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Sonntag, 25. November 2018

Der 21. DEL-Spieltag am Sonntag Kölner Aufholjagd gegen München nicht belohnt, Augsburg rückt auf Rang drei vor, Strafzeitenfestival in Krefeld

<p> Nach 0:3-Rückstand schafften die Kölner Haie (dunkle Trikots) gegen Meister München noch ein 3:3, verloren die Partie dann aber nach Penalty-Schießen. </p><p>Foto: Hübner</p>

Nach 0:3-Rückstand schafften die Kölner Haie (dunkle Trikots) gegen Meister München noch ein 3:3, verloren die Partie dann aber nach Penalty-Schießen.

Foto: Hübner

0:3 lagen die Kölner Haie am Sonntag nach drei gespielten Minuten gegen München im Hintertreffen. Nach 60 Minuten stand aber ein 3:3 auf der Anzeigentafel. Die Aufholjagd der Haie wurde letztlich aber nicht belohnt, weil der Meister nach Penalty-Schießen mit 4:3 gewann und damit erster Verfolger von Mannheim (Sieger nach Verlängerung in Bremerhaven) bleibt. Neuer Rangdritter (40 Punkte auf dem Konto) ist Augsburg, das sein Auswärtsspiel in Schwenningen mit 6:3 gewann. Dabei profitierten die Panther von der gleichzeitigen Heimniederlage der Düsseldorfer EG gegen Straubing. Die Tigers gewannen im Rheinland mit 3:1 und stehen mit 34 Zählern auf Rang sieben. Seinen Platz in den Top-Sechs gefestigt hat unterdessen Berlin, das in Ingolstadt mit 4:2 die Oberhand behielt. Ein Strafzeitenfestival mit insgesamt 172 Strafminuten sahen die Fans in Krefeld, wo die Pinguine undisziplinierte Iserlohn Roosters mit 4:1 bezwangen. Im Duell der Krisenclubs setzte sich Nürnberg mit 5:1 gegen Wolfsburg durch und verbesserte sich dadurch auf Rang elf.

Lange Zeit ausgeglichen verlief die Partie zwischen Schwenningen und Augsburg. Nach 40 Minuten stand ein leistungsgerechtes 3:3 auf der Anzeigentafel. Erst im Schlussabschnitt spielten die Gäste aus Augsburg ihr Klasse aus, wobei vor allem Matt White herausstach, der allein in den letzten 20 Minuten drei Tore erzielte. Für Schwenningen bedeutete das 3:6 die erste Niederlage nach zuletzt drei siegreichen Spielen unter Neu-Trainer Thompson, Augsburg hat mit diesem Dreier nun sogar Düsseldorf überholt und steht auf Rang drei.

Dank eines guten Auftaktdrittels und eines überragenden Sebastian Vogl im Tor gewannen die Straubing Tigers im Abendspiel bei der Düsseldorfer EG mit 3:1. Mouillierat und Williams sorgten für die 2:0-Führung, die bis weit ins Schlussdrittel hinein hielt. Auch deshalb, weil die Gastgeber speziell in Überzahl zu harmlos agierten. Nach dem Anschlusstreffer durch Pimm stand die Partie auf der Kippe, aber Straubings Defensive hielt dem Druck stand. Eriksson sorgte mit einem Empty-Net-Goal kurz vor Schluss für die endgültige Entscheidung zugunsten der Niederbayern.

In Ingolstadt ging Berlin zwar durch Ranford in Führung, doch die Panther zeigten sich anschließend gut erholt von der 2:7-Niederlage vom Freitag. Wirbelwind Kelleher und Cannone stellten noch im ersten Abschnitt auf 2:1. Doch die Eisbären schlugen im Mitteldrittel in Überzahl durch Backman zurück. Im Schlussabschnitt kassierten die Gastgeber zunächst drei Strafzeiten in Folge, das 3:2 durch Hördler für Berlin fiel dann aber bei Fünf gegen Fünf. In der Schlussphase versuchte Ingolstadt dann alles, nahm auch früh Torhüter Reimer zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch der Treffer fiel auf der anderen Seite. Routinier Rankel machte mit einem Empty-Net-Goal alles klar.


Die Spiele im Stenogramm (7 Einträge)

 

Satte 172 Strafminuten - darunter eine Matchstrafe für DEL-Top-Torjäger Camara nach einem Angriff auf einen Schiedsrichter - sahen 4.636 Zuschauer in der Partie zwischen Krefeld und Iserlohn. Bis zur 35. Minute hielten die Roosters ein 1:1, dann jedoch schoss Bettauer die Pinguine 2:1 in Front. Anschließend konnten die Gäste eine Spieldauer gegen Riefers nicht zu ihren Gunsten nutzen und brachten sich im Schlussdrittel durch teils völlig unnötige Strafzeiten und Frustfouls selbst auf die Verliererstraße. Costello (im Powerplay) und Noonan (Empty-Net-Goal) sorgten letztlich für den 4:1-Endstand für Krefeld.

Die Kölner Haie leisteten sich gegen München einen klassischen Fehlstart: Schon nach drei gespielten Minuten lagen die Rheinländer 0:3 in Rückstand. Innerhalb von 70 (!) Sekunden trafen Parkes, Daubner und Mauer für den Meister - und damit war auch der Arbeitstag für Top-Goalie Gustaf Wesslau beendet. Hannibal Weitzmann übernahm und hielt seinen Kasten zunächst sauber. Und als die Haie im Mitteldrittel binnen 36 Sekunden zwei Tore durch Ellis ( in doppelter Überzahl) und Sulzer machten, war die Partie wieder offen. Zumal Oblinger im Schlussdrittel in Überzahl sogar das 3:3 gelang. Und weil Backup Weitzmann in der Folgezeit überragend hielt, blieb es bis zum Ende der regulären Spielzeit beim verdienten 3:3 aus Kölner Sicht. Und auch in der Overtime stand der junge Torhüter im Brennpunkt, weil die Gäste aus München gleich zwei Mal in Überzahl agieren konnten. Im abschließenden Penalty-Schießen traf bei sechs Schützen letztlich lediglich Münchens Kastner, so dass der Zusatzpunkt an die Gäste ging.

Spitzenreiter Mannheim feierte am Sonntag beim 5:4 nach Verlängerung in Bremerhaven im 21. Saisonspiel den 16. Erfolg. Die Adler sicherten sich den Sieg allerdings erst im Endspurt. Bis zehn Minuten vor Ende lagen die Pinguins mit 4:2 in Front, ehe Matthias Plachta die Begegnung mit einem Doppelschlag in die Verlängerung schickte. Dort sorgte Andrew Desjardins im Powerplay für das 5:4 des Favoriten.

Im Krisenduell zwischen Nürnberg und Wolfsburg gelang den Ice Tigers nach zuvor drei Niederlagen wieder ein Sieg. Die Franken setzten sich gegen die Grizzlys eindeutig mit 5:1 durch. Dane Fox und Maximilian Kislinger hatten mit Treffern in den ersten 129 Sekunden früh die Weichen gestellt und den Arbeitstag von Wolfsburgs Schlussmann Gerald Kuhn, der bei beiden Gegentoren keine glückliche Figur abgab, schnell beendet. Nach dem Anschluss von Gerrit Fauser beendeten Will Acton und Chad Bassen noch vor der ersten Pause die Hoffnungen der Gäste auf Auswärtspunkte - trotz 500 in einem Sonderzug mitgereister Fans der Niedersachsen.


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Kurznachrichtenticker

  • vor 2 Stunden
  • Nord-Oberligist Füchse Duisburg und der 19-jährige Stürmer Simon Hintermeier (20 Spiele, null Punkte) einigten sich auf eine Vertragsauflösung. Sportdirektor Lance Nethery: "Wir wollen nur zufriedene Spieler im Kader haben und deswegen macht es keinen Sinn, jemanden zu zwingen, für uns zu spielen.“
  • vor 4 Stunden
  • Kantersieg für Aufsteiger Norwegen bei der U20-WM der Division IA in Füssen: Die Skandinavier bezwingen die französische Auswahl glatt mit 5:0 (0:0, 1:0, 4:0). Samuel Solem erzielt dabei einen Doppelpack, Emil Lilleberg gibt drei Vorlagen und Goalie Jorgen Hanneborg feiert einen Shutout.
  • vor 9 Stunden
  • Lettland hat im einzigen Spiel am Montag den ersten Sieg bei der U20-WM der Division IA in Füssen eingefahren. Die Balten bezwangen Österreich dank eines starken Mitteldrittels mit 4:1 (0:0, 3:0, 1:1).
  • vor 20 Stunden
  • Verteidiger Wayne Lucas (22) wechselt innerhalb der Oberliga Süd vom ERC Sonthofen zum EC Peiting. In 22 Spielen kam der Youngster aus dem Nachwuchs des ESV Kaufbeuren auf bisher vier Vorlagen.
  • gestern
  • Am morgigen Mittwoch (20:15 Uhr) findet erneut der Hyundai Eishockey-Talk statt: Moderator Axel Pfannenmüller begrüßt dabei NHL-Verteidiger Korbinian Holzer, DEG-Trainer Harold Kreis, Bad Nauheims Cheftrainer Christof Kreutzer und Marc Dannbeck (Geschäftsführer Eisbären Juniors Berlin).

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