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Dienstag, 4. August 2020

„Können ihn jederzeit zurückholen" Detroit Red Wings leihen Moritz Seider nach Mannheim aus – DEL-Einsätze fraglich

Verteidiger-Talent Moritz Seider (19) im Trikot der Detroit Red Wings während der Vorbereitung auf die Saison 2019/20.
Foto: imago images/Icon SMI/Jeanine Leech

Moritz Seider kehrt vorübergehend nach Mannheim zurück. Dies hatte zunächst der Mannheimer Morgen am Montagabend unter Bezugnahme auf einen Bericht der Detroit Free Press gemeldet. Am Dienstagmittag bestätigten die Adler das Leihgeschäft schließlich. Die Vereinbarung ist unbefristet gültig, kann jedoch jederzeit durch die Detroit Red Wings, die das Verteidiger-Talent im vergangenen Jahr an Position sechs des NHL-Drafts ausgewählt hatten, beendet werden.

„Die Leihe ist ein klarer Vertrauensbeweis der Red Wings, der uns sehr ehrt. Moritz findet bei uns perfekte Bedingungen vor, um sich fit zu halten und hoffentlich auch Spielpraxis zu sammeln. Selbstverständlich profitieren auch wir als Club davon, wenn uns ein solch starker, talentierter, junger und deutscher Spieler zur Verfügung steht", freut sich Adler-Manager Jan-Axel Alavaara über den Deal.

Fraglich ist allerdings, ob der 19-Jährige im Zuge des Leihgeschäfts tatsächlich auch zu vielen Spiel-Einsätzen für den Club, in dessen Trikot ihm in der DEL-Saison 2018/19 der Durchbruch gelungen war, kommen wird. Wie die Detroit Free Press in ihrem Bericht bereits erläutert hatte, kann Seider nämlich im Vorfeld der kommenden NHL-Spielzeit für das Trainingscamp der Red Wings nach Detroit zurückbeordert werden. „Die Situation ist beweglich, aber unsere Vereinbarung ist, dass wir ihn jederzeit zurückholen können. Wir denken, dass er an einem guten Platz ist – er ist auf dem Eis, er trainiert mit Mannheim", zitiert die Zeitung Ryan Martin, der als Assistent von Detroits General Manager Steve Yzerman arbeitet.

Die NHL strebt aktuell einen Saisonstart am 01. Dezember an. Kann sie diesen halten, würden die Vorbereitungscamps der 31 Teams voraussichtlich Mitte November beginnen. Folglich wären Einsätze Seiders in der DEL, die am 13. November wieder in den Spielbetrieb einsteigen möchte, in diesem Fall nicht allzu wahrscheinlich. In der Champions Hockey League, die derzeit noch am 06. Oktober als Auftakttermin festhält, könnte der Nationalverteidiger die Adler allerdings eventuell verstärken. Möglich ist zudem, dass die NHL ihren Saisonbeginn noch weiter nach hinten verschieben – der stellvertretende Liga-Commissioner Bill Daly hatte in der abgelaufenen Woche auch einen Auftakt im Januar nicht ausgeschlossen – und sich dadurch die Chance eines längeren Leihgeschäfts ergeben wird.

In der vergangenen Saison 2019/20 war Moritz Seider für die Grand Rapids Griffins, das Farmteam der Detroit Red Wings, in der American Hockey League aktiv. Dort verzeichnete der Rechtsschütze bei 49 Einsätzen 22 Scorer-Punkte (zwei Treffer sowie 20 Assists). Hinzu kamen sieben Partien mit sechs Torvorlagen für die deutsche U20-Nationalmannschaft bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Tschechien.


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Notizen

  • gestern
  • Stürmer Valentin Pfeifer fällt den Herne Miners (Oberliga Nord) zwei bis drei Wochen aus. Grund ist eine Unterkörperverletzung. Ob Stürmer Brad Snetsinger am Wochenende antreten kann, obliegt noch medizinischen Untersuchungen.
  • vor 2 Tagen
  • Brooklyn Beckers wechselt per Förderlizenz zu den Ratinger Ice Aliens in die Regionalliga. Die Ice Aliens verpflichten den 21-jährigen Stürmer von den Füchsen Duisburg aus der Oberliga Nord.
  • vor 2 Tagen
  • Patrik Rypar von den Höchstadt Alligators wurde neben einer Geldstrafe für vier Spiele gesperrt. Grund dafür war sein Check gegen den Kopf- und Nackenbereich gegen Jannik Hüserich im Spiel gegen Bayreuth. Dies veröffentlichte der DEB am 26. November.
  • vor 2 Tagen
  • Wolfsburgs Stürmer Sven Ziegler hat sich am Freitag eine schwere Oberkörperverletzung zugezogen. Der Grizzly muss operativ behandelt werden und wird dem Club mehrere Monate fehlen. Bislang verbuchte der 31-Jährige ein Tor und eine Vorlage.
  • vor 2 Tagen
  • Sebastian Ziener, Geschäftstellenleiter des SC Riessersee, verlässt nach rund sieben Jahren den Oberligisten zum 30. April 2026 auf eigenen Wunsch. In seiner Amtszeit trug er maßgeblich zur Modernisierung bei und auch der Gesellschafterkreis fand seine Leistungen „herausragend“.
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