Die Rostock Piranhas spielen auch 2026/27 in der Oberliga Nord.
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Bayreuth, Heilbronn, Passau – die Oberliga-Standorte, denen in den vergangenen Monaten die finanziellen Hürden für den Liga-Spielbetrieb zum Verhängnis wurden, bekommen keine weitere Gesellschaft, zumindest nicht aus Rostock. Denn die Piranhas, das gab der Club am Donnerstag bekannt, melden zur kommenden Spielzeit für die Oberliga – und das obwohl es in den vergangenen Wochen und Monaten lange Zweifel gab, ob dies auch Sinn macht, wie der Verein zugibt.
„Das war monatelang nicht sicher. Zwischenzeitlich kippte die Tendenz sogar Richtung Regionalliga“, erklären die Piranhas auf ihrem Instagram-Kanal und setzen damit auf volle Transparenz. „Oberliga-Eishockey wird teurer“, so im Post beschrieben. „Dazu kommt, dass der DEB uns ebenfalls vor neue Hürden stellt, über die wir noch transparent informieren werden. Für uns ist klar: Die oberste Prämisse ist, dass wir den Rostocker Eishockeyverein erhalten. Dass er gesund ist. Dass Kinder das Eishockeyspielen in Rostock erlernen können.“
Um das alles zu ermöglichen, haben die Verantwortlichen in den vergangenen Wochen viel überlegt, wie man in die neue Saison gehen soll und dementsprechend auch den finanziell weniger aufwendigen und weniger riskanten Gang in die Regionalliga besprochen. „Die Regionalliga hätte weniger Aufwand, weniger Kosten und sofort mehr Erfolg bedeutet. Das muss man offen sagen,“ bestätigen die Piranhas. Dennoch habe man sich, auch aus Rücksicht auf die Fans, zur weiteren Teilnahme an der Oberliga entschieden. Allerdings nicht ohne maßgebliche Veränderungen, die den Spielbetrieb in Zukunft leichter stemmbar machen sollen: „In den vergangenen Wochen haben wir den Verein neu aufgestellt. Mit vielen vertrauten Gesichtern, aber in professionelleren Strukturen. Wir werden Teams erweitern, uns realistische Ziele stecken und in den kommenden Wochen unser aufgefrischtes Team in der Geschäftsführung vorstellen.“ Auch die Fans und natürlich die Vereinsmitglieder wolle man bei den weiteren Planungen mit einbinden.
Michael Wutz