Kai Wissmann hatte im ersten Finalspiel in Folge eines Bandenchecks eine große Strafe erhalten. Er kann im zweiten Spiel aber spielen - der Disziplinarausschuss stellte das Verfahren gegen Berlins Kapitän ein.
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Das Finale in der PENNY DEL läuft – und allein Spiel eins am Freitagabend hat in mehreren Facetten gezeigt, warum die Ansetzung das Prädikat „Klassiker“ trägt. Die Eisbären Berlin haben durch einen 7:3-Sieg bei den Adler Mannheim den Heimvorteil an sich gerissen. Am Sonntag (16.30 Uhr, live bei DF1 und MagentaSport) empfangen sie nun die Adler Mannheim im Stadion am Berliner Ostbahnhof, der Uber Arena.
Das Spiel bot einigen Gesprächsstoff. Für die Trainer zum Beispiel. Serge Aubin vom Sieger Berlin war bis auf das exzellente Drittel nur geteilt einverstanden mit dem Auftritt seines Teams. Ja, mit der Kaltschnäuzigkeit (fast jeder vierte Schuss saß) war er es. „Du kannst im Schlussdrittel nicht den Fuß vom Gaspedal nehmen – die Wettkampfhärte (im Finale; die Redaktion) ist dafür zu stark“, sagte er und fügte an: „Wir haben mehr in uns.“
Dallas Eakins, der Trainer des Auftaktverlierers, war wiederum stolz darauf, dass seine Spieler „sich nicht dazu entschieden haben, sanft in den Abend zu verabschieden. Zumindest haben wir zurückgekämpft, es ist gut, ein Drittel zu gewinnen.“ Der Abend sei nicht der Abend der Adler gewesen – was auch im Powerplay, eigentlich eine Waffe der Adler, zu sehen war. In der Hauptrunde und in den Playoffs zuvor hatte Mannheim noch mehr als jedes vierte Powerplay in ein Tor verwandelt, im ersten Finalspiel selbst in fünfminütiger Überzahl nicht getroffen.
Unklar ist – die Teams äußern sich in den Playoffs nur in Ausnahmefällen zu verletzten –, ob Justin Schütz und Leon Gawanke am Sonntag für die Adler antreten werden. Beide gingen mit Blessuren vom Eis. Stürmer Schütz war den Bildern nach umgeknickt, Verteidiger Gawanke hatte einen Check gegen die Bande durch Kai Wissmann bekommen. Berlins Kapitän wurde dafür zum Duschen geschickt. Der DEL-Disziplinarausschuss hat das Verfahren gegen Wissmann eingestellt, der Verteidiger kann somit spielen. Das berichteten zuerst der Mannheimer Morgen und die Bild-Zeitung, die PENNY DEL bestätigte dies am Samstagnachmittag auf Anfrage.
Mannheim gegen Berlin – ein Klassiker. Einer, in dem die Eisbären über die Jahre ein Schreckgespenst für die Adler geworden sind. Die Adler gewannen die ersten drei der zehn bisherigen Playoff-Serienduelle, die letzte im Jahr 2002. Seither hat Berlin sieben Serien gegen die Adler gewonnen. Eakins vermutet, dass das Finale 2026 „eine lange Serie“ werde. Klar ist jedoch: Der Negativlauf der Adler gegen die Eisbären reißt nur, wenn die Adler nun zumindest einmal auch in Berlin gewinnen. Der letzte Sieg der Adler in Berlin ist, Playoffs inclusive, bereits über zwei Jahre her. Neue Chance: am Sonntag, 16.30 Uhr.
Martin Wimösterer
Spiel 2, 26.04.2026
| 16:30 | Berlin | - | Mannheim | 2.00 | | | 4.10 | | | 3.10 |
(Stand: 25.04.2026, 18.33 Uhr)