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Mittwoch, 10. April 2019

DEL-Playoffs am Mittwoch Verteidiger Derek Joslin schießt München beim 2:1 in Augsburg zum Serienausgleich – Panther hadern mit Chancenverwertung

<p>Verteidiger Derek Joslin (links) war der Matchwinner für München in einem abermals engen Spiel 4.<br/>Foto: City-Press<br/></p>

Verteidiger Derek Joslin (links) war der Matchwinner für München in einem abermals engen Spiel 4.
Foto: City-Press

Der EHC Red Bull München hat sich in Spiel 4 gegen die Augsburger Panther das Heimrecht zurückgeholt und vor 6.139 Zuschauern im abermals ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion mit 2:1 gesiegt. Mann des Abends für den aus Red Bulls-Sicht wichtigen Erfolg zum Serienausgleich war Verteidiger Derek Joslin, der beide Treffer für die bayerischen Landeshauptstädter erzielte. Alle vier bisher gespielten Duelle in diesem Süd-Derby gingen mit einem Tor Differenz aus. Augsburg wird sich nach diesem Spiel vor allem über die mangelnde Chancenverwertung ärgern.

Es war von Beginn an eine Partie, die der Intensität der ersten drei Vergleiche in nichts nachstand. München kam - auch begünstigt durch eine sehr frühe Strafe gegen Augsburgs Verteidiger Brady Lamb - besser aus der Kabine und markierte in Person von Derek Joslin das schnelle 1:0 per Powerplay-Treffer. Die Gastgeber wurden mit zunehmender Spielzeit im Anfangsdrittel immer präsenter, hatten Pech, dass Matt White nach perfekter Vorlage von Drew LeBlanc der Puck versprang. Der amtierende Meister antwortete immer wieder mit Physis und aggressivem Forechecking - Leidtragender davon war Panther-Verteidiger Simon Sezemsky, der einen späten, harten Check von Patrick Hager einstecken und zweieinhalb Minuten vor der ersten Pause zunächst lädiert vom Eis musste. Für Red-Bull-Stürmer Hager war die Partie nach diesem Einsteigen hingegen komplett beendet, er kassierte eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts hatten LeBlanc und David Stieler alleine vor aus den Birken die riesige Chance zum Ausgleich, spielten es aber auf engem Raum zu kompliziert.

Auch zu Beginn des zweiten Drittels sollten die bayerischen Schwaben kein Kapital aus der insgesamt fünfminütigen Überzahl schlagen können. Immerhin stand Sezemsky wieder auf dem Eis. Dessen Ausfall hätte die ohnehin personell gebeutelten Fuggerstädter - zu den bereits verletzten Scott Valentine, Christoph Ullmann und T.J. Trevelyan gesellten sich auch noch Kapitän Steffen Tölzer und Angreifer Thomas Holzmann hinzu - ziemlich geschmerzt. So konnten sie weiter mit immerhin sechs Verteidigern und elf Stürmern agieren - und nahmen das Heft nach einer großen Chance von Münchens John Mitchell, der per Tip-in-Versuch an Panther-Goalie Olivier Roy scheiterte, wieder stärker in die Hand: Sahir Gill und Jaroslav Hafenrichter scheiterten jeweils per Direktabnahme, ehe Matt White Yannic Seidenberg alt aussehen ließ, den Puck stark mitnahm und letztendlich jedoch nur den Pfosten traf (32.). Weil Augsburg in der Folge sein viertes Powerplay wiederum nicht nutzen konnte, ging es mit der knappen Führung für die Gäste auch in die zweite Pause.

Hatten die Hausherren eine noch aus der letzten Minute des zweiten Drittels stammende Unterzahlsituation ausbügeln können, rächten sich die liegen gelassenen Chancen der Panther wenig später doch. Matt Stajan bekam zu viel Platz, legte quer auf John Mitchell - und den aus dessen Schuss resultierenden Rebound verwertete Joslin zu seinem Doppelpack und der erstmaligen Zwei-Tore-Führung einer Mannschaft in dieser Halbfinalserie. Diese sollte allerdings nicht lange Bestand haben: Nur 102 Sekunden später mogelte David Stieler die Scheibe irgendwie mit der Rückhand von hinter der Torlinie ins kurze Eck, aus den Birken sah da gar nicht gut aus. Wiederum nur gut zwei Minuten danach wähnten sich die Roten Bullen bereits wieder mit dem Polster einer Zwei-Tore-Führung ausgestattet, doch die Schiedsrichter revidierten ihre On-Ice-Entscheidung und gaben den Treffer von Münchens Kapitän Michael Wolf wegen Torhüterbehinderung zurecht nicht. So richtig zwingend wurden die Fuggerstädter in der Folge allerdings nicht mehr, die Gäste spielten es größtenteils auch mit ihrer Routine herunter. Auch die Herausnahme von Roy brachte letzten Endes nichts mehr. Spiel 5 findet am Freitag um 19.30 Uhr wieder in München statt. Dort kann sich eine der beiden Mannschaften definitiv den ersten Matchpuck zum Finaleinzug sichern.

Das Spiel im Stenogramm (1 Einträge)

 

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Kurznachrichtenticker

  • vor 4 Stunden
  • Dane Fox wird keinen neuen Vertrag bei den Thomas Sabo Ice Tigers mehr erhalten. Der 25-jährige Stürmer hatte sechs Tore erzielt und sechs vorbereitet.
  • gestern
  • Die Grizzlys Wolfsburg (DEL) haben den Vertrag mit Torwart-Trainer Ilari Näckel um ein weiteres Jahr verlängert. Der 46-jährige Finne hatte das Amt vor Beginn der vergangenen Spielzeit übernommen und wird somit in seine zweite Spielzeit bei den Niedersachsen gehen.
  • gestern
  • Auf dem Sender eoTV - European Originals wird am heutigen Dienstag (23. April) das dritte Finalspiel zwischen den Löwen Frankfurt und den Ravensburg Towerstars um 22:00 Uhr nochmal in voller Länge ausgestrahlt.
  • gestern
  • Die Krefeld Pinguine haben den Vertrag mit dem 23-jährigen Mike Schmitz verlängert. Der aus dem eigenen Nachwuchs stammende Defender bestritt in der abgelaufenen Spielzeit zehn Spiele für die Pinguine. Für Herne (Oberliga) absolvierte Schmitz 49 Spiele, erzielte dabei drei Tore und gab 25 Assists.
  • gestern
  • Thore Weyrauch, der Rookie des Jahres in der Oberliga Nord, bleibt bei den Hannover Indians. In der Saison 2018/19 sammelte der 20-Jährige in 48 Spielen 24 Punkte (11 Tore, 13 Assists).

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