Aus für Utah in Runde eins der NHL-Playoffs: Spiel 6 ging mit 5:1 an die feiernden Vegas Golden Knights.
Foto: x.com/GoldenKnights
In der NHL wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag das Saisonaus für drei weitere Deutsche besiegelt. Die erste Spielzeit von Marco Sturm als Trainer der Boston Bruins endete im sechsten Spiel der ersten Playoff-Runde gegen Buffalo. Die Sabres gewannen in Boston mit 4:1 und zogen in ihren ersten Playoffs seit 2011 direkt in die zweite Runde ein. Der deutsche Bruins-Stürmer Lukas Reichel kam in Spiel 6 nicht zum Zug. „Es lag nicht an mangelndem Einsatz, es lag nicht an mangelnder Einstellung. Diesen Jungs liegt der Sport am Herzen, das kann ich versichern. Wir sind aus einem bestimmten Grund hier. Wir haben eine verdammt gute Saison gespielt – dank des Charakters, den wir in dieser Mannschaft haben. Leider hat es am Ende nicht ganz gereicht“, resümierte Sturm und fügte an: „Das ist echt ätzend, oder? Aus den Playoffs rausgeworfen zu werden, das tut weh. Auf jeden Fall tut es weh. Aber ich habe die Mannschaft auch daran erinnert, was für eine Saison sie gespielt hat. Ich wollte ihnen einfach nur sagen, wie stolz ich auf sie bin.“
Auch JJ Peterka und die Utah Mammoth müssen ihre Koffer für die Sommerpause packen. Spiel 6 vor heimische Kulisse ging klar mit 5:1 an die favorisierten Vegas Golden Knights. Peterka erhielt bei seinem finalen Saisonauftritt 15:36 Minuten Eiszeit, blieb jedoch auch im sechsten Playoff-Match ohne Scorer-Punkt. In der Hauptrunde hatte er zuvor 47 Zähler verzeichnet. „Es ist ein schreckliches Gefühl, aber es wird uns nur besser machen“, sagte Mammoth-Kapitän Clayton Keller. „Wenn man verliert und diesen Schmerz durchlebt, lernt man am meisten – nicht, wenn man gewinnt.“
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— Sportsnet (@Sportsnet) May 2, 2026
Tampa Bay forciere mit einem 1:0-Erfolg in Montréal ein Spiel 7 gegen die Canadiens. Nach neun Minuten und drei Sekunden Verlängerung erzielte Gage Goncalves das Game-Winning-Goal für die Bolts, Torhüter Andrei Vasilevskiy feierte ein 30-Save-Shutout. Trotz des Spielstands von 0:0 nach 60 Minuten sprach anschließend fast jeder Akteur von einem epischen Match. „Jeder will Tore sehen“, sagte auch Lightning-Trainer Jon Cooper. „Das ist es, worüber alle reden: dass sie sich mehr Tore in der Liga wünschen. Aber wenn man sich das Spiel angesehen hat, dann hat dieses Spiel kein Tor gebraucht. Am Ende nur einen Treffer, um es zu entscheiden. Und genau das machte es so spannend.“ Tampas Stürmer Jake Guentzel sprach vom besten 0:0, das er je gesehen oder erlebt hat. Cooper ergänzte: „Es war spannend. Es war episch. Die Torhüter zeigten außergewöhnliche Paraden, die Spieler zeigten Anmut, Können und Magie, und es herrschte eine unglaubliche Intensität. Es gab harte Checks. Es war einfach alles dabei.“ Der Showdown um das Ticket für Runde zwei steigt um Mitternacht am Montag.
Durch das Aus für Marco Sturm, Reichel und Peterka sowie zuvor Tim Stützle (Ottawa), Leon Draisaitl und Josh Samanski (beide Edmonton) avancierte Nico Sturm (Minnesota) zum einzigen deutschen Vertreter in der zweiten Runde der Playoffs. Moritz Seider (Detroit) und Philipp Grubauer (Seattle) hatten die Endrunde mit ihren Clubs ohnehin verpasst. Die zweite Playoff-Runde startet bereits in der Nacht auf Sonntag mit dem ersten Vergleich zwischen Carolina und Philadelphia.
Tim Heß