Die Playoffs sind auch dieses Jahr wieder ein Schlagabtausch in doppelter Hinsicht – Berlins Yannick Veilleux und Straubings Adrian Klein stellten das unter Beweis.
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Zum Auftakt in die Viertelfinals der PENNY DEL gab es am Dienstagabend zwei aufregende Spiele. Während die Straubing Tigers gerade einmal 117 Sekunden brauchten, um mit 3:0 gegen die Eisbären Berlin in Führung zu gehen, kamen die Münchner im Duell mit dem ERC Ingolstadt erst spät auf den Geschmack des Toreschießens. Die Tigers gewannen am Pulvertrum mit 5:1, die Panther entführten einen 6:5-Auswärtssieg aus der bayerischen Landeshauptstadt.
Zum Auftakt der einzigen rein bayerischen Viertelfinalserie zwischen dem EHC Red Bull München und dem ERC Ingolstadt kam es zu einem absoluten Krimi. In einem eng umkämpften Spiel sicherten sich die Gäste mit einem 6:5-Auswärtssieg Spiel 1, vor allem durch ein torreiches zweites Drittel. Nachdem die Ingolstädter mit einer 1:0-Führung aus ihrer Sicht in die erste Drittelpause gingen, legten sie in den ersten zwei Minuten des zweiten Spielabschnitts nochmal doppelt nach. Vor allem Panther-Stürmer Riley Barber tauchte immer wieder gefährlich vor Antoine Bibeau im Kasten der Münchner auf, erzielte so auch den Treffer zum 0:2. Im weiteren Verlauf zeigten sich die Gäste weiter offensivstark und abgezockt. Diese Abgezocktheit fehlte den Hausherren lange, bis kurz vor Ende der Partie. Beim Stand von 3:6 aus Münchner Sicht zog Oliver David im Powerplay den Torhüter. In Überzahl kämpften sich die Münchner noch auf 5:6 heran, hatten durch Ville Pokka, der schon zum 5:6 traf, sogar noch die Chance zum Ausgleich in der buchstäblich letzten Sekunde der Partie. Am Ende retteten die Panther den Auswärtssieg über die Zeit und gingen damit in der Serie mit 1:0 in Führung.
Nicht nur Spiel 1 in der Viertelfinalserie mussten die Münchner am heutigen Abend abgeben, sondern auch einen DEL-Playoff-Rekord. Durch ihren Raketenstart in die Partie gegen die Eisbären Berlin halten die Straubing Tigers nun den Rekord für die drei schnellsten Treffer in einer Playoff-Partie. 97 Sekunden brauchte die Mannschaft von Craig Woodcroft, um mit 3:0 in Führung zu gehen. Die Gäste aus Berlin, die in den letzten Jahren häufig der Endgegner der Straubinger Playoff-Bemühungen waren, versuchten sich vergeblich in die Partie zu kämpfen, scheiterten aber vor allem an der starken Defensive der Hausherren. Im Laufe der Partie erhöhten die Tigers auf 5:0, Danjo Leonhardts Treffer zum zwischenzeitlichen 4:0 entstand nach einer sehenswerten Vorlage von Ryan Merkley, der nach einem gelungenen Vorcheck im Fallen die Übersicht bewahrte. Immerhin der Ehrentreffer war den Gästen aus Berlin an diesem Abend gegönnt, Liam Kirk traf fünf Minuten vor Ende der Partie im Powerplay zum 5:1-Endstand. Schlussendlich siegten die Tigers nach einem starken Auftritt verdient.
Hanna Füller