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Montag, 13. Mai 2019

Nach vier Jahren ist Schluss Tino Boos tritt ab: Buhmann der Fans, aber von Managern geschätzt

<p>Tino Boos zieht nach vier Jahren einen Schlussstrich unter seine Tätigkeit als Leiter des Disziplinarausschusses.<br/>Foto: City-Press<br/></p>

Tino Boos zieht nach vier Jahren einen Schlussstrich unter seine Tätigkeit als Leiter des Disziplinarausschusses.
Foto: City-Press

Tino Boos hatte es in der Saison 2018/19 nicht leicht. Wann immer es in der DEL eine strittige Entscheidung gab oder ein Foul eine Verletzung nach sich zog, stand er im Blickpunkt: Nun hat Boos sein Amt als Vorsitzender des Disziplinarausschusses niedergelegt - allerdings laut eigener Aussage nicht überraschend. "Ich hatte es den Verantwortlichen schon vor der Saison gesagt, dass dies wahrscheinlich meine letzte Saison ist. Ewig kann man so etwas nicht machen."

Vier Jahre lang stand er dem Gremium vor. Die meiste Zeit verlief das ohne größere öffentliche Komplikationen - und das, obwohl zu Beginn seiner Amtszeit die Zahl der Verfahren und großen Strafen noch deutlich höher lag. Mittlerweile wurden sie halbiert. Ab Herbst 2018 aber eskalierte die Situation. Im Mittelpunkt stand immer wieder Boos als Vorsitzender des Ausschusses. Die Fans reagierten heftig, vor allem in den Sozialen Medien, aber auch mit beleidigenden Plakaten in den Stadien.

Dabei setzte Boos nur die Grundlagen um, die die Sportlichen Leiter beschlossen hatten, von Boos "NHL-Weg" bezeichnet. "Die subjektive Erwartungshaltung vieler Fans ist in diesem Job kaum zu erfüllen", sagt er. "Ich hätte am liebsten immer alle Beteiligten glücklich gemacht, aber das geht halt nicht." Boos gibt aber auch zu: "Ich habe viel mit den Spielern kommuniziert, ich habe immer auch die Perspektive des beklagten Spielers mit gesehen und hatte Verständnis, weil ich selbst 20 Jahre gespielt habe."

Öffentliche Rückendeckung bekam er nie. Stets war er allein der Buhmann. Im Nachgang sagt nun Niki Mondt, Sportlicher Leiter der Düsseldorfer EG und Freund von Boos: "Der Disziplinarausschuss ist ein Gremium, das war nicht immer Tino Boos alleine. Er hat das umgesetzt, was von der Liga vorgegeben war. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung waren wir mit seiner Arbeit auch zufrieden."

Dabei war Boos nicht nur der Disziplinarausschuss. Sein Aufgabengebiet umfasste eine komplette DINA4-Seite. Neben dem Disziplinarwesen der DEL und auch der DEL2 überprüfte er sämtliche Tore und Assists bis zum Folgetag des Spieltages, erstellte Listen zur Gehaltsentwicklung, war für Spielerlizenzierung der DEL und DEL2 verantwortlich, beschäftigte sich mit Entwicklungen im Jugendbereich, arbeitete das neue Regelbuch der Liga und die U23-Regelung aus und war für weltweites Monitoring (mehr als 100 Spiele) zuständig.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe, die am Dienstag, den 14. Mai 2019, erscheint.

Michael Bauer


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Kurznachrichtenticker

  • vor 17 Stunden
  • Der 19-jährige Verteidiger Nick Dolezal wechselt aus der DNL-Mannschaft des ERC Ingolstadt zu Oberliga-Club Höchstadt Alligators. Zudem bleibt Verteidiger Patrick Wiedl beim EHC. Stürmer Friedrich Kolesnikov verlässt den Verein hingegen mit noch unbekanntem Ziel.
  • vor 17 Stunden
  • Die Iserlohn Roosters (DEL) haben Stürmer Daniel Weiß (Nürnberg) als Neuzugang bestätigt. Der 29-Jährige sammelte 2018/19 in 60 Spielen 30 Punkte (elf Tore, 19 Assists). In seiner Karriere absolvierte der Linksschütze bereits über 500-DEL-Spiele.
  • vor 19 Stunden
  • Stürmer Max Lukes (23) trägt auch kommende Saison das Trikot der Bietigheim Steelers. 2018/19 gelangen ihm in 51 Spielen fünf Tore und 13 Vorlagen. Geschäftsführer Volker Schoch: „Max ist ein junger deutscher Spieler, der seit drei Jahren immer alles gibt und ein wichtiger Teil unseres Spiels ist.“
  • vor 20 Stunden
  • Ivy van den Heuvel, Kapitän der Tilburg Trappers, hat mit 30 Jahren einen Schlussstrich unter seine aktive Spielerkarriere gezogen. Der Angreifer wurde von 2016 bis 2018 dreimal in Folge Oberliga-Meister und verbuchte in 235 Oberliga-Einsätzen 106 Tore sowie 146 Vorlagen.
  • vor 21 Stunden
  • Für den wegen häuslicher Gewalt suspendierten Slava Voynov besteht nach einem Schiedsspruch nun doch die Möglichkeit der NHL-Rückkehr nach 41 Partien 2019/20. Die LA Kings, bei denen seine NHL-Transferrechte liegen, ließen aber schon verlauten, nicht mit dem Russen zu planen.

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