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Mittwoch, 4. März 2026

48. DEL-Spieltag am Mittwoch Straubing springt auf Platz zwei, weil Mannheim einen Derbypunkt liegen lässt – Ingolstadt verliert an Boden

Ungewohntes Bild: Die Grizzlys Wolfsburg – ganz in blau – siegten beim Trainerdebüt von Tyler Haskins mit 4:1 gegen Ingolstadt.
Foto: City-Press

Im eng gestaffelten Verfolgerquartett von DEL-Hauptrunden-Meister Köln haben die Straubing Tigers am Mittwochabend die Pole-Position übernommen. Am 48. Spieltag der PENNY DEL siegten die Niederbayern in Bremerhaven mit 3:1, während Mannheim im Derby gegen Frankfurt (4:3 nach Verlängerung) einen Punkt liegen ließ. Auch München musste einen Zähler am Seilersee in Iserlohn zurücklassen, Ingolstadt ging sogar komplett leer aus. Im Kampf um Platz sechs fuhr Berlin drei eingeplante, aber nicht minder wichtige Punkte in Dresden ein. Schwenningen machte mit einem 5:2-Sieg in Nürnberg einen Riesen-Schritt in Richtung 1. Playoff-Runde.

Tyler Madden führte die Straubing Tigers mit einem Doppelpack zum 3:1-Sieg in Bremerhaven – für die Niederbayern der vierte Dreier nach der Olympia-Pause und der siebte (!) Sieg mit maximaler Ausbeute in Folge. Spielentscheidend war an der Nordsee das starke Unterzahlspiel der Gäste, die auch eine Fünf-Minuten-Strafe gegen Zac Leslie unbeschadet überstanden und so in allen vier Saisonvergleichen mit Bremerhaven kein einziges Tor in Unterzahl kassierten. Im Bremerhavener Powerplay wurde der verletzte Jan Urbas an allen Ecken und Enden vermisst. „Wir haben von Anfang an nicht genügend Zweikämpfe gewonnen“, rechnete ein sichtlich angefressener Bremerhavener Coach Alexander Sulzer nach der Partie am Mikrofon von MagentaSport mit seiner Mannschaft ab. Die Iserlohn Roosters erkämpften sich mit einem engagierten Auftritt gegen München einen Zähler. Die Red Bulls drehten erst einen 0:2-Rückstand, brachten dann aber einen 3:2-Vorsprung nicht über die Zeit. In der Overtime sorgte Adam Brooks dann jedoch schon nach 47 Sekunden für die Entscheidung zugunsten der Gäste aus München.

Im Duell der Tabellennachbarn feierten die Schwenninger Wild Wings einen deutlichen 5:2-Auswärtssieg beim direkten Verfolger aus Nürnberg. Nun haben die Wild Wings auf Platz neun vier Punkte Vorsprung auf die Franken (Zehnter) – und weiter nur zwei Zähler Rückstand auf Wolfsburg (Achter). Die Grizzlys feierten beim Debüt von Tyler Haskins als Cheftrainer, der die Nachfolge von Mike Stewart erfolgreich angetreten hat, einen 4:1-Heimsieg gegen den ERC Ingolstadt. Die Panther aus Oberbayern haben nun schon vier Zähler Rückstand auf München (Platz vier) und drohen im Saisonendspurt nach lange Zeit überragender Hauptrunde sogar noch das Heimrecht im Viertelfinale der Playoffs zu verspielen.

Die Spiele in der Statistik: (7 Einträge)

 


Einen ungefährdeten Heimsieg fuhr Hauptrunden-Meister Köln am Mittwochabend gegen die elfplatzierten Augsburger Panther ein. Schon nach 40 Minuten stand es 4:1 für die Domstädter, die bereits im ersten Abschnitt dank eines Doppelpacks von Youngster Kevin Niedenz vorgelegt hatten. Am Ende durften die einmal mehr 18.600 Zuschauer in der ausverkauften LANXESS arena einen 6:2-Heimsieg bejubeln. Augsburg hingegen verpasste es, den Sechs-Punkte-Rückstand auf Platz zehn und Nürnberg weiter zu verkürzen.

Keine Blöße gab sich auch Meister Berlin im Duell mit Auf- und Absteiger Dresden. In Sachsen setzten sich die Eisbären letztlich souverän mit 5:2 durch. Mit Kai Wissmann und Jonas Müller trafen die beiden Olympia-Nationalverteidiger nach schwierigen Spielen in Mailand beide beim Gastspiel in Elbflorenz. Auch die Adler Mannheim wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Im Derby gegen Frankfurt feierten die Adler einen 4:3-Heimsieg nach Verlängerung. Begeistert waren die eigenen Fans dennoch nicht, denn die Hausherren verspielten im letzten Abschnitt noch einen 3:1-Vorsprung. Und der unnötige Punktverlust kostete in der DEL-Tabelle vorerst Rang zwei, den Straubing übernahm.

Sebastian Groß


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Notizen

  • vor 14 Stunden
  • Die Verteidiger Bastian Cramer (sechs Assists bei 41 Einsätzen) und Paul Wallek (eine Vorlagen in 14 Matches) spielen auch in der kommenden Saison 2026/27 für den Süd-Oberligisten Erding Gladiators. Angreifer Björn Salhi (drei Scorer-Punkte in 34 Partien) verlässt das Liga-Schlusslicht dagegen.
  • vor 16 Stunden
  • Die Champions Hockey League hat den Rahmenterminplan der Saison 2026/27 veröffentlicht. Sie beginnt demnach am Donnerstag, den 3. September 2026 und endet mit dem Finale am Dienstag, den 23. Februar 2027. Aus Deutschland sind bereits die Kölner Haie als DEL-Hauptrundensieger qualifiziert.
  • gestern
  • Die deutsche Nationalmannschaft hat bei den Paralympics auch das letzte Gruppenspiel verloren. Gegen Italien gab es am Dienstag ein 1:2. Die Auswahl erzielte dabei ihr erstes Tor seit den Spielen 2006. Weiter geht es am Donnerstag mit dem ersten Platzierungsspiel um Platz fünf.
  • gestern
  • Mit Mark Waldhausen (36) verlässt die Erding Gladiators. Seit 2019 stand der Deutsch-Kanadier im Team. In der vergangenen Saison kam er in 52 Spielen auf zwei Tore und elf Vorlagen. Er soll noch einen „gebührenden Abschied“ erhalten, heißt es von Seiten des Clubs.
  • gestern
  • Im ersten Playoff-Spiel gegen die Lindau Islanders zog sich Klavs Planics von den Füchsen Duisburg, der erst kürzlich sein Comeback gefeiert hatte, nach einem Zweikampf an der Bande eine schwere Verletzung zu. Für ihn ist die Saison damit vorzeitig beendet.
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