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Donnerstag, 30. April 2026

DEL-Finale am Donnerstag Esposito krönt das Comeback: Adler Mannheim gewinnen Spiel 4 in Berlin

Das entscheidende 4:3: Luke Esposito drückt den Puck zum Sieg der Adler Mannheim über die Linie.

Foto: City-Press

Die Adler Mannheim sind in der DEL-Finalserie gegen die Eisbären Berlin angekommen. Am Donnerstagabend hat die Mannschaft von Dallas Eakins mit dem 4:3 in der zweiten Overtime nach zuvor drei Niederlagen ihren ersten Sieg eingefahren, drehte dabei einen zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand. Nach 84 Minuten erzielte Luke Esposito den entscheidenden Treffer zum 4:3 für die Adler, verhinderte damit den vorzeitigen Titelgewinn der Eisbären und hält die Mannheimer Möglichkeiten auf die neunte Meisterschaft am Leben.

Im vierten Aufeinandertreffen hatte Berlin bereits nach 57 Sekunden die erste Chance durch Ty Ronning, auf der anderen Seite scheiterte Matthias Plachta am wieder einmal hervorragend aufgelegten Eisbären-Goalie Jonas Stettmer. In der Folge ließen beide Teams eine Powerplay-Möglichkeit liegen. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Hausherren mehr und mehr die Kontrolle, Marcel Noebels kam kurz vor der Drittelpause aber nicht Mannheims Torhüter Johan Mattson vorbei.

Im zweiten Durchgang zeigten die Berliner dann wieder ihre in den Playoffs so gefürchtete Konsequenz. Hayden Shaw saß bei den Adlern wegen Stockschlags draußen, Mitch Reinke fand in Überzahl Les Lancaster, der Mattson mit einem Schlagschuss von der blauen Linie keine Chance ließ (23.). Nur knapp fünf Minuten später gewannen die Berliner den Puck in der neutralen Zone, Liam Kirk war auf und davon, blieb vor Mattson cool und stellte auf 2:0. Dieses Ergebnis hielt Stettmer zunächst mit mehreren guten Paraden auch fest, ehe auch Mannheim im Powerplay zuschlug. Nicolas Mattinen besorgte auf Zuspiel von Plachta den Anschlusstreffer (32.).

Das Spiel im Stenogramm (1 Einträge)

 

 

Möglichkeiten, den alten Abstand wiederherzustellen, ließ Berlin ungenutzt und musste zu Beginn des Schlussabschnitts zudem einen kurzen Schock verdauen. Jonas Müller bekam den Puck unglücklich vom eigenen Körper abgefälscht ins Gesicht, blutete stark, wurde in die Kabine gebracht, kehrte aber schnell wieder auf die Bank zurück und sorgte für Jubel in der Uber-Arena. Noch mehr in Feierstimmung kam in der Halle kurz danach auf. Nach einem langen Pass von Lancaster fand Jean-Sébastien Dea Stürmer Markus Vikingstad, der Norweger vollendete aus vollem Lauf mit der Rückhand ins lange Eck zum 3:1. Erneut war es dann eine Strafe gegen die Eisbären, die Mannheim zurück ins Spiel brachte. Markus Niemeläinen bekam wegen eines hohen Stocks 2+2-Strafminuten, die letztlich zu einem Wendepunkt im Spiel wurden. Unmittelbar vor Ablauf der ersten zwei Minuten verwertete Zach Solow einen Abpraller zum 2:3, zuvor hatte John Gilmour bereits die Latte getroffen. Mannheim blieb in Überzahl, scheiterte aber immer wieder an Jonas Stettmer im Berliner Tor.

Die Adler hielten den Druck aber auch aufrecht, als die Eisbären wieder komplett waren. Leon Gawanke kam so zweimal nicht an Stettmer vorbei, verpasste den Ausgleich. Dennoch war es eine Drangphase, wie sie die Mannheimer in dieser Finalserie zuvor so kaum zu verbuchen hatten. Und die wurde kurz darauf belohnt. Kris Bennett brachte den Puck gefährlich vor das Tor, im zweiten Nachsetzen drückte Alexander Ehl die Scheibe über die Linie – das 3:3 fast genau drei Minuten vor dem Ende. Und beinahe wäre es noch besser gekommen für die Gäste. Mattinen traf sogar noch zum vermeintlichen 4:3-Siegtreffer, die Zeit war da aber schon um wenige Sekunden abgelaufen, es ging in die Verlängerung.

Dort übernahmen die Eisbären wieder das Kommando, Mattson verhinderte aber mit einer starken Parade gegen Andreas Eder den großen Berliner Meisterjubel in der dritten Minute der Verlängerung. Eric Hördler hatte Pech bei einem Schuss gegen den Pfosten, auf der anderen Seite verzog Gilmour nur knapp, Mattinen scheiterte zudem an Stettmer. Und so gab es auch nach 80 Minuten noch keine Entscheidung. In der zweiten Verlängerung jubelten schließlich die Adler. Vier Minuten waren gespielt, da stand Luke Esposito am Pfosten goldrichtig, drückte den Puck über die Linie und holte die Serie so zurück nach Mannheim. Die nächste Partie steht nun am Sonntag (16.30 Uhr) auf dem Programm, dort könnten die Adler weiter am Comeback in der Serie arbeiten.

Julian Kaiser


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Notizen

  • vor 10 Stunden
  • Stürmer Julian Chrobot muss für die weitere dritte Phase der WM-Vorbereitung passen. Grund dafür ist eine Fingerverletzung, teilt der Deutsche Eishockey-Bund mit.
  • gestern
  • Die Löwen Frankfurt aus der PENNY DEL haben mit Matthias Ott einen neuen Athletiktrainer präsentiert. Der 44-Jährige war zuletzt seit Sommer 2023 für den Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar tätig, sammelte beim EC Bad Nauheim (bis 2018) allerdings auch bereits Erfahrungen im Eishockey.
  • gestern
  • Erstmals seit 1983 wird der 16-malige Titelträger Team Canada in diesem Jahr nicht am Spengler Cup in Davos teilnehmen. Die Gastgeber und der kanadische Verband konnten sich nicht rechtzeitig auf eine Vertragsverlängerung einigen, Ziel beider Parteien sei indes eine Rückkehr in der Zukunft.
  • vor 2 Tagen
  • Der langjährige DEL-Spieler Matt Puempel, zuletzt im Dienst der Schwenninger Wild Wings, hat seinen ersten Job nach der Spielerlaufbahn ergriffen: Er wird Cheftrainer und General Manager des Juniorenteams Essex 73's in der Provincial Junior Hockey League.
  • vor 2 Tagen
  • Dominic Auger wird neuer Co-Trainer beim EC Bad Nauheim. Zuletzt sammelte der 49-Jährige erste Erfahrungen als Assistant-Coach bei denKSW IceFighters Leipzig in der Oberliga Nord.
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