Eric Mik (links) jubelt mit Ty Ronning über das zwischenzeitliche 4:1 für die Eisbären Berlin.
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Die Eisbären Berlin stehen dicht vor ihrer zwölften Meisterschaft in der DEL. Am Dienstagabend gewann die Mannschaft von Serge Aubin auch das dritte Spiel der Finalserie gegen die Adler Mannheim, siegte in der SAP-Arena mit 5:1 und braucht nur noch einen Erfolg, um den dritten Titel in Folge perfekt zu machen. In Mannheim drehten die Eisbären einen frühen Rückstand und waren dabei, wieder einmal, die deutlich effektivere Mannschaft.
Dabei hatte die Partie äußerst unschön begonnen. Bereits nach 21 Sekunden musste Eisbären-Kapitän Kai Wissmann nach einem Check gegen Maximilian Heim mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe zurück in die Kabine. Der Verteidiger hatte den Adler-Spieler am Kopf getroffen, Heim blieb zunächst regungslos liegen, wurde anschließend vom Eis gebracht, kehrte aber später wieder zurück. Die anschließende Überzahl nutzte Mannheim gleich aus. Lukas Reichel fand Marc Michaelis, der vor Eisbären-Goalie Jonas Stettmer cool blieb und zum 1:0 traf (3.). In Unterzahl hatte Liam Kirk gleich doppelt die Chance auf den Ausgleich, scheiterte aber an Maximilian Franzreb im Mannheimer Tor.
Lange auf sich warten ließ das 1:1 aber nicht. Auf Zuspiel von Leo Pföderl traf Eric Mik ins kurze Eck (11.). Ansonsten verhinderten beide Goalies in der Folge den Ausgleich, das vermeintliche 2:1 für die Adler wurde aufgrund einer Torhüterbehinderung aberkannt. Im zweiten Abschnitt waren es dann die Eisbären, die erneut eiskalt zuschlugen. Nach einem starken Wechsel zog Kirk von der blauen Linie ab, Les Lancaster fälschte unhaltbar zum 2:1 ab (25.). Ein Mannheimer Powerplay nach einer Strafe gegen Moritz Kretzschmar wegen Behinderung blieb erfolglos, zweimal war Stettmer zudem gegen Matthias Plachta zur Stelle. Und die Eisbären? Die trafen erneut. Über Frederik Tiffels und Pföderl kam die Scheibe zu Mik, der erneut in die kurze Ecke zielte und auf 3:1 stellte.
Wer nun ein Offensivfeuerwerk der Adler erwartet hatte, sah sich getäuscht. Zunächst bewahrte Franzreb seine Mannschaft gegen Manuel Wiederer vor dem 1:4, auf der anderen Seite fand die Mannschaft von Dallas Eakins nur selten Lösungen gegen das Berliner Defensivbollwerk. Eine Unterzahl nach einer Strafe gegen Tom Kühnhackl überstand Mannheim zwar, dann war es aber zum dritten Mal Eric Mik, diesmal jedoch mit einem Schuss ins lange Eck, der einen Drei-Tore-Vorsprung für die Hauptstädter besorgte. Und für die Hausherren kam es noch bitterer, Liam Kirk legte nur 28 Sekunden nach dem 4:1 das fünfte Berliner Tor nach.
Die Mannheimer hatten anschließend sogar Glück, dass Wiederer mit seinem Schuss nur den linken Pfosten traf. Die besten Chance für Mannheim gab es erst in der Schlussphase. Stettmer rettete allerdings spektakulär gegen Yannick Proske, kurz vor dem Ende traf Leon Gawanke den Pfosten. So aber blieb es beim schlussendlich deutlichen 5:1-Sieg für die Eisbären, die somit bereits zwei Auswärtspartien in Mannheim für sich entschieden haben und nun vier Matchbälle für den nächsten Titel haben. Bereits im Heimspiel am Donnerstag (19 Uhr) könnte die Mannschaft von Serge Aubin mit einem Sieg die insgesamt zwölfte Meisterschaft in der DEL feiern.
Julian Kaiser