Grizzlys-Kapitän Spencer Machacek leitete den Wolfsburger Siegtreffer ein.
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In Spiel eins der 1. Playoff-Runde in der PENNY DEL haben die Grizzlys Wolfsburg ihren Heimvorteil am Mittwochabend genutzt und die Schwenninger Wild Wings mit 3:1 bezwungen. Ein Geniestreich von Spencer Machacek sowie ein Doppelpack von Luis Schinko ebneten den Niedersachsen dabei den Weg zur Serienführung.
Die Grizzlys starteten schwungvoll in die Partie und nutzten in der fünften Minute direkt das erste Überzahlspiel zur 1:0-Führung: Luis Schinko zog aus halbrechter Position einfach mal ab und erwischte Schwenningens Goalie Joacim Eriksson im kurzen Eck. Und die Hausherren wollten mehr, aber das vermeintliche 2:0 der Niedersachsen wurde wenig später wegen eines hohen Stocks von Spencer Machacek aberkannt. Die Gäste mussten sich ihrerseits kurz schütteln, wurden dann aber von Minute zu Minute stärker. Alex Trivellato belohnte den Sturmlauf der Schwarzwälder nach 17 Minuten schließlich mit dem 1:1, als er einen starken Rückhand-Pass von Mirko Höfflin flach an Dustin Strahlmeier vorbei in die Maschen setzte. Die Schwarzwälder blieben auch danach am Drücker und hatten am Ende des ersten Abschnitts 14:4 Torschüsse verbucht.
Im zweiten Drittel Schwenningen zunächst weiter tonangebend und mit der großen Chance auf das 2:1, doch Sebastian Uvira blieb nach einem herausragenden Solo an Strahlmeier hängen. Es folgte ein genialer Moment von Grizzlys-Kapitän Machacek: Der Routinier verzögerte auf der rechten Angriffsseite geschickt und fand dann mit einem traumhaften Querpass Matt White, der die Scheibe mühelos im Tor unterbringen konnte. Die Gastgeber nun am Drücker und mit dem vermeintlichen 3:1 – Matt Choupani hatte im Slot nachgestochert und den Puck über die Linie bugsiert. Die Unparteiischen gaben den Treffer jedoch wegen einer vorangegangenen Torhüterbehinderung nicht, es blieb also beim 2:1.
Wolfsburg verteidigte im Schlussabschnitt dann clever und hatte mit Strahlmeier einen sichereren Rückhalt. Gleichzeitig lauerten die Grizzlys mit zunehmender Spielzeit verstärkt auf Konter. Und ein eben solcher brachte dann auch die Entscheidung: Jimmy Lambert legte bei einer Zwei-auf-eins-Situation mustergültig quer auf Schinko – und der ließ die Eisarena mit seinem zweiten Treffer zum 3:1 beben. Die Wild Wings zogen früh den Keeper, doch der Anschlusstreffer wollte nicht mehr fallen.
Am Freitag (19 Uhr, live bei MagentaSport) haben die Schwenninger nun die Chance, die Serie vor heimischem Publikum auszugleichen. Wolfsburg hingegen stünde bei einem Sieg im Schwarzwald bereits im Viertelfinale.
André Schall