Volle Häuser: Die Auslastung der DEL-Arenen war so gut wie noch nie.
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Die PENNY DEL und MagentaSport haben am Dienstag sehr zufriedene Hauptrundenbilanzen gezogen. Zwei Spieltage vor Ende konnten sowohl Liga als auch TV-Partner neue Rekord vermelden. Zwar kann das Oberhaus in diesem Jahr keine neue Bestmarke beim Zuschauerschnitt aufstellen, aber das war erwartet worden, da die Arena von Aufsteiger Dresden im Vergleich zum Absteiger Düsseldorf weniger als die Hälfte des Fassungsvermögen besitzt. Der Schnitt von 7.557 Besuchern ist dennoch der zweitbeste in der Liga-Geschichte. Die Auslastung von 93,2 Prozent ist dagegen ein neuer Rekord. Zum Vergleich: In der Saison zuvor lag sie bei 88,6 Prozent, in der Spielzeit davor bei 83,0 Prozent.
„Das ist schon ein brutaler Wert, der schwer auszubauen ist. Aber das ist ein Luxusproblem“, freute sich Liga-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Man habe die Tendenz der Vorjahre in dieser Saison bestätigt. Die 13 Bestandsclubs könnten sogar ein „kleines Wachstum auf höchstem Niveau“ vorweisen. „Wir sind sehr, sehr zufrieden“, sagte Tripcke und lobte die Clubs für deren Arbeit in diesem Bereich.
Herausragende Zahlen gibt es auch von MagentaSport im zehnten Jahr der DEL-Übertragungen. 25,2 Millionen Zuschauer werden die Übertragungen bis Ende der Hauptrunde gesehen haben. Das ist eine Steigerung von 21 Prozent im Vergleich zur Vorsaison, als dieser Wert nach der Hauptrunde bei 20.8 Millionen lag. Die besten Einschaltquoten gab es beim Eröffnungsspiel und beim Winter Game, jeweils Paarungen zwischen Meister Berlin und Dresden, mit 260.000 Zuschauern. „Wir sind Jahr für Jahr gewachsen und haben nun die höchste Reichweite aller Zeiten“, sagte Stefan Thelen, Leiter Sport Content bei der Telekom. Seit dem Start 2016/17 verzeichnet der TV-Partner eine Steigerungsrate von 300 Prozent.
Nach oben gingen auch die Zahlen bei Free-TV-Partner DF1. Nach Angaben der Liga sahen dort mehr als 1,26 Millionen Zuschauer Spiele aus der DEL. Der Schnitt bei den Übertragungen lag bei rund 57.000 pro Begegnung. Das sei eine Steigerung von fast 38 Prozent.
Noch offen ist, ob die Liga erstmals die Marke von 200 Millionen Euro beim Gruppenumsatz knacken kann. Das sei laut Tripcke derzeit „schwer zu sagen“ und hänge vom Verlauf der Playoffs ab. „Es macht einen Unterschied, ob Teams mit 4.000 oder 18.000 Zuschauern weit kommen und wie lange die Serien dauern. Da könnte noch viel Geld fließen und sich entscheiden, ob wir am Ende bei 201 oder 197 Millionen liegen“, sagte er.