Tor für Berlin: Liam Kirk trifft zum 1:0 gegen Augsburg.
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Die Eisbären Berlin feierten am Sonntag in der PENNY DEL erst den zweiten Sieg in den vergangenen acht Partien. Gegen Augsburg setzte sich der Meister auf eigenem Eis mit 6:3. Liam Kirk eröffnete bereits nach 40 Sekunden den Torreigen. Im Schlussdrittel lagen die Eisbären 5:0 in Front, mussten aber dennoch kurzzeitig zittern, weil die Panther plötzlich dreimal trafen. Zu einer endgültigen Wende kam es aber nicht.
Die Iserlohn Roosters erkämpften sich trotz Personalsorgen beim 2:3 nach Penalty-Schießen einen Punkt in Bremerhaven. Top-Scorer Daniel Fischbuch fehlte ebenso wie Eric Cornel und Johannes Huß. Zudem schied Taro Jentzsch während der Partie nach einem Check von Alex Friesen verletzt aus. Andreas Jenike wehrte 29 Schüsse ab, konnte aber im Shootout den vierten Sieg in Serie der Pinguins nicht verhindern.
Erst der zweiten Erfolg in den vergangenen zwölf Partien gelang Schwenningen. In Frankfurt behielten die Wild Wings mit 2:1 die Oberhand. Im Gegensatz zur 6:7-Niederlage in Augsburg am Freitag zeigten sich Torhüter Joacim Eriksson und die Defensive diesmal sattelfest. Später Tore im ersten und zweiten Drittel von Alexander Karachun (in Unterzahl) sowie Sebastian Uvira bescherten den Gästen nach einem frühen Rückstand die drei Punkte.
Die höhere Effizienz und die Special Teams haben das Spitzenspiel entschieden: Die Adler Mannheim gewinnen beim EHC Red Bull München mit 4:2. Die Adler führten nach 20 Minuten – was am starken Goalie Johan Mattsson und einem guten Drittelendspurt samt Treffer John Gilmours lag. Im zweiten Drittel konterten die Adler ein Münchner Powerplay mit einem Treffer direkt nach Ablauf einer eigenen Überzahl. Kurz vor der zweiten Pause legte Nick Mattinen seinen zweiten Treffer nach. München kam durch Ryan Murphys Solo noch mal heran. Ein Empty-Net-Goal bei Vier-gegen-Sechs sorgte aber dann für klare Verhältnisse. Mannheim findet die richtige Antwort auf die Niederlage zuletzt gegen Dresden und zieht in der Tabelle an München vorbei.
Die Straubing Tigers haben den ersten Saisonsieg über den ERC Ingolstadt gelandet und ein Ausrufezeichen im Platzgerangel gesetzt. 6:3 hieß es in einer umkämpften Partie am Pulverturm. In einem zuerst wendungsreichen Derby drehte erst Ingolstadt (auch dank einem sehenswerten langen Aufbaupass Leon Hüttls) die Partie. Die Tigers um den auffälligen Danjo Leonhardt stellten im Mittelabschnitt nach einer starken Phase dann aber verdient auf 3:2. Durch zwei krumme Dinger zogen die Straubinger davon. Der ERC stemmte sich gegen seinen derzeitigen Negativlauf und warf alles nach vorne, verkürzte – und fing sich ein Empty-Net-Goal.
Ohne die Fans aus dem Sonderzug, der verspätungsbedingt umkehren musste, setzten die Kölner Haie ihren Lauf in Dresden weiter fort. Der neunte Erfolg am Stück war für die Haie früh auf den Weg gebracht. Nach elf Minuten der um 15 Minuten nach hinten verlegten Partie führte der Tabellenführer beim Schlusslicht (auch dank zweier Powerplay-Treffer) schon mit 3:0. Die Haie legten zwei Unterzahltore nach und zogen weiter und weiter davon zum Endstand von 8:1. Köln ist weiter in beeindruckender Form, Dresden dagegen konnte nicht an die Hoffnungszeichen von zuletzt anknüpfen.
Im Abendspiel zogen die Nürnberg Ice Tigers durch einen 4:2-Heimerfolg über Wolfsburg an den Grizzlys vorbei auf Platz acht – und beendeten gleichzeitig ihre Niederlagenserie nach vier Partien, während die Niedersachsen nun ihrerseits bei vier Niederlagen in Folge stehen. Nürnberg um Doppeltorschütze Samuel Dove-McFalls (18 Saisontore!) führte nach dem ersten Drittel bereits mit 3:0. Im weiteren Verlauf steigerte sich Wolfsburg deutlich, kam aber nie näher als bis auf zwei Treffer heran. Wermutstropfen für die Ice Tigers: Top-Scorer Evan Barratt kam im Schlussabschnitt verletzungsbedingt nicht mehr zum Einsatz.
Torsten Weiß/Martin Wimösterer/Stefan Wasmer