Patrick Hager (rechts) hat es am Freitagabend wieder mit Mannheims Luke Esposito zu tun, dann allerdings im weißen Trikot der Gastmannschaft.
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Wenn es mal wieder länger dauert, läuft das Halbfinale der PENNY DEL. Drei der acht bisherigen Partien hatten nach den regulären 60 Spielminuten noch keinen Sieger. Nach zweimal Drama in der Serie zwischen den Adler Mannheim und dem EHC Red Bull München war am Mittwochabend die Parallelserie dran – und Dominik Bokk traf für die Kölner Haie zum Sieg über die Eisbären Berlin. Er las die Situation richtig, sah, dass Platz war, erzählte er: „Da habe ich mir direkt gedacht, dass ich genau das mache.“ In Richtung Tor ziehen, abziehen. „Zum Glück hat der Schuss genau gepasst.“
Auffällig im diesjährigen Halbfinale auch: Siebenmal in acht Spielen gewann die Heimmannschaft. Doch am Freitagabend (19.30 Uhr, SAP Arena Mannheim) muss ein Auswärtssieg her für die Münchener. Sie stehen mit einem 1:3-Serienrückstand mit dem Rücken zur Wand, ansonsten beginnt für sie die Sommerpause. EHC-Kapitän Patrick Hager meint: „Mit der Situation musst du umgehen können, auch mental. Wir stellen uns auf einen heißen Kampf in Mannheim ein.“ In Spiel fünf, gibt Hager die Marschroute vor, wollen die Münchner „Mannheim ein bisschen mehr in die Defensive zwingen“.
Gibt es denn einen Heimvorteil in den Playoffs? Hager ist der Rekordpunktesammler in der Playoffgeschichte der DEL (96 Punkte), nur zwei Spieler haben mehr Playoffspiele bestritten als er. Der Mittelstürmer denkt zu einem etwaigen Heimvorteil: „Speziell am Anfang der Serie schon, doch je länger sie geht, desto besser kennt man sich (unter den Mannschaften; die Redaktion) und umso unwichtiger ist es, auf welchem Eis du stehst.“ Vielleicht kriege man als Heimteam den einen Schiedsrichterpfiff mehr, „wenn das ganze Stadion schreit und es wilder wird. Das könnte ein Vorteil sein.“
Bei Köln gegen Berlin steht es in der Serie 2:2. Gefühlt läuft Köln trotz des Hauptrundensieges hinterher, da wegen der Hallensituation in den Playoffs stets der Gegner in der Serie erst mal Heimrecht hat. In der Arena am Berliner Ostbahnhof haben die Haie in den Playoffs seit dem Viertelfinale 2016 nicht mehr gewonnen – nicht im Vorjahresfinale und auch nicht 2022 in der Runde der besten Acht. Allerdings hat Kari Jalonens Mannschaft bei maximal drei ausstehenden Spielen noch zweimal Heimrecht – und zuhause läuft es ja gut. Holen die Haie immer ihr Heimspiel, ziehen sie ins Finale ein. Haie-Trainer Kari Jalonen meint, dass sei Team an den Auswärtsspielen „gewachsen" sei.
Kurios, das würde man ob dieses Halbfinales kaum vermuten: In der Hauptrunde spielte der Heimvorteil in diesem Duell überhaupt keine Rolle – da gewann stets das Auswärtsteam.
Martin Wimösterer
| 19:00 | Mannheim | - | München | 2.20 | | | 4.00 | | | 2.70 | ||||
| 19:30 | Berlin | - | Köln | 2.25 | | | 2.00 | | | 2.65 |
(Stand: 16.04.2026, 16.20 Uhr)