Frederik Tiffels präsentiert den mitgereisten Eisbären-Fans die Meistertrophäe.
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Nach ihrer nächsten Machtdemonstration waren selbst die erfolgsverwöhnten Spieler der Eisbären Berlin baff. „Wir waren in der ganzen Playoff-Serie ein unfassbares Team. Keiner hat uns geglaubt, dass wir dieses Jahr deutscher Meister werden können. Vom sechsten Platz haben wir alle großen Teams geschlagen, die vor uns waren“, kleidete der überragende Goalie Jonas Stettmer bei MagentaSport seine Euphorie in Worte. Der 24-Jährige war auch beim entscheidenden 4:1-Erfolg am Sonntag in Spiel 5 eine Wand und parierte 30 von 31 Torschüssen der Adler Mannheim. Völlig verdient sicherte er sich den Titel des Finals-MVP. In den Playoffs kam Stettmer insgesamt auf eine Fangquote von 92,5 Prozent. „Ihr junger Torhüter hat eine herausragende Serie gespielt“, musste auch Adler-Coach Dallas Eakins anerkennen.
Die Eisbären Berlin haben in dieser Saison eindrucksvoll demonstriert, dass man sie niemals abschreiben darf. Vor der Olympia-Pause lagen sie noch außerhalb der direkten Playoff-Ränge, am Sonntag fuhren sie in Mannheim ihre dritte Meisterschaft nacheinander und die fünfte in den vergangenen sechs Spielzeiten ein. Neben Stettmer ragte bei den Eisbären einmal mehr Stürmer Ty Ronning heraus, der mit 20 Punkten zum Top-Scorer der Playoffs avancierte. „Man merkt, dass die Gewinnermentalität in den Köpfen steckt. Wir wissen, was es bedeutet, zu gewinnen und können mit Rückschlägen gut umgehen“, beschrieb Stürmer Marcel Noebels die Berliner Erfolgsformel. Den Umschwung in dieser Saison verortete Verteidiger Jonas Müller in der Olympia-Pause: „Da konnten wir uns noch einmal richtig finden und haben dann auch unser Spiel wiedergefunden.“
Während den Eisbären durch den möglichen Abschied von Erfolgstrainer Serge Aubin eine Zäsur droht, richteten die unterlegenen Mannheimer den Blick bereits in die Zukunft. „Jedes Jahr haben wir einen Schritt mehr nach vorne gemacht. Wir haben eine Gruppe zusammengestellt, die weiß, wie man spielt. Ich hoffe, das überträgt sich weiter“, sagte Eakins.