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Mittwoch, 5. März 2025

Endspurt in der PENNY DEL Mitchells Dank an den Glücksbringer Niewollik, Schwächen und Hoffnungen des Trios um Platz zehn

Die Grizzlys Wolfsburg sind vor dem finalen Spieltag zurück in den Top-Ten.
Foto: City-Press

Larry Mitchell wusste, an wen er nach Duell dem Abstiegsabgrund den Dank richten wollte. Nicht an einen Spieler auf dem Eis, sondern an Marco Niewollik. Der 20-Jährige, unter der Saison per Leihe für Oberligist EC Peiting im Einsatz, hatte sich Anfang Februar schwer am Hals/Kopfbereich verletzt. Niewolliks Geschichte hat in Augsburg und speziell auch rund um den AEV viele bewegt. Der Stürmer war am Dienstag im Curt-Frenzel-Stadion, nach der Partie auch in der Kabine. „Es war überemotional, wie jeder Spieler ihn in Empfang genommen hat“, sagt Mitchell. Ehe er dem Youngster alles Gute wünschte, fügt er an: „Danke an Niewo, dass er uns so viel Glück gebracht hat.“

Das Glück hat die Panther zu einem 5:1-Erfolg über den direkten Rivalen Düsseldorfer EG geführt – dem Abstieg erst einmal entronnen. Die Panther, sie hatten sich das Glück, angeschoben vom Augsburger Hexenkessel, auch erkämpft. „Outworked“ hätten die Augsburger seine DEG, meinte Coach Steven Reinprecht. Während sich Mitchell „stolz“ zeigte, „wie wir nach schwierigen 48 Stunden wieder aufgestanden sind“, zog Reinprecht seine Lehre aus der Partie in Bayerisch Schwaben: „Unsere besten Spieler müssen unsere besten Spieler sein – das ist die Geschichte des Spiels.“

Tatsächlich ist dies bislang nur die Geschichte des Spiels und nicht der Saison. Abgerechnet wird erst nach den Spielen am Freitag, dem finalen Hauptrundenspieltag. Doch die Panther sind nach Punkten mit der DEG gleichgezogen und haben dank des Torverhältnisses nun rein nominell die bessere Ausgangslage – ein „mittelgroßer Schritt“, aber „die Reise ist noch nicht zu Ende“, meinte Mitchell. Er gab, zum Kräftetanken, seinem Team am Mittwoch frei. Die DEG braucht Schützenhilfe der Iserlohner EG neben eigenem Ertrag gegen die Grizzlys Wolfsburg.

Apropos Wolfsburg: Durch einen 5:2-Erfolg über die Straubing Tigers sind die Niedersachsen zurück auf den Playoff-Rängen. Die Löwen Frankfurt stehen nach ihrer 0:3-Niederlage in Mannheim mit dem Rücken an der Wand. Nun geht es für Frankfurt ausgerechnet beim Ex-Team des Löwen-Trainers Tom Rowe, den Ice Tigers, um die letzte Chance auf den Playoff-Einzug. Zwei Punkte (und ein schlechteres Torverhältnis) müssen die Löwen auf entweder die Schwenninger Wild Wings, Wolfsburg oder beide gutmachen, um doch noch in der K.o.-Phase zu spielen.

Problemstellen und Hoffnungsgründe der drei Anwärter: Schwenningen schwächelt derzeit am Bullypunkt, eine herbeigesehnte Rückkehr Thomas Larkins würde für defensive Stabilität und Führungsstärke sorgen. Wolfsburg hat sich in den vorigen acht Partien neun Unterzahlgegentoren gefangen (Abwehrquote: 65,38 Prozent), Hoffnung gibt Matt Whites Form – eine längere Scoringserie als er haben nur Ty Ronning und Austen Keating am Laufen. Eine tiefere Fangquote als Frankfurt (86,02 Prozent) hat seit der Februar-Pause nur Düsseldorf. Die Löwen wiederum sind das beste Auswärtsteam des Trios – und alle drei haben nun noch ein Auswärtsspiel. Rowe zum finalen Spieltag: „Schauen wir, was in Nürnberg passiert.“

Martin Wimösterer


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Notizen

  • vor 15 Stunden
  • Die Verteidiger Bastian Cramer (sechs Assists bei 41 Einsätzen) und Paul Wallek (eine Vorlagen in 14 Matches) spielen auch in der kommenden Saison 2026/27 für den Süd-Oberligisten Erding Gladiators. Angreifer Björn Salhi (drei Scorer-Punkte in 34 Partien) verlässt das Liga-Schlusslicht dagegen.
  • vor 17 Stunden
  • Die Champions Hockey League hat den Rahmenterminplan der Saison 2026/27 veröffentlicht. Sie beginnt demnach am Donnerstag, den 3. September 2026 und endet mit dem Finale am Dienstag, den 23. Februar 2027. Aus Deutschland sind bereits die Kölner Haie als DEL-Hauptrundensieger qualifiziert.
  • gestern
  • Die deutsche Nationalmannschaft hat bei den Paralympics auch das letzte Gruppenspiel verloren. Gegen Italien gab es am Dienstag ein 1:2. Die Auswahl erzielte dabei ihr erstes Tor seit den Spielen 2006. Weiter geht es am Donnerstag mit dem ersten Platzierungsspiel um Platz fünf.
  • gestern
  • Mit Mark Waldhausen (36) verlässt die Erding Gladiators. Seit 2019 stand der Deutsch-Kanadier im Team. In der vergangenen Saison kam er in 52 Spielen auf zwei Tore und elf Vorlagen. Er soll noch einen „gebührenden Abschied“ erhalten, heißt es von Seiten des Clubs.
  • gestern
  • Im ersten Playoff-Spiel gegen die Lindau Islanders zog sich Klavs Planics von den Füchsen Duisburg, der erst kürzlich sein Comeback gefeiert hatte, nach einem Zweikampf an der Bande eine schwere Verletzung zu. Für ihn ist die Saison damit vorzeitig beendet.
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