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Samstag, 27. April 2019

„Jetzt können wir die Sau rauslassen“ Adler Mannheim nach siebtem DEL-Titel im Siegesrausch – Verabschiedung mit Stil für Münchens Michael Wolf

<p>Der Schütze des entscheidenden Tores kann es in dieser Szene wohl immer noch nicht so richtig fassen: Thomas Larkin nach Spielschluss auf dem Eis.<br/>Foto: City-Press<br/></p>

Der Schütze des entscheidenden Tores kann es in dieser Szene wohl immer noch nicht so richtig fassen: Thomas Larkin nach Spielschluss auf dem Eis.
Foto: City-Press

Die Adler Mannheim haben sich nach einem 5:4 (2:0, 2:2, 0:2, 1:0) nach Verlängerung in Spiel 5 gegen den EHC Red Bull München zum Deutschen Meister gekrönt. Verteidiger Thomas Larkin avancierte mit seinem Siegtreffer in der 74. Spielminute zum Helden aufseiten der Kurpfälzer, nachdem München nach einem 0:3 und 1:4 zurückgekommen war und die Overtime erzwungen hatte. Am Schluss aber jubelten die Adler über den ersten Titel seit 2015 und die achte Meisterschaft insgesamt, sieben davon zu DEL-Zeiten. Damit sind sie nun mit den Eisbären Berlin als Rekordhalter gleichgezogen.

"Es gibt im Moment kein besseres Gefühl. Es war eine Bilderbuchsaison, die wir gespielt haben. Das ist einfach ein Traum, dass wir hier den Titel holen konnten, in so einem dramatischen Spiel", sagte Adler-Hauptgesellschafter Daniel Hopp. In Richtung Trainer Pavel Gross merkte er an: "Wir haben als Team gewonnen, die Mannschaft mit dem Coaching Staff. Aber natürlich ist der Coach der Schlüssel dazu. Riesen Akribie an den Tag gelegt, er hat einen unglaublich tollen Job gemacht mit seinem Team zusammen. Ich freue mich auch für ihn unglaublich, dass es jetzt geklappt hat, den Titel zu holen."

Der Angesprochene selbst, der sich nach drei verlorenen Finals mit Wolfsburg (2011, 2016, 2017) nun in seinem ersten Jahr als Trainer in Mannheim endlich seinen ersten Meistertitel hinter der Bande sichern konnte, sagte nach Spielschluss: "Es ist einfach der Traum eines jeden Trainers, irgendwann mal was zu gewinnen, wenn du den Job machst." Der Deutsch-Tscheche, schon als Spieler dreimal Titelträger mit den Quadratestädtern (1997-99), ließ auch Dankbarkeit mit einfließen: "Ich habe die Chance gehabt, mit Pelle (Assistenztrainer Mike Pellegrims; Anm. d. Red.) hierher zu kommen, zu einer guten Organisation und einer guten Mannschaft. Das haben wir wahrgenommen. Vielen Dank für die Chance."

Sein Gegenüber Don Jackson musste dagegen nach elf hintereinander gewonnenen Playoff-Serien die Niederlage hinnehmen. Der DEL-Trainer des Jahres aber zeigte sich als fairer Verlierer: "Wir gratulieren den Mannheimern zur Meisterschaft. Sie haben eine fantastische Saison gespielt." Zudem zeigte er sich stolz auf seine Jungs: "Das Comeback war stark - und ich bin stolz darauf, beim letzten Spiel von Michael Wolf dabei gewesen zu sein."

Mit dem Titelgewinn der Adler endete nämlich auch die bemerkenswerte Karriere von Münchens Stürmer Michael Wolf, der als DEL-Rekordtorjäger seine Schlittschuhe an den berühmten Nagel hängt - das Abtreten des Ausnahmestürmers ging selbst in den ganzen Jubelstürmen bei denen, die es mit den Adlern hielten, nicht unter. Bemerkenswert dabei die Huldigung aller 13.600 Anwesenden im Stadion, als Wolfs Leistungen noch vor der Pokalübergabe mit herzlichen Worten und Standing Ovations gewürdigt wurden. Das war ihm "fast unangenehm", wie der 208-malige Nationalspieler zugab. "Aber vielen Dank dafür, das war nicht selbstverständlich und für mich sehr emotional", zeigte sich Wolf, der künftig das elterliche Schuhgeschäft in seiner Heimstadt Füssen übernehmen wird, bodenständig.

Ein ehemaliger Nationalmannschaftskamerad Wolfs, Marcel Goc, zog danach sein Fazit aus dem letztlich entscheidenden Spiel 5 und der gesamten Saison: "München hat wirklich stark gespielt, deshalb standen die seit drei Jahren vorne. Wir waren zwischendurch zu sicher und zu passiv, aber am Ende haben wir es verdient. Wir haben einen langen Weg hinter uns, es lief nicht immer so, wie wir uns das vorgestellt haben. Jetzt bin ich sehr stolz auf die Jungs. Hauptsache, wir haben das Spiel gewonnen." Zum 5:4-Siegtreffer, an dem er maßgeblich beteiligt war, sagte der Routinier: "Ich weiß gar nicht, wie das Tor passiert ist. Aber das ist mir auch egal, wir haben gewonnen. Jetzt können wir die Sau rauslassen."

"Besser geht es nicht. Ich bin einfach unheimlich stolz auf die Jungs. Mir fehlen die Worte, was wir für eine Leistung gebracht haben dieses Jahr", kommentierte Mannheims Stürmer David Wolf den Triumph - und Playoff-MVP Dennis Endras sagte mit Blick auf die Feierlichkeiten: "Wir haben so viel investiert. Jetzt werden wir es genießen."

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Kurznachrichtenticker

  • vor 15 Stunden
  • Mit dem 20-jährigen Peter Spornberger steht der fünfte Verteidiger im Kader des EHC Freiburg fest. Er kommt von der U20 des Kölner EC. Der italienische Nachwuchsnationalspieler, der auch vier Spiele in der A-Nationalmannschaft vorzuweisen hat, wird noch vor der Saison einen deutschen Pass erhalten.
  • vor 18 Stunden
  • Verteidiger Andrew MacDonald (32), dessen Kontrakt mit bisher durschnittlich fünf Millionen US-Dollar zu Buche schlug, ist von den Philadelphia Flyers auf die Waiver-Liste gesetzt worden, um seinen Vertrag mit noch einem Jahr Laufzeit aufzulösen.
  • vor 18 Stunden
  • Die Los Angeles Kings haben den jährlich sieben Millionen US-Dollar schweren Vertrag mit Verteidiger-Routinier Dion Phaneuf vorzeitig beendet. Der Kontrakt wäre noch zwei Spielzeiten gelaufen. Der 34-Jährige kam 2018/19 in 67 Partien auf lediglich einen Treffer und fünf Vorlagen.
  • gestern
  • Verteidiger Stefan Rott bleibt dem EV Füssen auch nach dem Aufstieg in die Oberliga Süd erhalten. Der 30-Jährige steuerte zur Meisterschaft und der damit verbundenen Rückkehr in die Drittklassigkeit in 48 Partien 19 Torvorlagen bei.
  • vor 2 Tagen
  • Stürmer Jordan Eberle (29) hat einen neuen Fünfjahresvertrag bei den New York Islanders unterschrieben und verdient jährlich 5,5 Mio. US-Dollar. Während er in der Hauptrunde mit 19 Toren und 18 Assists in 78 Partien enttäuschte, war er mit neun Punkten in acht Playoff-Spielen bester Isles-Scorer.

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