem Stanley-Cup-Finale 2021, das Tampa Bay in fünf Spielen gewann. Insgesamt führen die Lightning den direkten Playoff-Vergleich mit 3:1, während Montreal seinen einzigen Erfolg 2014 mit einem Sweep feiern konnte. Fünf Paarungen sowie ein Divisionstitel sind drei Tage vor Ende der Regular Season noch offen. Am Dienstag stehen neun Spiele auf dem Programm, zudem richtet sich der Fokus auf das Rennen um die „Rocket Richard Trophy“, bei der Colorados Nathan MacKinnon (52 Tore) und Montreals Cole Caufield (51) im Fernduell um die Torjägerkrone stehen.
Tim Heß
Diese 16 Teams sind für die NHL-Playoffs qualifiziert.
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