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Donnerstag, 22. Januar 2026

Vor dem 42. Spieltag der PENNY DEL Köln jagt in Schwenningen den Siegrekord, Straubing empfängt Ex-Coach Pokel, Eisbären vor Heim-Comeback

Tanner Kero (weißes Trikot) und die Kölner Haie streben bei Dominik Bittners Schwenninger Wild Wings den 15. DEL-Sieg in Serie an. Damit würden sie den Allzeitrekord der Adler Mannheim aus der Saison 2001/02 einstellen.
Foto: City-Press

Schreiben die Kölner Haie am Freitagabend DEL-Geschichte? 14 Partien am Stück haben die Domstädter seit dem 14. Dezember gewonnen, mit dem 15. Sieg würden die Haie den Allzeitrekord der Adler Mannheim (9. Dezember 2001 bis 18. Januar 2002) einstellen. Dazu braucht das Team von Trainer Kari Jalonen jedoch einen Erfolg bei den Schwenninger Wild Wings (19.30 Uhr; alle Spiele live bei MagentaSport einzeln und in der Konferenz), die ihr Formtief mit vier Siegen aus den jüngsten fünf Matches hinter sich gelassen haben und ihrerseits jeden Punkt im Rennen um die erste Playoff-Runde benötigen. Damit sich der Aufwärtstrend auch gegen den momentan härtesten Gegner der Liga fortsetzt, will Steve Walker mit seiner Mannschaft „diszipliniert agieren und von der Strafbank fernbleiben“, der Schwenninger Coach weiß indes auch: „Köln ist sehr gut gebaut und hat große, gefährliche Abschlussspieler. Auch ihr Torwart (Janne Juvonen; Anm. d. Red.) ist aktuell der heißeste der Liga. Sie spielen als Gruppe, agieren mit viel Geduld, Ruhe sowie Selbstvertrauen, und jeder ist involviert.“

Wie sehen die Haie selbst ihr Erfolgsrezept? „Defensive Stabilität und offensive Kreativität machen uns so stark“, sagt Stürmer Dominik Bokk in der aktuellen Printausgabe von Eishockey NEWS und betont darüber hinaus, dass sich die Rekordjagd noch längst nicht ihrem Ende nähern soll: „Wir wollen immer mehr und gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen.“ Gelingt den Kölnern dies auch in Schwenningen, winkt am Sonntag im Heimspiel gegen Nürnberg die alleinige DEL-Bestmarke mit dem 16. Sieg in Serie. Noch mehr imposante Haie-Zahlen gefällig? Seit dem 2. November (!) und damit seit 24 Partien hat der Spitzenreiter nicht mehr in der regulären Spielzeit verloren, vor dem 42. Spieltag beträgt der Vorsprung auf den ersten Verfolger (Mannheim) dank des Erfolgslaufs bereits 14 Zähler.

Was hat dieser 42. Spieltag neben der Kölner Rekordjagd noch zu bieten? Unter anderem ein emotionales Duell in Straubing, wo Ex-Tigers-Coach Tom Pokel erstmals mit den Löwen Frankfurt am Pulverturm gastiert und vor dem Auftaktbully für seine siebeneinhalbjährige Amtszeit (Oktober 2017 bis Februar 2025) bei den Tigers geehrt wird. „Das ist auch richtig so, er hat den Club über eine lange Zeit positiv geprägt“, sagt sein Nachfolger Craig Woodcroft, der indes vielmehr darauf fokussiert ist, mit seinem Team die Negativserie von zuletzt vier punktlosen Niederlagen zu beenden und dafür „mehr Widerstandsfähigkeit, mehr Disziplin und etwas mehr Commitment in gewissen Momenten“ von seinen Schützlingen fordert. Auf der anderen Seite stecken die seit dem 2. Januar sieglosen und als Vorletzter aktuell im tabellarischen Niemandsland rangierenden Löwen noch tiefer in der Krise, in Straubing sind die Hessen darüber hinaus seit schon acht Matches ohne Erfolg.

Die fünftplatzierten Tigers dürfen unterdessen unabhängig von ihren eigenen Ambitionen gegen Frankfurt darauf hoffen, dass die Verfolger aus Bremerhaven und Berlin nicht ohne Weiteres näherrücken werden – beide haben mit einer Auswärtsaufgabe in München (Bremerhaven) beziehungsweise einem Heimspiel gegen Ingolstadt (Berlin) Spitzenteams vor der Brust. Die Eisbären, mit zwei Zählern Rückstand auf die Fischtown Pinguins derzeit Tabellensiebter und damit die erste nicht direkt für das Viertelfinal qualifizierte Mannschaft, müssen dabei und auch im übrigen Saisonverlauf auf Angreifer Blaine Byron verzichten, freuen sich gleichzeitig aber auf das erste Heimspiel seit dem 4. Januar, nachdem die Uber Arena in den vergangenen Wochen unter anderem wegen des Gastspiels der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA belegt war. „Wir wollen unseren Heimvorteil und die Energie unserer Fans nutzen“, sagt Eisbären-Trainer Serge Aubin dementsprechend, warnt aber auch vor den zuletzt formstabilisierten Schanzern (drei Siege hintereinander): „Die Panther sind unglaublich offensivstark und konnten in unseren letzten beiden Duellen die Oberhand behalten.Die Disziplin wird ein wichtiger Faktor sein, das Ingolstädter Powerplay ist sehr gut.“

Stefan Wasmer

Die Spiele im Überblick mit den Quoten von INTERWETTEN.DE


Spiel am 22.01.2025

19.30 Mannheim - Wolfsburg 1.60|4.70|4.50

 

Spiele am 23.01.2025

19.30 Straubing - Frankfurt 1.40|5.50|6.25
19.30 Schwenningen - Köln 3.20|4.30|1.90
19.30 München - Bremerhaven 1.75|4.30|3.70
19.30 Dresden - Iserlohn 2.55|4.00|2.30
19.30 Berlin - Ingolstadt 2.20|4.10|2.65
19.30 Nürnberg - Augsburg 1.73|4.40|3.80

(Stand: 22.01.2026, 17 Uhr)

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Notizen

  • vor 5 Stunden
  • Die Löwen Frankfurt aus der PENNY DEL haben mit Matthias Ott einen neuen Athletiktrainer präsentiert. Der 44-Jährige war zuletzt seit Sommer 2023 für den Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar tätig, sammelte beim EC Bad Nauheim (bis 2018) allerdings auch bereits Erfahrungen im Eishockey.
  • vor 5 Stunden
  • Erstmals seit 1983 wird der 16-malige Titelträger Team Canada in diesem Jahr nicht am Spengler Cup in Davos teilnehmen. Die Gastgeber und der kanadische Verband konnten sich nicht rechtzeitig auf eine Vertragsverlängerung einigen, Ziel beider Parteien sei indes eine Rückkehr in der Zukunft.
  • gestern
  • Der langjährige DEL-Spieler Matt Puempel, zuletzt im Dienst der Schwenninger Wild Wings, hat seinen ersten Job nach der Spielerlaufbahn ergriffen: Er wird Cheftrainer und General Manager des Juniorenteams Essex 73's in der Provincial Junior Hockey League.
  • gestern
  • Dominic Auger wird neuer Co-Trainer beim EC Bad Nauheim. Zuletzt sammelte der 49-Jährige erste Erfahrungen als Assistant-Coach bei denKSW IceFighters Leipzig in der Oberliga Nord.
  • vor 2 Tagen
  • Das Trainerteam der Grizzlys Wolfsburg (PENNY DEL) steht: Mit Tyler Dietrich (zuletzt Fehervar/ICE HL) haben die Niedersachsen einen zweiten Co-Trainer verpflichtet, der einen Zweijahresvertrag bis 2028 unterschrieben hat.
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