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Samstag, 27. Dezember 2025

Vor dem 33. DEL-Spieltag Überzahlformationen schießen im Dezember scharf, Daniel Pietta übernimmt Lüdemann-Rekord

Mannheims Anthony Greco ist mit sechs Powerplaypunkten der zweitbeste Überzahlspieler des Monats. Lediglich Teamkollege Justin Schütz liefert noch verlässlicher.
Foto: City-Press

Der Dezember in der PENNY DEL – er war bisher ein Überzahl-Festival. Knapp jedes vierte Tor entstand im laufenden Monat bei Mannvorteil, in knapp jeder vierten Überzahl schlugen die Powerplayformationen zu (86 Tore). Die Unterzahlformationen waren speziell vor Weihnachten in Geberlaune – nur zwei der 14 Teams erreichten die als passabel angesehene Verteidigungsquote von 80 Prozent.

Besonders heiß gelaufen sind die Adler Mannheim mit 14 Überzahltoren in 31 Situationen. Am Sonntag treffen sie im Rahmen des 33. Spieltags wieder auf die Augsburger Panther, denen sie am 7. Dezember in drei Powerplays drei Treffer verpassten. In zwei Saisonvergleichen musste Augsburg bereits situationsübergreifend 13 Gegentreffer der Adler einstecken. Mit einem Sieg könnte Bill Peters Mannschaft allerdings theoretisch auf einen Playoffplatz springen – ein besonderer Anreiz ist also da.

Dazu müsste allerdings zugleich die Niederlagenserie der Schwenninger Wild Wings auch am Sonntag anhalten und auf neun Pleiten am Stück anwachsen. Während der Negativserie schossen die Spink-Zwillinge & Co. lediglich zehn Tore – auch, weil das Powerplay erkaltet ist (nur ein Überzahltor in den vorigen fünf Partien). Die Wild Wings treten beim neuen Tabellenführer an, den defensivstarken Kölner Haien um Star-Torhüter Janne Juvonen.

Wie das geht, so eine lange Niederlagenserie im Hause des großen Favoriten abzuschütteln, das machten den Schwenningern am Freitag die Löwen Frankfurt vor. Nach neun Niederlagen hintereinander gewannen sie beim zuvor so formstarken EHC Red Bull München. Trainer Tom Pokel: „Ein Sieg für uns war lange überfällig.“ Er lobte die harte Arbeit seiner Mannschaft und das besser werdende Powerplay. Stürmer Matthew Wedman muss nun aber zuschauen - die PENNY DEL sperrte ihn nach einem Bandencheck für eine Partie.

Für die Löwen heißt es nun nachlegen – bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven. Alexander Sulzers Mannschaft drängt zurück auf die Top-Sechs-Plätze, erzielte zuletzt aber nur sehr inkonstante Ergebnisse. Gerade zuhause (Platz neun in der Heimtabelle) herrscht Steigerungsbedarf. Dann könnte der Sprung vorbei am punktgleichen Meister Eisbären Berlin gelingen. Den Hauptstädtern macht eine Niederlagenserie zu schaffen, die bereits vier Spiele anhält. Immerhin hat sich das bislang dürftige Powerplay zuletzt gesteigert. Gegen die Nürnberg Ice Tigers, Sonntagsgegner der Berliner, fuhr Serge Aubins Mannschaft zuletzt elf Siege in Folge ein. Marco Nowak wird im Rahmen der Partie offiziell verabschiedet (er wechselt ins Management).

Ein weiterer großer Profiteur zuletzt ihrer Special Teams: die Grizzlys Wolfsburg. In den zurückliegenden fünf Saisonbegegnungen besitzen sie neben dem besten Powerplay (mehr als jedes dritte führt zum Tor) auch das beste Unterzahlspiel (ohne Gegentor). So verschaffte sich Mike Stewarts Truppe etwas Abstand zu den Nicht-Playoffplätzen. Nach drei Siegen in Folge geht es nun für das Duell der Autostädte zum ERC Ingolstadt. Panther-Stürmer Daniel Pietta übernimmt dann einen DEL-Rekord (meiste Hauptrundenspiele), aktuell liegt er mit 1.016 Partien noch gleichauf mit Mirko Lüdemann.

Zudem drängen die Kellerkinder neben Frankfurt auf den nächsten Sieg nach dem am Freitag: Die Dresdner Eislöwen empfangen den EHC Red Bull München. Dessen Angreifer Yasin Ehliz sagt nach dem Stolpern gegen Frankfurt: „Unser Ziel ist es, sofort eine Reaktion zu zeigen.“ Von den sechs Verletzten ist laut EHC-Trainer Oliver David gegen Dresden noch niemand zurück zu erwarten. Die Iserlohn Roosters sind, last but not least, bei den Straubing Tigers zu Gast. Die Niederbayern sind das drittbeste Team des laufenden Monats – und das mit dem zweitschlechtesten Powerplay (13 Prozent). Erfolg geht also auch bei Fünf-gegen-Fünf.

Martin Wimösterer

Die Spiele im Überblick mit den Quoten von INTERWETTEN.DE

14:00 Berlin - Nürnberg 1.80|4.30|3.55
14:00 Dresden - München 6.50|5.50|1.37
16:30 Bremerhaven - Frankfurt 1.47|5.00|5.50
16:30 Köln - Schwenningen 1.63|4.60|4.20
16:30 Straubing - Iserlohn 1.55|4.70|4.60
16:30 Ingolstadt - Wolfsburg 1.67|4.50|3.95
19:00 Augsburg - Mannheim 4.10|4.60|1.63

 

(Stand: 27.12.2025, 16.30 Uhr)

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Notizen

  • vor 17 Stunden
  • Wegen einer Oberkörperverletzung wird Verteidiger Tim Bender den Kassel noch vier Wochen fehlen. Entwarnung gibt es bei Philipp Maurer. Der Torhüter, der am Sonntag wegen einer Oberkörperverletzung in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, hat dieses wieder verlassen und ist auf dem Weg der Besserung.
  • vor 21 Stunden
  • Angreifer Dennis Miller bleibt beim Süd-Oberligisten Erding Gladiators. Der 26-Jährige hat seinen Tryout beim Aufsteiger damit bestanden. In 15 Partien für die Gladiators sammelte er bislang drei Tore und vier Assists.
  • gestern
  • Dänemark hat am Mittwoch den Olympia-Kader bekanntgegeben. Mit dabei sind auch fünf Vertreter aus der PENNY DEL: Neben Kölns Frederik Storm und Patrick Russell stellen die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit Phillip Bruggisser, Nicholas B. Jensen und Christian Wejse gleich drei Akteure im Aufgebot.
  • gestern
  • Zwei weitere Ausfälle beim ESV Kaufbeuren: John Rogl hat sich beim Comeback am Sonntag in Weiden erneut verletzt und wird voraussichtlich acht Wochen fehlen, Jonny Tychonick, der kurz vor der Rückkehr stand, fehlt nun weitere vier Wochen.
  • vor 5 Tagen
  • Die NHL am Freitag: St. Louis - Las Vegas 4:3, Florida - New York Rangers 1:5 (Winter Classic), Vancouver - Seattle 3:4 n.P. (Philipp Grubauer für die Kraken nicht im Einsatz), Anaheim - Minnesota 2:5 (drittes Saisontor von Nico Sturm für die Wild). Mehr zum Winter Classic:
  • [mehr]
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