Die Klagenfurter bejubeln einen Treffer beim 3:2-Heimsieg gegen die Eisbären Berlin.
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Das war kein guter Abend in der Champions Hockey League aus deutscher Sicht. Sowohl Meister Eisbären Berlin als auch der Hauptrunden-Primus 2024/25 ERC Ingolstadt verloren ihre Partien. Während für Ingolstadt das 1:4 zu Hause gegen den finnischen Meister Kalpa Kuopio bereits die zweite Niederlage war, bedeutete das 2:3 der Eisbären beim österreichischen Rekordmeister aus Klagenfurt den ersten Punktverlust.
Dabei ging der ERC Ingolstadt nach starkem Beginn (die Gäste nahmen schon nach 3:21 Minuten eine Auszeit) nach fünf Minuten durch Daniel Pietta mit 1:0 in Führung. Diese Führung hätte höher ausfallen können. Die finnischen Gäste stellten dann mit zwei Toren binnen nur 14 Sekunden im Mitteldrittel den Spielverlauf auf den Kopf. Beide Teams hatten nun ihre Chancen – die Finnen zum 3:1, der ERC zum Ausgleich. Es blieb allerdings beim 1:2, auch weil Ingolstadt seine Überzahlchancen nicht nutzen konnte. Sieben Powerplays gingen erfolglos vorüber. Gäste-Torhüter Stefanos Lekkas parierte am Ende 36 Schüsse. In der 57. Minute machten die Gäste dann alles klar, das 1:4 war ein Empty Net Goal.
Eric Hördler brachte die Eisbären Berlin in Klagenfurt, wo die Gastgeber druckvoll gestartet waren, kurz vor der ersten Pause mit 1:0 in Führung. Nachdem der Puck von der Bande befreit war, zog er auf Höhe des Bullykreises ab. Die Gastgeber glichen durch den Ex-Berliner Nick Petersen (von 2013 bis 2018 in Schwenningen, Iserlohn und auch bei den Eisbären), der mittlerweile seine achte Saison in Klagenfurt spielt, in der 24. Minute aber aus und Mathias From nutzte einen Fehlpass der Berliner in der 29. Minute zur Führung. Die Eisbären kamen zurück. Im Powerplay stocherte Leo Pföderl den Puck über die Linie – 2:2 nach 32 Minuten. Doch auch die Gastgeber konnten Powerplay: Luca Gomboc erzielte in der 37. Minute das 3:2. Die Gastgeber machten nun Druck, doch Jake Hildebrand verhinderte das 4:2. Der Goalie stand auch im Schlussdrittel im Mittelpunkt. Die Schlussminuten wurden hektisch, doch ein weiteres Tor blieb den Berlinern (auch bei zwei Minuten mit sechs gegen fünf), die am 5. September Lukko Rauma aus Finnland empfangen, verwehrt. „Es war ein hartes Spie“,sagte Trainer Serge Aubin. „Es gibt keine Ausreden. Meine Spieler wollten und haben alles gegeben. Mental und physisch ging aber nicht mehr. Klagenfurt hat von Beginn an das Momentum auf die eigene Seite gezogen und es nicht mehr abgegeben.“
Die Ergebnisse vom Samstag:
Lulea/SWE - Bern/SUI 4:2 (1:0, 1:2, 2:0)
Storhamar/NOR - Sparta Prag/CZE 4:2 (1:2, 3:0, 0:0)
Ingolstadt - Kuopio/FIN 1:4 (1:0, 0:2, 0:2)
Belfast/NIR - Ilves Tampere/FIN 4:7 (0:1, 2:2, 2:4)
Grenoble/FRA - Zug/SUI 1:5 (0:3, 0:1, 1:1)
Klagenfurt/AUT - Berlin 3:2 (0:1, 3:1, 0:0)