Ekstase in Montréal nach Lane Hutsons Overtime-Siegtor in Spiel 3 gegen Tampa Bay.
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„Wenn man sich die Gegentore ansieht, fallen einem einige Dinge auf, die einfach nicht passieren sollten, besonders zu dieser Jahreszeit“. Mit einer großen Portion Ernüchterung sprach Edmontons Trainer Kris Knoblauch über das dritte Playoff-Spiel der Oilers, das bei den Anaheim Ducks mit 4:7 verloren ging. Edmonton hatte nach 3:2-Führung den Faden verloren, alleine im Schlussabschnitt vier Gegentore kassiert. Knoblauch ergänzte: „Mehrmals haben wir vor dem Tor die Zuordnung verloren und sind nachlässig mit dem Puck umgegangen.“ Leon Draisaitl lieferte zwei Vorlagen, Josh Samanski blieb ohne Scorer-Punkt. Auf Seiten der Ducks, die die Best-of-seven-Serie nun mit 2:1 anführen, ragte der Finne Mikael Granlund mit einem Tor und drei Assists heraus.
Die Utah Mammoth gestalteten das erste Playoff-Heimspiel in ihrer Historie siegreich; bezwangen die Vegas Golden Knights in der Nacht von Freitag auf Samstag mit 4:2. Der deutsche Stürmer JJ Peterka blieb bei 11:58 Minuten Eiszeit indes ohne Scorer-Punkt und wartet weiterhin auf seinen ersten Zähler in der NHL-Endrunde. Eine Besonderheit beim Mammoth-Coup war, dass die Mannschaft von André Tourigny im gesamten Spiel lediglich zwölf Torschüsse abgab – und dennoch nach weniger als 30 Minuten bereits mit 4:0 führte. Eine (zu) große Hypothek für die Golden Knights. Vegas' Trainer John Tortorella lobte derweil auch den Gegner; insbesondere Torschütze Dylan Guenther, der mit einer Direktabnahme im Powerplay das 2:0 erzielt hatte: „Niemand hält Guenthers Schuss. Der ist einfach eine Bombe.“
LANE HUTSON IS YOUR @ENERGIZER OVERTIME HERO! 🔵⚪️🔴 #StanleyCup pic.twitter.com/nJCmLD0jod
— NHL (@NHL) April 25, 2026
Für eine herausragende Atmosphäre sorgten die fast 21.000 Zuschauer im legendären Bell Centre. Auch das dritte Duell zwischen Montréal und Tampa Bay war ein „Nailbiter“ bis in die Verlängerung, diesmal wieder mit dem besseren für die Canadiens. Nach lediglich 129 Overtime-Sekunden krönte Lane Hutson das rundum gelungene erste Heimspiel der Habs mit dem Game-Winning-Goal. „Das war ehrlich gesagt vielleicht mein erster Schlagschuss in dieser Saison“, sagte Hutson über seinen Treffer. „Ich sah etwas Platz, aber auch viele Gegenspieler, und habe einfach versucht, so hart wie möglich zu schießen – und zum Glück ging er rein.“ Lightning-Trainer Jon Cooper sprach derweil vom „bislang schlechtesten Spiel der Serie“. „Es war glücklich für uns, dass wir es überhaupt in die Verlängerung geschafft haben. Wir haben drei Alleingänge über das komplette Eis zugelassen. Nur unser Torwart hat uns im Spiel gehalten, insofern war das ein wenig enttäuschend.“
Tim Heß