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Samstag, 22. Juni 2019

Manager Yzerman war mehrmals in Mannheim Überraschung perfekt: Detroit Red Wings wählen Moritz Seider im Draft bereits an sechster Stelle aus

Moritz Seider zieht sich das Trikot der Detroit Red Wings an, links General Manager Steve Yzerman, hinten Kris Draper, Assistent des Managers.

Foto: imago images/ICON Sportswire/Derek Cain

Die von Marco Sturm angekündigte Überraschung ist perfekt: Moritz Seider wurde am Freitag beim NHL Entry Draft in Vancouver nicht nur früh gezogen, sondern bereits sehr früh. Die Detroit Red Wings sicherten sich seine Dienste bereits an sechster Stelle. Damit wurde Seider noch früher gezogen, als Experten und Rankings im Vorhinein ausgesagt hatten. Diese hatten Seider ab Rang zehn gelistet.

Damit ist er der insgesamt siebte deutsche Spieler, der im Draft in der ersten Runde ausgewählt wurde. Vor ihm waren bereits Dany Heatley (Sohn einer deutschen Mutter, 2000, Atlanta, Position 2), Leon Draisaitl (2015, Edmonton, Position 3), Olaf Kölzig (1989, Washington, Position 19), Marcel Goc (2001, San Jose, Position 20), Marco Sturm (1996, San Jose, Position 21) und Dominik Bokk (2018, St. Louis, Position 25) ebenfalls in der ersten Runde gezogen worden.

"Ich war geschockt, keine Frage", sagte Seider in einem ersten Statement, das auf der Homepage der Detroit Red Wings zu finden ist. "Mein ganzer Körper hat gezittert. Ich habe zu meiner Mutter geschaut und sie war auch sehr aufgeregt. Das war ein surrealer Moment."

Das Meeting mit den Red Wings beim jüngsten Draft Combine sei das längste von allen gewesen. "Es war auch das letzte, deshalb blieb es mir lange in Erinnerung. Damals war es nur ein kleiner Prozentsatz, dass ich von Detroit gedraftet werden würde, aber am Ende hat das ja ganz toll geklappt."

Die Red Wings überraschten viele Experten mit der Nennung Seiders, der neue General Manager Steve Yzerman hatte Seider aber mehrere Male in Mannheim beobachtet (Eishockey NEWS berichtete). Daher war das Interesse der Red Wings bekannt. Zunächst war aber noch spekuliert worden, Yzerman würde einen Trade einfädeln, um Seider an einer etwas späteren Stelle nehmen zu können. "Wir waren der Meinung, dass er einer der besten Verteidiger im Draft war und wir hatten die Picks 6 und 35. Daher mussten wir eine Entscheidung treffen. Wir wussten, dass er auf Position 35 nicht mehr zu haben sein würde. Daher haben wir die Optionen geprüft, nach hinten zu traden, was aber nicht möglich war."

Yzerman weiter: "Er ist ein großer Verteidiger, ein wirklich guter Skater und er hat ein wirklich sehr gutes Gespür für Eishockey. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn bekommen konnten. Ich weiß, dass unsere Fans nicht viel über ihn wissen, aber ich denke, wenn sie ihn beim Development Camp spielen sehen, ihn googlen, dann werden sie angenehm überrascht sein."

Vor Seider wurde wenig überraschend der Amerikaner Jack Hughes von den New Jersey Devils ausgewählt. Der Finne Kaapo Kakko wurde danach von den New York Rangers gezogen. Es folgten Kirby Dach (Chicago), Bowen Byram (Vancouver) und Alex Turcotte (Los Angeles). In der ersten Runde wurden je elf Kanadier und Amerikaner gezogen, vier Schweden, drei Finnen, ein Russe und eben Seider.

Am Samstag geht es in Vancouver mit den Runden zwei bis sieben weiter. Mit Nikita Alexandrov darf sich ein in Deutschland geborener Spieler Hoffnungen machen, bald gezogen zu werden. Der Sohn des ehemaligen DEL-Spielers Igor Alexandrov (Nürnberg, Köln, Hannover, Augsburg, Iserlohn, Mannheim, Duisburg) besitzt allerdings nur einen russischen Pass.

Von den weiteren deutschen Spielern hat laut NEWS-Experte Janik Beichler Taro Jentzsch, der jedoch bereits im vergangenen Jahr verfügbar gewesen wäre, die besten Chancen, gezogen zu werden. Die restlichen in Kanada aktiven wie Alexander Dersch und Tim Fleischer sowie die DNL-Spieler Simon Gnyp und Nino Kinder haben Außenseiterchancen.

Michael Bauer


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Kurznachrichtenticker

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  • Der 19-jährige Kölner Förderlizenz-Stürmer Erik Betzold verlässt den EC Bad Nauheim und wechselt zum Ligakonkurrenten aus Freiburg. Dafür wurde Angreifer Luis Üffing aus der Domstadt mit einer Förderlizenz für die Kurstäder ausgestattet.
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  • Die Adler Mannheim haben einen neuen Liga- und Vereinsrekord aufgestellt: Wie der DEL-Club am Montag bekanntgab, sind bereits über 8.000 (!) Dauerkarten verkauft worden. Auf Rang zwei der inoffiziellen DEL-Rangliste folgen die Eisbären Berlin mit knapp 6.000 verkauften Dauerkarten.
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  • Angreifer Samir Kharboutli wird dem ECDC Memmingen (Oberliga Süd) mehrere Monate fehlen. Der 20-jährige Tscheche hat sich am Sonntag im Ligaspiel gegen die Selber Wölfe verletzt und muss am Mittwoch operiert werden.
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  • Spiel der Woche in der DEL2: Auf dem Sender eoTV - European Originals wird am Dienstag (15. Oktober) das Spiel zwischen den Tölzer Löwen und dem EV Landshut vom Sonntag (Endstand 5:6 nach Verlängerung) um 21:15 Uhr in voller Länge ausgestrahlt.

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