„Kampf um jeden Zentimeter": Mannheim um Zach Solow (links) und Berlin um Andreas Eder (Mitte) treffen im DEL-Finale 2026 aufeinander.
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Es ist angerichtet: Am Freitagabend beginnt das Playofffinale 2026 in der PENNY DEL. Die Adler Mannheim empfangen die Eisbären Berlin in der SAP Arena (19.30 Uhr, live bei MagentaSport und DF1).
Adler-Kapitän Marc Michaelis ist voller Vorfreude: „Für mich als Kind Mannheims, der als Fan Finalspiele erlebt und die Nachwuchsabteilung durchschritten hat, ist es das Größte, nun selbst für die Adler ein Finale bestreiten zu dürfen“. Berlins Trainer Serge Aubin erwartet „einen Kampf um jeden Zentimeter". In der Hauptrunde sprühten die Funken zwischen beiden Teams, mehr als einmal ging es (über)hart zu. „Wir müssen die Emotionen im Griff haben, selbstbewusst auftreten, Spielzüge aufziehen und fokussiert bleiben“, sagt Aubin. Er misst dem Über- und Unterzahlspiel große Bedeutung bei – wie sie für einen Serienerfolg in den Playoffs tatsächlich auch statistisch von enormen Wert sind, wie wir für unser Playoffsonderheft errechnet haben.
Die Star-Dichte in beiden Teams ist enorm. Beide Torhüter – Maximilian Franzreb und Jonas Stettmer – nahmen im Halbfinale entscheidenden Einfluss. Mannheims Defensive war die beste der Hauptrunde und verfügt mit Nick Mattinen über einen offensiv veranlagten Trumpf, der in dieser Saison als „Verteidiger des Jahres“ ausgezeichnet worden ist. Berlin steht mit Nationalspielern wie Kai Wissmann und Jonas Müller aber nicht nach. Auch in den Sturmreihen bieten beide Lager Kaliber auf: Michaelis, Justin Schütz und Matthias Plachta beispielhaft die Adler, für Berlin greifen etwa Ty Ronning (Topscorer der laufenden Playoffs), Leo Pföderl (Spieler des Jahres 2025) und Frederik Tiffels an.
Adler gegen Eisbären - das ist ein Duell mit Geschichte. Schon dreimal standen sie sich in Finalserien gegenüber. Während 1998 die Mannheimer triumphierten, siegten 2005 und 2012 die Berliner. Und diesmal? Die Adler sind als Hauptrundenzweiter nominell der Favorit, Titelverteidiger Berlin lief auf Platz sechs ein. Mannheim hätte in einem entscheidenden siebten Spiel den Heimvorteil. Dies könnte ein Faktor werden, denn in der zurückliegenden Hauptrunde gewann in den Duellen jeweils das Heimteam. Und damit ab zum ersten Bully des Finales.
Martin Wimösterer
Spiel eins, 24.04.2026
| 19:30 | Mannheim | - | Berlin | 2.15 | | | 4.30 | | | 2.70 |
(Stand: 23.04.2026, 17.42 Uhr)