Jubel bei Berlin - die Eisbären ließen im ersten Finale nichts anbrennen.
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Meister Berlin hat im ersten Finalspiel der PENNY DEL am Freitagabend ein Ausrufezeichen gesetzt und die Adler Mannheim in deren eigener Halle mit 7:3 abgefertigt. Die Eisbären liegen damit nicht nur 1:0 in der Serie vorne, sondern haben Mannheim auch direkt das Heimrecht gestohlen. Sowohl im Viertelfinale als auch im Halbfinale hatte den Hauptstädtern bereits jeweils ein Auswärtssieg zum Weiterkommen gereicht.
Mannheim gehörte in der ausverkauften SAP-Arena zunächst eigentlich mehr vom Spiel. Die Adler bekamen dann auch ein frühes Powerplay, scheiterten jedoch mehrfach an Jonas Stettmer im Berliner Gehäuse. Dann aber legten die Gäste los: In Überzahl stand Eisbären-Angreifer Liam Kirk völlig frei und machte keinen Fehler – 1:0. Wenig später prallte ein Hammer von Berlins Les Lancaster von einem Mannheimer Schlittschuh direkt zu Jean-Sébastien Dea, der mit seinem ersten Playoff-Treffer auf 2:0 stellte. Und es kam noch dicker für die Kurpfälzer. Bei einem Konter legte Marcel Noebels wunderbar quer auf Lancaster, der die Hauptstädter zum dritten Mal jubeln ließ. Bei Berlin in diesem Abschnitt drei von sechs Schüssen im Kasten, die Mannheimer Fans dagegen in Schockstarre.
Wer nun aber dachte, die Gastgeber würden im zweiten Abschnitt alles nach vorne werfen, sah sich getäuscht. Stattdessen legte Berlin noch eine Schippe drauf und dominierte die Adler schon fast nach Belieben. Einen Zuckerpass von Frederik Tiffels wuchtete Ty Ronning aus kurzer Distanz zum 4:0 in den Knick. Und der Meister griff auch in der Folge weiter an. Bei einer Zwei-gegen-eins-Situation konnte Mannheims Keeper Maximilian Franzreb den Schuss von Manuel Wiederer noch abwehren, den Rebound versenkte Markus Vikingstad jedoch zum 5:0. Zu allem Unheil verletzte sich auf Seiten der Kurpfälzer auch noch Justin Schütz – ein gebrauchtes Drittel also für den Vorrundenzweiten.
Zum Schlussabschnitt wechselte Adler-Coach Dallas Eakins den Torhüter und brachte Johan Mattsson für Franzreb. Und Mannheim schaffte es früh aufs Scoreboard: Kris Bennett traf nach starkem Zuspiel von Leon Gawanke zum 1:5. Dann sprachen die Unparteiischen nach Check an Gawanke eine Fünf-Minuten-Strafe gegen Kai Wissmann aus. Ein nicht ganz unstrittiger Call, allerdings verletzte sich Gawanke bei der Situation nah an der Bande auch und musste das Eis verlassen.
Trotz guter Möglichkeiten konnten die Hausherren zunächst kein Kapital schlagen, kurz nach Ablauf der großen Strafe besorgte Alex Ehl jedoch das 2:5. Die Adler drückten weiter, aber Stettmer im Eisbären-Kasten hatte einen Sahnetag erwischt und ließ die Mannheimer Stürmer reihenweise verzweifeln. Eakins zog fünf Minuten vor dem Ende den Torwart – und sofort schaffte John Gilmour von der blauen Linie das 3:5. Es half jedoch nichts mehr: Marcel Noebels chippte den Puck aus der eigenen Zone zum 6:3 ins verwaiste Mannheimer Tor. Kirk erhöhte in gleicher Manier sogar noch auf 7:3 – dies war auch der Endstand.
Das zweite Match der Serie findet am Sonntag (16:30 Uhr/live bei MagentaSport) in Berlin statt.
André Schall