Berlin hat in der Halbfinalserie gegen Köln aktuell die Nase vorn.
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Die Kölner Haie haben in den Playoffs noch kein Spiel auf eigenem Eis verloren – und stehen als Hauptrundenerster dennoch mit dem Rücken zur Wand. Die Sonderregel mit dem Heimrechttausch und die Auswärtsschwäche in Berlin haben die Rheinländer in der Halbfinalserie gegen den Meister an den Rand des Abgrunds geführt. Nur wenn die Haie am Montag (Spielbeginn: 19.30 Uhr, live bei MagentaSport und im Free-TV bei DF1) sowie am Mittwoch zweimal vor heimischen Publikum in der Lanxess-Arena, wo am Wochenende das Final-Four-Turnier im Handball ausgetragen wurde, gewinnen, lebt der Traum vom ersten Titel seit 2002 weiter. Erster Finalist sind seit vergangenem Freitag die Adler Mannheim.
„Ich denke, es war unser bestes Auswärtsspiel der Serie“, meinte Kölns Trainer Kari Jalonen nach dem 2:5 am Freitag, der dritten Pleite im dritten Halbfinalauftritt in der Hauptstadt. „Wir müssen das Positive mit aus dem Spiel nehmen und lernen, um es im nächsten Spiel besser zu machen. Ab sofort geht es darum, für Spiel 6 fit zu werden und bereit zu sein.“ Ein Unterzahl-Tor von Manuel Wiederer und das schnelle Berliner 3:1 zu Beginn des letzten Abschnitts machte der Coach als Knackpunkte für die Niederlage aus. Kapitän Moritz Müller setzt derweil auf den Tunnelblick Er sagt: „Unsere Saison ist jetzt aktuell ein Spiel. Wir gucken nicht weiter voraus, es geht um Montag.“
So geht auch der in der Serie mit 3:2 führende Titelverteidiger die erste Matchpuck-Partie an. „Wir sind noch nicht am Ziel. Köln ist eine starke Mannschaft. Am Montag geht es weiter, auf dieses Spiel fokussieren wir uns“, mahnt Serge Aubin, der seit 2019 in Berlin ist und als Eisbären-Trainer noch keine Playoff-Serie verloren hat. Nationalverteidiger Jonas Müller, der am Freitag bereits seinen dritten Treffer in der Halbfinalserie erzielte, ist guten Mutes. Er erklärte nach dem Erfolg in Spiel 5: „Wenn wir in den kommenden Partien wie heute auftreten, haben wir gute Chancen, als Sieger vom Eis zu gehen.“
Beim jüngsten Aufritt in Köln bei Spiel 4 waren die Eisbären schon nah dran. Im zweiten Drittel führte Berlin mit 2:1, verlor dann aber doch durch ein Tor in der 18. Minute der Verlängerung mit 3:4. Matchwinner für die Haie war da Dominik Bokk. Der Stürmer ist inzwischen der große Kölner Hoffnungsträger. Vier Spiele in Folge hat der 26-Jährige mindestens ein Tor erzielt und in der Serie schon sieben Scorer-Punkte (fünf Treffer) verbucht.
| 19.30 | Köln | - | Berlin | 2,00 | | | 4,10 | | | 3,05 |
(Stand: 19.04.2026, 19 Uhr)