Tom Kühnhackl (rechts, im Duell mit Berlins Les Lancaster) drängt mit Mannheim auf den Anschlusssieg.
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Die Ausgangslage ist klar: Die Eisbären Berlin haben auch in Spiel fünf des DEL-Finales gegen die Adler Mannheim wieder einen Puck zum Meistertitel. Das war schon im vorigen Vergleich am Donnerstag so. Dennoch sind die Parameter am Sonntag, 16.30 Uhr, in der SAP Arena leicht verändert.
Spiel vier brachte den ersten Sieg in der Serie für die Adler – wirft das nun die Kopfmaschine bei beiden Teams an? Bisher hatten die Berliner ja mit dem Selbstvertrauen eines Titelverteidigers gespielt und in den entscheidenden Momenten viel richtig gemacht. Im Grunde auch im vierten Vergleich, ehe eine ungeschickte Strafe des Verteidigers Markus Niemeläinen die Adler zurückkommen ließ. Mannheim gewann erstmals seit über zwei Jahren in Berlin.
„Die letzte Partie war ein kleiner Dämpfer. Wir blicken aber schon wieder voraus“, sagt der Berliner Wirbelwind Ty Ronning. „Es gilt, unser aggressives Eisbären-Hockey zu spielen. Wir müssen körperbetont auftreten und die Pucks aufs Tor bringen.“ Luke Esposito, Siegtorschütze der Adler, meint: „Wir haben ein paar Dinge verändert, die sich ausgezahlt haben.“
Damit dürfte zum einen das Powerplay gemeint sein, das am Donnerstag zweimal zuschlug - eine alte Stärke, die im Finale zuvor noch nicht gegriffen hatte. Zum anderen steigerten sich die Adler in der Breite auch im Zweikampf: In Spiel vier hatten 13 Spieler zumindest die Hälfte ihrer Zweikämpfe gewonnen, zwei mehr als in den vorigen Partien. Daran müssen sie nun festhalten, sich daran hochziehen. Die Adler stehen weiter mit dem Rücken zur Wand und blicken damit immer nur auf den nächsten Sieg.
Dazu ein interessanter Fakt für die Playoffs im deutschen Oberhaus: Die laufende Finalserie ist die 31. Serie im Modus best-of-seven überhaupt, in der ein Team mit 3:0 in Führung ging. In 21 Fällen endete die Serie 4:0. In sieben Fällen kam der Verlierer dann noch zu einem einzelnen weiteren Sieg. In zwei Serien erkämpfte sich das zurückliegende Team noch einen zweiten Sieg: Das waren die Nürnberg Ice Tigers 2016 in ihrer Halbfinalserie gegen die Grizzlys Wolfsburg und die Fischtown Pinguins Bremerhaven 2025 im Viertelfinale gegen die Kölner Haie. Sind die Adler Mannheim ab Sonntag die dritten im Bunde?
In ein Spiel sieben rettete sich noch kein Team nach einem 0:3-Serienrückstand, seit das best-of-seven-Prinzip im letzten Jahr der alten Bundesliga eingeführt wurde. Doch das Eishockey lehrt: Ein erstes Mal gibt es irgendwann immer...
Hinweis: MagentaSport übertragt die Partie live. Eishockey NEWS berichtet mit einem Spielbericht auf der Webseite und ausführlich in der kommenden Print-Ausgabe vom Finale der PENNY DEL.
Martin Wimösterer
Spiel fünf, 03.05.2026
| 16:30 | Mannheim | - | Berlin | 2.40 | | | 4.10 | | | 2.45 |
(Stand: 02.05.2026, 16.15 Uhr)