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Dienstag, 17. Dezember 2024

Die Champions Hockey League am Dienstag Kein deutscher CHL-Halbfinalist: Berlin verspielt erneut einen Drei-Tore-Vorsprung, Bremerhavens gute Leistung wieder nicht belohnt

Spätestens ab dem zweiten Drittel wurde es vor Eisbären-Goalie Jake Hildebrand häufig brenzlig – letztlich zu häufig für den dezimierten deutschen Meister.
Foto: City-Press

Die Eisbären Berlin haben auch im zweiten Duell gegen die ZSC Lions einen Drei-Tore-Vorsprung und das Halbfinale der Champions Hockey League folglich verpasst. Nach der 3:4-Heimniederlage im Hinspiel verlor der deutsche Meister am Dienstag auch den zweiten Vergleich in Zürich, diesmal mit 4:5 (3:0, 0:2, 1:3). Dabei waren die Eisbären bis zur 50. Minute zumindest auf Overtime-Kurs, doch in der Schlussphase ging dem mit nur fünf Defendern angetretenen Team von Serge Aubin endgültig die Luft aus. „Kompliment an die Jungs. Wir mussten mit einer kurzen Bank gegen einen der besten Clubs Europas antreten, und trotzdem war es ein hart umkämpftes Spiel. Am Einsatz lag es definitiv nicht“, zeigte sich der Berliner Head Coach nichtsdestotrotz stolz auf seine Mannschaft.

Angefangen hatte der Abend für die Eisbären noch perfekt. Gegen fahrige, ungewohnt hektisch wirkende Schweizer präsentierte sich der DEL-Rekordchampion gnadenlos effizient und machte im Auftaktdrittel aus nur fünf Schüssen drei Treffer. Ab dem zweiten Durchgang münzten die ZSC Lions ihre optische Überlegenheit und spielerische Extraklasse allerdings auch zunehmend in zwingende Chancen und schließlich auch Tore um – wobei in dem packenden Schlagabtausch auch die Eisbären gegen nie mit der letzten Konsequenz verteidigende Zürcher stets gefährlich blieben. So legten die Besucher kurz nach dem Beginn des Schlussabschnitts im Gesamtergebnis durch Blaine Byron auch noch einmal vor, kassierten jedoch ganze 20 Sekunden später wieder den Ausgleich in der Addition. Und als sich Ty Ronning sowie Jonas Müller in der 50. Spielminute von Sven Andrighetto zu einfach düpieren ließen und der herausragende Schweizer seine spektakuläre Einzelaktion mit dem 4:4 abschloss, waren die ZSC Lions wieder auf Halbfinalkurs – erst recht, als Derek Grant einen glänzend ausgespielten Konter mit dem 5:4 vollendete (54.) und damit letztlich den Endstand erzielte.

Die deutschen Spiele in der Statistik (2 Einträge)

 

 

Neben den Eisbären Berlin ist mit den Fischtown Pinguins Bremerhaven auch der zweite deutsche CHL-Viertelfinalist ausgeschieden. Nach der 0:4-Hinspielniederlage in Genf zeigte der Tabellendritte der PENNY DEL auch im zweiten Duell gegen den Titelverteidiger eine gute Leistung und hatte erneut die deutliche Oberhand in der Torschuss-Statistik, trotz 39 Abschlüssen reichte es allerdings lediglich zu zwei Powerplay-Treffern im Schlussdrittel und einem 2:2 (0:0, 0:0, 2:2) – wobei die Fischtown Pinguins große Teile des letzten Durchgangs mit gezogenem Goalie absolvierten und auch beide Gegentore in das verwaiste Gehäuse kassierten. „Wie in Genf haben wir sehr solide gespielt mit viel Puckbesitz, vielen Chancen und viel Zeit in der offensiven Zone. Aber leider haben wir es einfach nicht geschafft, genug Tore zu machen“, fasste Bremerhavens Trainer Alexander Sulzer zusammen.

Während die beiden deutschen CHL-Viertelfinalisten die Hinspielniederlagen letztlich also nicht mehr umbiegen konnten, gab es in den Duellen ohne DEL-Beteiligung zwei Comebacks. Die nach einer Krankheitswelle in der Mannschaft womöglich nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte angetretenen Salzburger gingen nach einem torlosen Auftaktabschnitt bei Färjestad noch mit 0:6 unter, womit der überraschende 3:1-Hinspielerfolg wertlos wurde. Eine dramatische Aufholjagd gelang derweil Chefcoach Pavel Gross mit Sparta Prag. Die Tschechen trafen bei den Växjö Lakers in Schweden in den letzten zwei Minuten der regulären Spielzeit mit gezogenem Keeper zweimal und retteten sich damit in die Verlängerung, in der Jani Lajunen mit seinem vierten Scorer-Punkt der Partie für die Entscheidung zugunsten Spartas sorgte. Im Halbfinale im Januar trifft das Gross-Team nun auf Färjestad, während die Bezwinger von Berlin und Bremerhaven ein rein Schweizer Duell ausfechten.

Stefan Wasmer

Die Resultate in der Übersicht (1 Einträge)

 

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Notizen

  • vor 10 Stunden
  • Matthew Pistilli bleibt bei den Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) – und das gleich doppelt! Auch in der neuen Saison steht der 37-Jährige für das Team aus Baden-Württemberg auf dem Eis und geht gleichzeitig in sein zweites Jahr als Sportlicher Leiter des Clubs.
  • vor 2 Tagen
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten für die möglichen Spiele 5 und 6 im Viertelfinale festgelegt. Am 2. April würde ab 19.30 Uhr gespielt. Am 4. April würde so gestartet: 14 Uhr Ingolstadt - München, 15 Uhr Köln - Schwenningen, 16.30 Uhr Berlin - Straubing, 19 Uhr Bremerhaven - Mannheim.
  • vor 2 Tagen
  • Die Erding Gladiators und Stürmer Marc Schmidpeter gehen zur kommenden Saison getrennte Wege. Der 31-Jährige kam in der vergangenen Saison auf 18 Tore und 20 Vorlagen in 42 Spielen.
  • vor 3 Tagen
  • Don Granato trainiert die US-Männer bei der bevorstehenden A-Weltmeisterschaft in der Schweiz (15. bis 31. Mai). Der 58-Jährige folgt auf Ryan Warsofsky (San Jose Sharks), der die USA 2025 zu WM-Gold geführt hatte. Granatos bis dato letzte Station als Chef waren die Buffalo Sabres von 2021 bis 2024.
  • vor 3 Tagen
  • Die Lausitzer Füchse, die im DEL2-Viertelfinale gegen Kassel beim Stand von 1:3 eine Niederlage vom Aus entfernt sind, können in den laufenden Playoffs nicht mehr auf Alexis D'Aoust (29) zurückgreifen. Der kanadische Stürmer zog sich in Spiel 4 bei einem Bandencheck eine Oberkörperverletzung zu.
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