Der geht rein: Nationalstürmer Alexander Ehl brachte die Adler Mannheim gegen Wolfsburg per Direktabnahme auf die Siegerstraße.
Foto: City-Press
Die Adler Mannheim haben zum Auftakt des 42. DEL-Spieltages ihre zuletzt mäßige Heimbilanz aufpoliert. Gegen die Grizzlys Wolfsburg sicherte sich das Team von Head Coach Dallas Eakins am Donnerstagabend mit einem hart erkämpften und spielerisch nicht glanzvollen, aber unter dem Strich dennoch verdienten 2:1 den erst zweiten Sieg in den jüngsten fünf Partien in der SAP Arena. Die Adler verteidigten damit Rang zwei, während die achtplatzierten Wolfsburger es trotz einer ordentlichen Leistung verpassten, noch mehr Druck auf Bremerhaven sowie die Eisbären Berlin aufzubauen und damit intensiver in den Kampf um die direkte Viertelfinalqualifikation einzugreifen.
Das Duell Quadratestadt gegen Autostadt war zunächst geprägt von zwei äußerst soliden Defensivformationen, beide Teams taten sich im ersten Drittel schwer beim Kreieren von Torchancen. Kurz vor der Pause brachte Alexander Ehl die Adler nach einem überlegt vorgetragenen Konter dennoch per Direktabnahme vom linken Bullykreis mit 1:0 in Führung (19.). Daraufhin wurde das Match im zweiten Abschnitt offener geführt – mit Vorteilen für die insgesamt etwas zwingenderen Mannheimer, wobei beide Mannschaften die sich nun bietenden Räume technisch nicht immer sauber nutzten. Das 2:0 für die Adler, wiederum unmittelbar vor der Pausensirene, war nichtsdestotrotz leistungsgerecht. Nach starker Vorarbeit von Justin Schütz brachte der herausragende, weil jederzeit spielfreudige Marc Michaelis den Puck mit Hilfe des Schlittschus von Grizzlys-Verteidiger Björn Krupp über die Linie (39.), zuvor hatte unter anderem Lukas Kälble bei einem Schuss an das Gestänge den zweiten Mannheimer Treffer verpasst.
Aus dem Spiel war Wolfsburg bei einem Zwei-Tore-Rückstand aber natürlich noch nicht, und als Luis Schinko nach einem Schuss von Keaton Thompson schnell schaltete und den Rebound technisch anspruchsvoll mit seiner Rückhand zum 1:2 verwertete (48.), wanderte das Momentum spürbar zu den Grizzlys. Die Adler leisteten sich nun den einen oder anderen Wackler in der defensiven Zone, weder diese noch ein spätes Powerplay wusste Wolfsburg jedoch zum Ausgleich zu nutzen. Der gut aufgelegte Grizzlys-Keeper Dustin Strahlmeier ging daraufhin knapp zwei Minuten vor Schluss vom Eis, der Mannschaft von Cheftrainer Mike Stewart fehlte letztlich allerdings über die gesamte Spielzeit die absolute offensive Konsequenz.
„Wir haben ein ganz gutes Spiel gemacht, aber wir haben uns schwergetan, uns größere Chancen herauszuspielen", fasste Strahlmeier die Begegnung dementsprechend im Interview bei MagentaSport zusammen, während Adler-Torschütze Ehl durchaus zufrieden resümierte: „Wir waren von Anfang an bereit, unser Spiel durchzuziehen. Im letzten Drittel gab es ein paar Phasen, in denen wir ein bisschen geschwächelt haben, aber über 60 Minuten war es eine ganz gute Leistung."
Stefan Wasmer