Deggendorfs Goalie Timo Pielmeier musste viermal hinter sich greifen; zusammen mit einem Empty-Net-Tor siegte Memmingen mit 5:2.
Foto: Roland Rappel
Nachdem der Deggendorfer SC das erste Duell gegen die ECDC Memmingen Indians gewonnen hatte, waren die Indians schon ein wenig in Zugzwang, ihr erstes Heimspiel im Finale der Oberliga für sich zu entscheiden. Und sie setzten dieses Vorhaben in die Tat um, siegten mit 5:2 gegen den Meister der Oberliga Süd. In der Serie der beiden Clubs aus der Südstaffel steht es nun 1:1.
Schon in der Anfangsphase schockte Deggendorf die Heimmannschaft, indem Curtis Leinweber den Puck an beide Pfosten setzte und das Spielgerät zwischen den beiden Pfostenberührungen entlang der Torlinie glitt. In der achten Minute hatte Memmingen dann die Chance, in Überzahl in Führung zu gehen, da Luca Zitterbart wegen Behinderung rausgestellt wurde. Aber es blieb beim 0:0. Wenig später bekam der DSC das erste Powerplay zugesprochen; Edgars Homjakovs fiel mit einem Stockcheck negativ auf. Doch Deggendorf gelang mit einem Mann mehr auf dem Eis ebenfalls kein Treffer. Und auch die Strafen vom Memminger Jayden Schubert wegen Hakens sowie vom Deggendorfer Marcel Pfänder wegen Stockschlags brachten kein Tor, so dass nach 20 Minuten ein 0:0 notiert wurde.
Mit Beginn des zweiten Drittel jubelten die Deggendorfer, als Julian-Maximilian Elsberger den Puck in den gegnerischen Kasten beförderte. Nach knapp acht Minuten zappelte die Scheibe dann auch im Netz des DSC; Felix Beauchemin-Brassard durfte sich als Torschütze feiern lassen. Und die Gäste legten in Gestalt von Maximilian Menner sogar noch nach und drehten die Partie von einem 0:1-Rückstand in einen 2:1-Vorsprung. Eine gute Minute vor der zweiten Pause ging Edgars Homjakovs wegen Stockchecks für zwei Minuten vom Eis und wenige Augenblicke vor der Pausensirene mussten dann die aufgestauten Emotionen einiger Akteure raus. Folge: Ty Jackson durften das Spiel nach einem Stockcheck für zwei Minuten aus der Penalty Box anschauen und Dylan Jackson sowie Markus Lillich waren wegen Kämpfens für jeweils fünf Minuten Zuschauer. Am 2:1 nach 40 Minuten änderte dies nichts mehr.
Im dritten Abschnitt zeigte Deggendorf, dass sie ein Powerplay auch nutzen können. Nikita Krymskiys Goaliebehinderung sorgte für eine Überzahl des DSC, in der Luke Weilandt das 2:2 markierte. Als Deggendorf mit Dylan Jackson und Weilandt dann für 1:22 Minuten gleich zwei Spieler auf der Strafbank sitzen hatte, witterte Memmingen die Möglichkeit, wieder in Führung zu gehen. Linus Svedlund erfüllte diese Hoffnungen der Indians, die damit wieder die Nase vorne hatten. 3:20 Minuten vor Ende der Begegnung unterlief Timo Pielmeier ein Beinstellen, was Memmingens Markus Lillich zum Anlass nahm, auf 4:2 zu erhöhen. Homjakovs setzte mit seinem Treffer ins leere Tor den Schlusspunkt zum 5:2 für die Indians.
Annette Laqua