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Donnerstag, 20. August 2020

Müller und Reimer als Vorsitzende Spielervereinigung SVE offiziell gegründet: Spieler wollen mit einer Stimme sprechen und mithelfen, dass baldiger Spielbetrieb möglich ist

Die beiden Vorsitzenden der neuen Spielergewerkschaft SVE im direkten Duell: Moritz Müller (links) und Patrick Reimer

Foto: imago images/Zink (Archivfoto)

Nun ist es offiziell: 94 Tage, nachdem am 17. Mai erstmal bekannt wurde, dass unter Federführung von Moritz Müller und Patrick Reimer eine Spielergewerkschaft gegründet werden soll, hat sich am Mittwochabend die neue Spielervereinigung konstituiert. Diese trägt den Namen SVE (Spielervereinigung Eishockey) wie Moritz Müller am Donnerstagmorgen gegenüber Eishockey NEWS erklärte.

Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben Müller (1. Vorsitzender, Köln) und Patrick Reimer (2. Vorsitzender, Nürnberg) auch Oliver Mebus (Nürnberg, Schatzmeister), Alexander Barta, Marco Nowak (beide Düsseldorf), Korbinian Holzer (Nashville/NHL), Marcus Kink (inaktiv/Mannheim) und der Bietigheimer Arzt Dr. Boris Brand. Die Vereinigung plant allerdings, noch einen Geschäftsführer einzustellen. Es wurden bereits Gespräche mit einem langjährigen Spieler geführt, sagte Müller.

Auch eine Satzung wurde bereits aufgestellt, diese müsse allerdings noch notariell beglaubigt werden. Auch der Eintrag ins Vereinsregister folgt noch. „Unser Ziel ist es, das deutsche Eishockey zu stärken. Wir Spieler konnten bisher nicht mit einer Stimme sprechen, Hauptzweck der Gewerkschaft ist einheitlich für die Akteure und das Produkt Eishockey zu sprechen“, sagte Müller. Die Satzung und die Ziele seien sehr umfangreich. „Wir wollen den Spielern eine Stimme geben – allerdings nicht in einer Form der Opposition, sondern als Koalition.“ Förderung des Nachwuchses, ein Ärztenetzwerk oder eine Beratungshotline in Rechtsfragen wolle man in Zukunft anbieten. Pro Jahr sollen von jedem Spieler 120 Euro Beitrag erhoben werden.

Mitte Mai war das Thema erstmals öffentlich geworden, auch als Reaktion auf den 75/25-Gehaltsverzicht in der Liga, der zu einem Diskussionsthema wurde – vor allem, weil die Unterschrift der Profis an die Lizenzierung gekoppelt war. „Man muss ehrlich sein“, sagt Müller. „Dieses Thema hat uns alle vereint. Die Art und Weise der Kommunikation damals war nicht gut. Aber wir wollen keine Corona-Interessensgemeinschaft sein. Wir wollen dem deutschen Eishockey in jeder Situation helfen, wollen aber auch gefragt werden. Wir verzichten derzeit alle auf Geld und unser gemeinsames Ziel muss sein, dass die DEL und das deutsche Eishockey bald wieder spielen. Ansonsten nimmt die Sportart einen enormen Schaden.“

Allerdings bremst Müller noch etwas die Erwartungen. „Das Ganze nimmt jetzt erst Fahrt auf. Wir sind zwar jetzt gegründet, aber wir müssen noch ein paar Schritte machen, bis wir richtig loslegen können.“ Dazu zählt er vor allem die Einstellung des Geschäftsführers zur Betreuung der Spieler. Zudem fehlen noch Internetpräsenz und Logo.

Michael Bauer


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Notizen

  • vor 11 Stunden
  • Die Rostock Piranhas haben den Vertrag mit ihrem bereits seit Anfang Februar beurlaubten Ex-Coach Lenny Soccio (58) nun „im gegenseitigen Einvernehmen" aufgelöst. Der deutsche Ex-Nationalstürmer hatte den Nord-Oberligisten mehr als drei Jahre lang trainiert.
  • vor 16 Stunden
  • Tom Geischeimer von den Hammer Eisbären wurde für sechs Spiele gesperrt und erhält zudem eine Geldstrafe. Geischeimer hatte im ersten Playoff-Spiel der Eisbären gegen die Tölzer Löwen am vergangenen Sonntag seinen Gegenspieler mit einem harten Check gegen den Kopf- und Nackenbereich getroffen.
  • gestern
  • Die Grizzlys Wolfsburg haben den Vertrag mit Co-Trainer Heiko Vogler um zwei Jahre bis 2028 verlängert.
  • gestern
  • Tim Stützle hat auch im 14. Spiel in Folge gepunktet und in dieser Zeit acht Tore und elf Vorlagen erzielt. In der Nacht auf Donnerstag verlor er mit Ottawa mit 2:3 gegen Montreal. Er steuerte zwei Vorlagen bei und erreichte die Marke von 70 Punkten.
  • vor 2 Tagen
  • Die Verteidiger Bastian Cramer (sechs Assists bei 41 Einsätzen) und Paul Wallek (eine Vorlagen in 14 Matches) spielen auch in der kommenden Saison 2026/27 für den Süd-Oberligisten Erding Gladiators. Angreifer Björn Salhi (drei Scorer-Punkte in 34 Partien) verlässt das Liga-Schlusslicht dagegen.
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