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Sonntag, 24. September 2023

PENNY DEL am Sonntag Zuvor sieglose DEG überrascht Spitzenreiter Köln, Mannheim bezwingt Berlin, Schwenningen trifft fünfmal gegen Wolfsburg

Düsseldorf gelang beim Derby in Köln der erste Saisonsieg.
Foto: IMAGO/Eibner

Die Kölner Haie sind als letztes Team ihre weiße Weste los, bleiben aber trotzdem Tabellenführer – und die bis dato sieglosen Düsseldorfer EG und Augsburger Panther haben erste Erfolge eingefahren. Der 4. Spieltag der PENNY DEL am Sonntag im Überblick.

Die zuvor sieglose Düsseldorfer EG hat im rheinischen Derby für die erste Niederlage des bislang so überzeugenden Spitzenreiters Köln gesorgt. Im Penalty-Schießen setzte sich die DEG mit 4:3 durch und belohnte sich für eine gute Vorstellung. Dabei sah es im Schlussabschnitt so aus, als sollte Düsseldorf einmal mehr das Penalty-Killing zum Verhängnis werden. Durch die Unterzahl-Gegentore neun und zehn geriet Düsseldorf mit 1:3 in Rückstand. Doch in der Schlussphase noch einmal zurück. Im Shootout traf einzig Kevin Clark, der zuvor schon den 2:3-Anschluss hergestellt hatte, als einziger Spieler und bescherte den Gästen in der mit 18.600 Zuschauern ausverkauften Lanxess-Arena den überraschenden Sieg.

Im Spitzenspiel des 4. Spieltags in der PENNY DEL brachte Mannheim den Eisbären Berlin ebenfalls die erste Saison-Niederlage bei. In einer intensiven und bis zum Schluss offenen Partie konnten die Gäste zweimal eine Führung der Adler ausgleichen. Auf das erste Liga-Tor von Jyrki Jokipakka zum 3:2 konnte Berlin aber nicht mehr antworten – weil Arno Tiefensee im Schlussabschnitt mehrmals rettete und am Ende 30 Paraden verzeichnete. Durch den dritten Sieg im vierten Spiel zog Mannheim in der Tabelle an den Eisbären vorbei, die zudem Yannick Veilleux schon im ersten Drittel nach einer Schlägerei mit Denis Reul aufgrund einer Gesichtsverletzung verloren.

Die Spiele im Stenogramm (7 Einträge)

 

Nach dem 7:2-Kantersieg vom Freitag über Schwenningen ging Vizemeister Ingolstadt auch am Sonntag in Iserlohn als Sieger vom Eis, wobei sich die Roosters zumindest einen Zähler sichern konnten. Nach torloser Verlängerung war im abschließenden Shootout Simpson der entscheidende Mann auf Seiten der Gäste. Ingolstadt war das ganze Match über nicht nur optisch überlegen, sondern hatte auch die Mehrzahl der Schüsse (37:21) zu verzeichnen. Iserlohn hielt aber stets wacker dagegen und hatte in Torhüter Jenike (94,59 Fangquote) den besten Mann der Partie in seinen Reihen.

Einen wichtigen Heimsieg und damit den ersten "Dreier" in dieser Spielzeit feierten unterdessen die Straubing Tigers gegen Frankfurt. Herausragender Akteur in Reihen der Niederbayern war beim 2:0-Erfolg Torhüter Hunter Miska, der alle Schüsse (insgesamt 29) auf sein Gehäuse abwehren konnte. Waren im ersten Abschnitt trotz der Führung durch Mattinen noch die Gäste aus Hessen optisch überlegen, so gewannen die Tigers im weiteren Spielverlauf die Oberhand. Verdienter Lohn war das 2:0 durch Bradleys erstem Saisontor. Auch im Schlussdrittel kontrollierten die Gastgeber das Geschehen – und hatten in der Schlussphase, als Frankfurt alles riskierte und früh den Torhüter vom Eis nahm, aber auch das nötige Glück auf ihrer Seite.

Titelverteidiger EHC Red Bull München hat sich nach der Niederlage gegen Köln mit einem 5:2-Sieg bei den Fischtown Pinguins zurück. Die Münchner gingen durch den ins Aufgebot reinroutierten Markus Eisenschmid per sattem Schuss aus der Halbdistanz zur Spielmitte in Front. Nico Krämmer stocherte kurz vor der zweiten Pause zum 2:0 ein – dabei verletzte sich offenbar auch Pinguins-Torhüter Maximilian Franzreb. Bremerhaven kämpfte sich zweimal zurück in die Partie, doch Patrick Hager und Ryan McKiernan machten per Emptynetter den Deckel auf die Partie.

Die Schwenninger Wild Wings haben ihren ersten Heimsieg der Saison gelandet. Zwei Treffer der Spink-Zwilling Tyson und Tylor brachten die Gastgeber beim 5:0-Sieg über die Grizzlys Wolfsburg im ersten Abschnitt in die Spur – der erste nach nur 33 Sekunden. Im Mitteldrittel zogen die Wild Wings durch ein Powerplay und einen harten Schuss bei Fünf-gegen-Fünf dann davon. Pfaffengut stellte den Endstand her, Joacim Eriksson feierte den Shutout. Eine gelungene Antwort der Schwenninger auf die 2:7-Pleite in Ingolstadt am Freitag und Tabellenrang drei, bei den Grizzlys ruckelt es dagegen noch.

Die bis dahin sieglosen Augsburger Panther haben die Nürnberg Ice Tigers mit 5:3 besiegt. Die Gastgeber erwischten, anders als bisher, einen guten Start und führten schnell mit 3:0 – darunter eine treffsichere Bananenflanke. Kurios auch Nürnbergs Hoffnungserwecker kurz vor der ersten Pause: Ein abgefälschter, steil hochflippender Puck Daniel Schmölz im Powerplay ging über Goalie Markus Keller ins Tor. Elis Hede schoss scharf zum Anschluss für die ackernden Nürnberger ein, doch Mick Köhler beruhigte kurz vor der zweiten Pause die Augsburger Nerven. Im Schlussdrittel brachten die Augsburger den Sieg über das leistungstechnisch nicht viel schlechtere Gästeteam in trockene Tücher. Bei Nürnberg verletzte sich zu allem Überfluss offensichtlich auch noch Jack Dougherty - die Diagnose steht noch aus.


Notizen

  • gestern
  • Als erster Club in der PENNY DEL werden die Eisbären Berlin künftig Spiele mit einem 360°-LED-Bandensystem bestreiten. Ab der kommenden Spielzeit 2024/25 wird die Uber Arena mit rundumlaufenden LED-Banden ausgestattet.
  • vor 2 Tagen
  • Sebastian Jones ist neuer Bundestrainer der deutschen U18-Frauen-Nationalmannschaft. Der ehemalige Profi (u. a. für die Kassel Huskies und Iserlohn Roosters aktiv) wird das Team erstmals im kommenden Juli beim Lehrgang in Füssen betreuen.
  • vor 2 Tagen
  • Der US-amerikanische Routinier Andrew Rowe (zuletzt ERC Ingolstadt/PENNY DEL) wechselt zum EC Red Bull Salzburg in die ICE Hockey League.
  • vor 3 Tagen
  • Die Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) ernennen Roland Schmid zum neuen Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH. Der 53-jährige Betriebswirt tritt zum 15. Juni die Nachfolge von Jannis Ersel an, der den Rebels weiterhin beratend zur Verfügung steht.
  • vor 3 Tagen
  • Tom Schwarz, bei den Blue Devils Weiden unter Vertrag, besetzt nach dem Aufstieg in die DEL2 eine U21-Stelle.
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