Über 8.000 Zuschauer sahen ein spannendes und ausgeglichenes erstes DEL2-Finale. Die Entscheidung zugunsten von Krefeld fiel erst in der Verlängerung.
Foto: Jan-Malte Diekmann
Mit den Krefeld Pinguinen und dem EC Kassel Huskies stehen sich im Finale der DEL2-Playoffs die beiden konstantesten Teams der Saison gegenüber. Und das erste Endspiel hielt, was es versprach: Spannung, Intensität und viele Emotionen. Die Entscheidung in einer hochklassigen Partie fiel erst in der Verlängerung, in der Max Newton zum 3:2-Sieg für die Krefeld Pinguine traf.
Vor über 8.000 Zuschauern in der ausverkauften Krefelder Eissporthalle entwickelte sich von Beginn an ein umkämpftes Spiel. Schon nach knapp drei Minuten kam es zum ersten Gerangel – ein früher Hinweis auf die hohe Intensität. Wenig später gingen die Gäste in Führung: Nach gut sechs Minuten traf Dominic Turgeon zum 1:0 für Kassel. Krefeld reagierte mit viel Druck und kam kurz vor der ersten Drittelpause durch Kapitän Alex Weiß zum verdienten Ausgleich.
Im zweiten Drittel neutralisierten sich beide Teams zunächst, ehe Krefeld spielbestimmender wurde. Dennoch schlugen erneut die Huskies zu: Bei angezeigter Strafe traf wieder der ehemalige NHL-Stürmer Turgeon (Detroit Red Wings) in der 31. Minute zur erneuten Führung. Die Chance zum Ausbau des Vorsprungs ließ Kassel anschließend in Überzahl liegen – stattdessen nutzten die Pinguine diese Unterzahlsituation eiskalt. Adam Payerl erzielte den umjubelten Ausgleich zum 2:2.
Im Schlussdrittel agierten beide Mannschaften deutlich vorsichtiger. Fehler sollten unbedingt vermieden werden, klare Torchancen blieben Mangelware. So war das Duell auch nach 60 Minuten unentschieden. Die Entscheidung musste somit in der Verlängerung fallen – ein passender Ausgang für ein intensives und ausgeglichenes erstes Finalspiel in Liga zwei. In der Overtime dauerte es drei Minuten und sieben Sekunden, ehe Max Newton den Kasseler Torhüter Philipp Maurer mit einem Schuss über die Stockhand ins kurze Eck überwinden konnte. Der bisher in der Endrunde so überragende Maurer sah bei diesem Treffer unglücklich aus. Mit einer 1:0-Serienführung fährt Krefeld am Sonntag nach Kassel, wo um 17 Uhr das zweite Finale startet.
Frank Gantert