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Freitag, 24. September 2021

6. Spieltag in der PENNY DEL München wieder Tabellenführer, Wolfsburg revanchiert sich in Berlin, Bietigheim holt ersten Auswärtssieg, Shutout für Brückmann

Große Freude bei den Bietigheim Steelers: Der Aufsteiger gewann in Köln mit 4:3 nach Penalty-Schießen und holte damit den ersten Auswärtssieg in der PENNY DEL.
Foto: imago images/Eibner

Volles Programm am Freitagabend, erneut standen sechs Partien an. Wolfsburg nahm mit einem 3:2-Erfolg nach Overtime erfolgreich (eine kleine) Revanche an den Eisbären für die verlorene Finalserie in der letzten Saison. Die Niedersachsen fielen aber auf Rang zwei zurück, weil Red Bull München seine Hausaufgaben gegen Düsseldorf erledigte (5:3). Augsburg feierte einen 6:4-Derbysieg gegen Straubing, Mannheim siegte knapp 1:0 gegen Bremerhaven. Große Freude in Bietigheim und Schwenningen: Die Steelers holten mit 4:3 im Shootout in Köln ihren ersten Auswärtssieg in der PENNY DEL, die Wild Wings entdeckten auf einmal das Toreschießen und fegten Nürnberg mit 8:3 vom Eis.

Die Finalauflage des Vorjahres ging munter los, die Gäste aus Niedersachsen legten vor. Dabei stand ein Ex-Eisbär im Fokus: Thomas Reichel traf zum ersten Mal in der PENNY DEL. Anthony Rech erhöhte wenig später für die Grizzlys (9.), ehe Leo Pföderl die Eisbären auf die Anzeigetafel brachte (12.). Danach standen die Goalies im Blickpunkt, sowohl Mathias Niederberger als auch Dustin Strahlmeier hielten stark. In einem Duell auf Augenhöhe schickte Yannick Veilleux die Begegnung in die Overtime (54.). Was am Schluss auch gerecht war. In der 64. Minute schlug aber Trevor Mingoia für Wolfsburg in Überzahl zu. Der amtierende Meister fing sich damit schon die dritte Heimpleite, der Vizemeister ist jetzt Zweiter.

In München war das zweite „Wiesn“-Spiel angesagt und die heimischen Red Bulls starteten entsprechend. Trevor Parkes, der sich die letzten beiden Jahre die Torjägerkrone holte, markierte in der fünften Minute seinen ersten Saisontreffer. Zach Redmond legte in der 12. Minute in Überzahl nach. Die DEG spielte zwar munter mit, München war aber effizient. Das setzte sich auch in Drittel zwei fort, das Überzahlspiel der Gastgeber funktionierte prima. Unter anderem schnürte Redmond einen Doppelpack. Der Verteidiger steht schon bei insgesamt fünf Treffern. Düsseldorf ließ sich aber nicht abschütteln und blieb dran. Im Schlussdrittel wanderte Jerry D´Amigo in die Kühlbox, was Yannic Seidenberg bestrafte. Und das sollte am Ende auch reichen. München ist nun wieder Tabellenführer.

 

Die Spiele im Stenogramm (6 Einträge)

 

 

Die weiterhin dezimierten Adler Mannheim erwischten gegen Bremerhaven ein besseres Eröffnungsdrittel als noch wenige Tage zuvor gegen Krefeld. Tore sollten aber noch keine fallen, die Hausherren machten aber Druck. In der 27.Minute war es dann soweit, Lean Bergmann netzte in Überzahl ein. Die Pinguins waren insgesamt ungefährlich, Mannheim verteidigte aber auch gut. Kurz vor dem Ende hatte Bremerhaven nochmal die Möglichkeit im Powerplay, aber Felix Brückmann ließ nichts mehr zu und verdiente sich sein Shutout. Damit stand der vierte Sieg in Folge für die Adler und die erste Auswärtspleite der Seestädter.

In Augsburg war wieder Derbyzeit, die Straubing Tigers waren zu Gast. Beflügelt vom ersten Saisonsieg gegen Bietigheim, starteten die Panther schwungvoll. Chad Nehring belohnte seine Mannschaft mit der Führung, Brad McClure konnte diese ausbauen (8./13.). Die Tigers, die zwei Spiele in Serie verloren, brauchten etwas Zeit. Aber Travis St. Denis verkürzte kurz vor der ersten Pause, Joshua Samanski glich nach 27 Minuten sogar aus. Danach ging es hin und her. Erneut St. Denis sorgte im Powerplay für die erste Gäste-Führung des Abends. Aber in den letzten 20 Minuten spielte sich Augsburg in einen Rausch und drehte die Partie erneut. Wieder Nehring machte in der 59. Minute alles klar. Schon die dritte Niederlage in Folge für die Niederbayern.

Für Steelers-Goalie Cody Brenner ging sein Debüt in der PENNY DEL bescheiden los. Haie-Stürmer Sebastian Uvira traf bereits nach 57 Sekunden. Geschockt war der Aufsteiger aber nicht, Bietigheim spielte beherzt weiter. Umso ärgerlicher, dass Landon Ferraro für Köln erhöhte (11.). Das mussten die Gäste erstmal schlucken und das taten sie. Alex Preibisch traf in der 20. Minute zum Anschluss. Was sich zu Beginn andeutete, verfestigte sich im Mittelabschnitt. Die Steelers hatten Oberwasser und drehten die Partie durch Daniel Weiß und Norman Hauner (34./36.). Die Ansprache von Uwe Krupp fruchtete offensichtlich, Maximilian Kammerer glich aus (46.). Bietigheim verteidigte jetzt den einen Zähler und kam bis ins Penalty-Schießen. Hier sorgte Brandon Ranford für den umjubelten Extrapunkt und den ersten Steelers-Auswärtssieg im Oberhaus. Die Domstädter gingen erstmals in dieser Spielzeit zu Hause als Verlierer vom Eis.

Durchatmen auch bei den Schwenninger Wild Wings, die gegen Nürnberg den ersten Sieg in dieser Saison feierten. Dabei ging Nürnberg durch Blake Parlett (10.) in Front, aber in Drittel zwei drehten die Schwäne auf. Max Görtz stellte nach einer halben Stunde auf 1:1, danach traf Schwenningen dreifach im Powerplay. Zuvor erzielten die Wild Wings erst sechs Tore in fünf Spielen. Vielleicht ist damit der Knoten geplatzt. Und tatsächlich, auch im letzten Abschnitt erzielte das Sundblad-Team vier Tore. Ken Andre Olimb holte drei Scorer-Punkte. Damit leuchtet die rote Laterne nun in Nürnberg.

Tony Poland


Kurznachrichtenticker

  • vor 2 Stunden
  • DEL2-Club Crimmitschau erhält zum heutigen Auswärtsderby bei den Lausitzer Füchsen Unterstützung von Kooperationspartner Bremerhaven aus der PENNY DEL. Stürmer Tim Lutz (21) und Verteidiger Simon Stowasser (19) haben von den Fischtown Pinguins eine Förderlizenz für die Eispiraten bekommen.
  • vor 3 Stunden
  • Kurzfristige Spielabsage in der Oberliga Nord: Die für Freitagabend geplante Partie zwischen dem Herforder EV und dem Herner EV wurde wegen „eines kurzfristig nicht reparablen Defektes an der Eismaschine“ abgesagt und verschoben (neuer Termin steht noch nicht fest).
  • vor 4 Stunden
  • Aufgrund einer schweren Knieverletzung ist für Angreifer Viktor Beck (33) von den Hammer Eisbären die Saison 2021/22 bereits beendet. Noch mindestens bis Dezember muss der Nord-Oberligist zudem aufgrund einer Schulterverletzung auf Verteidiger Maximilian Otte (22) verzichten.
  • vor 7 Stunden
  • In der Bayernliga kommt es am Wochenende zu zwei weiteren Spielabsagen. Wegen eines Corona-Verdachtsfalles müssen die Spiele des EHC Waldkraiburg beim ESC Geretsried und gegen den ESC Dorfen verschoben werden.
  • vor 8 Stunden
  • Die Ravensburg Towerstars aus der DEL2 müssen bis auf Weiteres auf Verteidiger Kilian Keller verzichten. Der 28-Jährige bat die Clubführung aus persönlichen Gründen um eine Pause.
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