Kölns Patrick Russell jubelt nach seinem Traumtor zum 1:1.
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Am 38. Spieltag der PENNY DEL haben die Kölner Haie durch einen Last-Minute-Treffer von Verteidiger Oliwer Kaski mit 5:4 in Ingolstadt triumphiert und den elften Sieg in Serie gefeiert. Die Red Bulls München gewannen derweil das bayerische Duell in Straubing mit 6:3, während die Adler Mannheim das Derby bei den Löwen Frankfurt locker mit 6:2 für sich entschieden.
In Ingolstadt erlebten die Zuschauer ein wahres Spektakel. Beim Duell gegen Tabellenführer Köln fielen Tore am Fließband – nach 40 Minuten stand es bereits 4:4. Besonders sehenswert war dabei der Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 von Haie-Torjäger Patrick Russell, der den Puck am kurzen Pfosten volley nahm und in den Winkel schickte. Der Schlussabschnitt war an Spannung dann kaum zu überbieten. Die Haie überstanden eine vierminütige Unterzahl zunächst schadlos. Und eine Minute vor Spielende gelang Köln sogar noch der Lucky Punch. Der wiedergenesene Gregor MacLeod legte auf Oliwer Kaski ab – und der finnische Top-Verteidiger jagte die Scheibe zum 5:4 in den Winkel. Für die Domstädter war es der sage und schreibe elfte Erfolg in Serie.
Ein enges Match gab es auch im bayerischen Derby zwischen Straubing und München. Die Führung von Tigers-Angreifer Elis Hede egalisierte Münchens Taro Hirose mit einem Traumtor, als er die Scheibe im Rückwärtsfahren per Backhand in den Giebel zauberte. Nach Zuckerpass von Marcel Brandt brachte Stefan Loibl die Hausherren erneut in Front. Doch nur drei Minuten später glich Ryan Murphy aus. Mit 2:2 ging es ins Schlussdrittel. Tyler Madden traf für Straubing, dann die Red Bulls aber mit dem längeren Atem: Adam Brooks, Patrick Hager, Gabriel Fontaine und Veit Oswald drehten die Partie auf 6:3.
Die Adler Mannheim zeigten sich im Derby bei den Löwen Frankfurt abgezockt. Zach Solow, Matthias Plachta und Brendan O’Donnell mit seinem ersten Mannheimer Treffer schossen eine 3:0-Führung für die Gäste heraus. Den Anschlusstreffer von Daniel Pfaffengut konterte Kristian Reichel mit seinem 4:1 Sekunden vor der zweiten Sirene – die Vorentscheidung. Matthias Plachta legte im letzten Abschnitt noch das 5:1 nach. Solow mit seinem zweiten Treffer und Frankfurts Michael Joyaux sorgten dann für den Endstand von 2:6.
Keaton Thompson war zunächst der Mann des Abends für die Grizzlys Wolfsburg. Beim 4:3 nach Verlängerung gegen die Augsburger Panther markierte der Defender die ersten beiden Treffer. Die Gäste aus der Fuggerstadt waren im ersten Drittel durch einen abgefälschten Schuss von Top-Scorer Alex Blank noch in Führung gegangen, dann schlug Thompson doppelt zu. Augsburg jedoch im Schlussabschnitt kämpferisch: Alex Grenier stellte auf 2:2, ehe Spencer Machacek die erneute Führung der Niedersachsen besorgte. Fünf Sekunden vor dem Ende rettete Riley Damiani den Panthern dann mit dem letzten Angriff doch noch einen Zähler. In der folgenden Overtime dauerte es jedoch nur 14 Sekunden, bis Ex-Panther Matt White die Grizzlys zum Sieg schoss.
Alles im Griff hatten die Pinguins Bremerhaven beim Match gegen die Nürnberg Ice Tigers. Unbeeindruckt vom Schneechaos außerhalb der Halle gewann Fischtown mit 3:1 und hat als Sechster nun sieben Punkte Vorsprung auf die Eisbären Berlin. Rayan Bettahar, Jan Urbas und Matthew Abt trafen für die Hausherren, der Anschluss der Franken durch Brett Murray kam zu spät.
André Schall