Die Eisbären Berlin gewinnen auch das zweite Finalspiel - und zeigen sich abermals offensiv effizient.
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Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Spiel des Finales 2026 der PENNY DEL gewonnen. Sie besiegten die Adler Mannheim in der heimischen Uber Arena mit 5:1. Wie im ersten Duell hatten die Mannheimer Schwierigkeiten, das Umschaltspiel des Titelverteidigers zu bremsen und gerieten dadurch immer weiter in Rückstand.
Wie im ersten Vergleich gehörte Mannheim in weiten Teilen die Anfangsphase. Doch wie im ersten Vergleich machten die Eisbären in den richtigen Momenten aus wenig viel - mittels Umschaltspielen. Vom schnellen Frederik Tiffels in Szene gesetzt, schloss Manuel Wiederer nach 145 Sekunden zur Führung der Eisbären ab. Auch zu Beginn des Mittelabschnitts kamen die Hausherren aus der Bewegung – Liam Kirk erhöhte auf 2:0 (23.).
Mannheim dagegen fehlte zuerst meist der letzte Pass vor dem gegnerischen Tor. Dies mag zum einen am Ausfall des clubeigenen Playoff-Topscorers Justin Schütz gelegen haben – er fehlte nach einer Blessur im ersten Finalvergleich. Die Adler bauten im Zuge dessen ihre Reihe um. Brendan O'Donnell gab nach rund sechs Wochen Verletzungspause (Kieferbruch) sein Comeback. Zum anderen war das Powerplay, bis zum Finale die Saison über ein Erfolgsgarant, abermals lange ohne Durchschlagskraft.
Rund um und in den Minuten nach der Spielmitte hatten die Adler dann mehrere Gelegenheiten und waren drauf und dran am Anschluss: Anthony Greco und Zach Solow im Doppelpack, Marc Michaelis im Powerplay und Kristian Reichel aus der Nahdistanz – sie kamen nicht am abermals gut aufgelegten Eisbären-Schlussmann Jonas Stettmer vorbei.
Auch im Schlussdrittel tat Mannheim zuerst mehr fürs Tor, die Eisbären-Defensive um Kai Wissmann stand aber fest, agierte aus der Sicherheit der Führung mit Bedacht. Ein Konter, den Leo Pföderl mit seinem dritten Tor in den laufenden Playoffs per sattem Schuss abschloss, brachte die Berliner zur Vorentscheidung (47.). Die Eisbären – ähnlich kaltschnäuzig in den entscheidenden Momenten wie im ersten Finalspiel.
Pföderl legte, die Eisbären spielten die Partie nun souverän in Richtung Sieg, zum 4:0 nach – der Stürmer ist damit der erste DEL-Spieler, dem 50 Playofftore gelungen sind. Eric Hördler legte zehn Sekunden später das 5:0 nach. Mannheim traf - einmal wirkte das Überzahlspiel dann doch - noch zum Ehrentor durch Solow.
Spiel drei der Finalserie steigt am Dienstag (19.30 Uhr, live bei MagentaSport) in der Mannheimer SAP Arena. Dann könnten sich die Eisbären den ersten Puck zur Meisterschaft erspielen.
Martin Wimösterer