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Samstag, 24. Februar 2024

Schlaglichter zur PENNY DEL Augsburg gegen den Ex-Coach unter Druck, Walker rät Wild Wings zum Kurzzeitgedächtnis, Wejse trifft nach Nasen-Rettung

Wild-Wings-Coach Steve Walker könnte dem Club, bei dem er Legendenstatus genießt, Schützenhilfe leisten.
Foto: City-Press

Manchmal entscheiden im Eishockey die Hundertstel, manchmal auch die Millimeter. Das Rheinische Derby zwischen der Düsseldorfer EG und den Kölner Haien kann davon an der längsten Theke der Welt viele Lieder singen, vielleicht am Sonntag schon ein neues. Da steigt eine neue Auflage des Traditionsduells, diesmal unter dem Motto „Torschlusspanik". Die DEG muss sich für Platz zehn strecken, die Haie für die Top-Sechs. Ein sehr wichtiges Spiel also.

Hunderstel, Millimeter - die Augsburger Panther haben davon zuletzt ebenfalls erfahren, auf die bittere Tour. Im Schlüsselspiel gegen die Iserlohn Roosters waren sie 1,1 Sekunden vor Ende der Verlängerung unterlegen. Im Schicksalsduell mit den Löwen Frankfurt rutschte Luke Esposito in der zweiten Runde des Penaltyschießens aus und Luca Tostos Versuch in der fünften Runde traf die Latte. Am Ende gewannen die Löwen am Freitag mit 4:3 nach Penaltyschießen.

Augsburgs Trainer Christof Kreutzer gab sich auf der Pressekonferenz gefasst. Wohl wissend um den immer schwieriger werdenden Weg weg vom letzten Tabellenplatz, lobte er stattdessen sein Team, das im Schlussdrittel dank zweier Tore des abermals starken Anrei Hakulinen von einem 1:3 noch zurückkam. Kreutzer sagte: „Meine Mannschaft kämpft bis zum Umfallen, Respekt an die Jungs, die geben nicht auf.“ Am Ende des Tages, fügte er an, sei „die Chance in Overtime und dem Penaltyschießen immer Fünfzig-Fünzig.“ Die Wahrscheinlichkeitsrechnung ging für die Panther aber in ihren Schicksalsspielen nicht auf. Doch: nach vorne blicken.

49. Spieltag in der PENNY DEL (1 Einträge)

 

Augsburg, vier Punkte hinter dem rettenden Ufer, steht am Sonntag stärker denn je unter Druck. Die Panther empfangen in einem weiteren Schlüsselspiel nun ausgerechnet ihren Ex-Coach Mike Stewart. Er leitet nun die Grizzlys Wolfsburg an, die Rang vier halten und sich das Heimrecht fürs Viertelfinale sichern wollen. Der Sieg bei den Schwenninger Wild Wings am Freitag war dazu ein guter Schritt. Die Wild Wings wiederum drohen aus den Top-Sechs zu rutschen. „Unser Puck-Management war nicht gut“, resümierte Trainer Steve Walker und riet zum Kurzzeitgedächtnis.

Schwenningen empfängt am Sonntag die Fischtown Pinguins Bremerhaven, bei denen Christian Wejse ein Traumcomeback feierte. Erst vor wenigen Wochen hatte er bei einem Check ein Stück Nase verloren, es wurde ihm wieder angenäht (Eishockey NEWS berichtet in der aktuellen Printausgabe). Mit einem Gesichtsschutz am Helm erzielte er beim Comeback am Freitag zwei Tore.

„Ein sehr gutes Eishockey-Team“, warnte Walker seine Schwenninger vor den Pinguins. In der Tat könnten die Norddeutschen, da Spitzenreiter Eisbären Berlin erst um 19 Uhr gegen die Iserlohn Roosters antritt, mit einem Sieg zumindest zeitweise die Tabellenspitze erobern. Etwas, was Eisbären-Legende Walker gerne verhindern würde – schon aus ganz eigenen Beweggründen. Augsburg hingegen hat von seinem Clubheld Stewart (Halbfinaleinzug 2019 mit den Panther) mit wenig bereitwilliger Schützenhilfe zu erwarten...


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Notizen

  • vor 12 Stunden
  • Der HC Davos hat sich als erstes Team für die Champions Hockey League 2026/27 qualifiziert. Der Traditionsclub kann seit Samstag nicht mehr von den ersten beiden Plätzen in der Hauptrunde der National League in der Schweiz verdrängt werden.
  • gestern
  • Pavel Avdeev, vor der Saison ein Neuzugang des Herforder EV (Oberliga Nord), hat seinen deutschen Pass erhalten und kann daher ab sofort für die Ice Dragons spielen. Der 23-jährige Stürmer hatte sich bei Regionalligist Eisadler Dortmund (18 Spiele, 27 Punkte) fit gehalten.
  • gestern
  • Das NHL-Ergebnis am Freitag: Chicago – Columbus 2:4.
  • vor 2 Tagen
  • Die Hammer Eisbären haben den Vertrag mit Ugnius Cizas aufgelöst. Der Litauer kam in 38 Einsätzen auf zwölf Tore und sieben Assists für den Nord-Oberligisten. „Wir beobachten den Markt, werden aber keine voreiligen Schlüsse ziehen“, so Geschäftsführer Martin Köchling über eine Nachverpflichtung.
  • vor 3 Tagen
  • Die Adler Mannheim (PENNY DEL) haben die Arbeitspapiere mit Co-Trainer Curt Fraser und Torwarttrainer Petri Vehanen verlängert. Der 68-jährige US-Amerikaner Fraser kam 2023 aus der KHL nach Mannheim. Vehanen gehört indes schon seit der Spielzeit 2021/22 zum Trainerteam der Adler.
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