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Freitag, 18. November 2022

Der 21. Spieltag der PENNY DEL am Freitag Mannheim springt auf Platz zwei, Düsseldorf und Köln mit Heimsiegen, Augsburg atmet auf – Berlin weiter in der Krise

Leo Pföderl und seine Eisbären Berlin stecken nach der 2:4-Heimpleite gegen Iserlohn weiter im Tabellenkeller fest.
Foto: Imago/Contrast

Nachdem Bremerhaven und München gestern den Auftakt machten, zog die Konkurrenz am Freitagabend nach. Mannheim entschied das Spitzenspiel in Ingolstadt mit 5:2 für sich, Augsburg holte sich das Kellerduell gegen Bietigheim mit 2:1. Köln (5:4 nach Overtime gegen Nürnberg), Düsseldorf (4:1 gegen Frankfurt) und Wolfsburg (5:1 über Straubing) triumphierten daheim, während die Berliner Talfahrt weitergeht. Die Eisbären unterlagen Iserlohn mit 2:4.

Im Topspiel des Abends empfing der bis dato Tabellenzweite aus Ingolstadt die Drittplatzierten Adler Mannheim. Und die Gäste, die von Beginn an präsenter waren, erarbeiteten sich gute Möglichkeiten. Folgerichtig brachte Thomas Larkin seine Mannschaft in der 18. Minute in Führung. Danach zogen sich die Kurpfälzer zurück und die Gastgeber fanden mehr Zugriff. Mit der zweiten Sirene belohnte Frederik Storm die Panther mit dem Ausgleich. Der Start in den Schlussabschnitt gehörte erneut den Adlern. Matt Donovan und Marc Katic legten per Doppelschlag wieder vor (43./45.), aber Ingolstadt kam wieder ran. Die Schlussoffensive brachte nichts mehr, Ryan MacInnis und erneut Katic schossen Mannheim auf Platz zwei.

Wer dachte, dass die Länderspielpause den Eisbären Berlin guttun würde, sah sich getäuscht. Iserlohn spielte einen blitzsauberen ersten Abschnitt und führte nach 20 Minuten verdient mit 2:0. Kris Foucault und Ryan O’Connor sorgten für noch mehr Verunsicherung beim amtierenden Meister (6./17.). Die Roosters bestraften die Berliner Fehler eiskalt. Selbes Bild auch im weiteren Verlauf, Kaspars Daugavins erhöhte (26.). Immerhin gelang Frank Hördler postwendend der Anschluss. Mehr passierte aber erstmal nicht, weil die Hauptstädter beste Gelegenheiten verpassten. Bis Julian Melchiori für Hoffnung sorgte (46.). Iserlohn hielt mit etwas Glück das knappe Ergebnis, fünf Minuten vor Schluss machte Casey Bailey alles klar. Die Eisbären laufen damit weiter neben der Spur.

In Düsseldorf bestimmten von Beginn an beide Abwehrreihen das Geschehen. Die Gäste aus Frankfurt, die erstmals mit ihren beiden Neuzugängen Chad Nehring und Jerry D’Amigo aufliefen, standen gewohnt kompakt in der eigenen Zone. Und auch die DEG blieb zunächst harmlos. Das sollte sich in der 24. Minute ändern, weil Stephen Harper einnetzen konnte. In der Folge blieb es eng umkämpft und hochspannend. In der 51. Minute traf Luca Zitterbart zur Vorentscheidung für die Rheinländer. Der Aufsteiger verkürzte, aber Daniel Fischbuch und Tobias Eder machten den Düsseldorfer Sieg am Schluss perfekt.

Die Spiele im Stenogramm (6 Einträge)

 

 

Torlos verlief auch der erste Abschnitt zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Straubing Tigers. Beide Torhüter, sowohl Dustin Strahlmeier als auch Florian Bugl, waren wie gewohnt von Beginn an hellwach. Im Mitteldrittel wurde die Partie offener und es fielen Tore. Grizzly Darren Archibald eröffnete in der 23. Minute, aber Joshua Samanski glich aus. Rhett Rakhshani und J.C. Beaudin legten danach für die Niedersachsen wieder vor (35./39.). Im Anschluss zog Wolfsburg weiter davon und feierte einen souveränen Heimerfolg.

Wesentlich actionreicher war es zu Beginn in Köln. Verteidiger Nick Bailen traf mit seinem bereits sechsten Saisontreffer zur frühen Führung für die Haie (5.), aber der Gast aus Nürnberg war nicht sonderlich beeindruckt. Elis Hede und Rick Schofield antworteten noch in Abschnitt Nummer eins (8./17.). Nach dem flotten Beginn verflachte das Duell. Erst gegen Ende des zweiten Drittels wurden die Domstädter wieder aktiver. Carter Proft stellte verdient auf 2:2 (39.). In den letzten 20 Minuten wurde es wurde es wild, die Haie egalisierten gleich mehrfach einen Rückstand. Die Overtime musste her und dort sorgte abermals Bailen wenige Sekunden vor Ablauf für das umjubelte Kölner 5:4.

Viel vorgenommen hatte sich der Tabellenletzte aus Augsburg im Kellerduell gegen die Bietigheim Steelers. Die Vorzeichen für die Fuggerstädter waren vielversprechend, denn Torhüter Dennis Endras kehrte nach einer Verletzungspause zurück und auch Neuzugang Marcel Barinka stand erstmals im Aufgebot. Aber die Panther taten sich nach neun Pleiten in Serie schwer. Nach einer guten halben Stunde aber sorgte Sebastian Wännström für kollektives Aufatmen. Die Steelers glichen aus, ehe Adam Payerl in Überzahl zum 2:1 traf (52.). Den knappen Vorsprung rettete Augsburg mit viel Einsatz ins Ziel. Damit wandert die Rote Laterne nach Bietigheim.

Tony Poland


Kurznachrichtenticker

  • gestern
  • Die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben am Samstag den Tryout-Vertrag mit Torhüter Brandon Halverson nach eigenen Angaben beendet und wollen zeitnah eine (andere) Lösung für ihr Torhüterproblem (Stammgoalie Maxwell will den Club verlassen) vorstellen.
  • gestern
  • Der EHC Klostersee und Kontingenspieler Joseph Leonidas trennen sich. Weder für den Verein noch für den Offensivverteidiger (elf Spiele, sieben Punkte) habe es gepasst, teilt das Kellerkind der Oberliga Süd mit.
  • gestern
  • Yuma Grimm (19) von der Straubing Tigers, zuletzt für DEL2-Team EV Landshut im Einsatz, geht ab sofort per Förderlizenz für Oberligist Passau Black Hawks auf Torjagd.
  • gestern
  • Die Champions Hockey League hat ihren Spielkalender für das Viertelfinale bekannt gegeben. Demnach haben zuerst Rögle BK, Lulea Hockey und Skelleftea AIK (alle Schweden) am Nikolaustag und Mountfield HK (Tschechien) am 7.12. Heimrecht. In der Woche drauf steigen die Rückspiele.
  • vor 2 Tagen
  • Der tschechische Verteidiger Lukas Popela hat beim HC Landsberg einen Vertrag bis zum 31. Dezember unterschrieben. Der 34-Jährige hielt sich zuletzt schon beim Süd-Oberligisten fit. Die Saison begann er beim Bayernligisten ESV Buchloe (fünf Spiele, ein Tor, ein Assist).
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