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Freitag, 29. Mai 2020

Spitzensport abseits des Fußballs soll starke Stimme bekommen Köln, Düsseldorf und Iserlohn schließen sich mit Profi-Clubs anderer Sportarten zur Interessensgemeinschaft „Teamsport NRW“ zusammen

Die Kölner Haie und die Düsseldorfer EG sind in der neuen Interessensgemeinschaft „Teamsport NRW“ vertreten.
Foto: imago images/Osnapix

Die Kölner Haie, die Iserlohn Roosters und die Düsseldorfer EG schließen sich einer neuen Interessensgemeinschaft namens „Teamsport NRW“ an. Das gaben die Haie am Freitagvormittag bekannt. Die Clubs wollen „in einer Linie den massiven Bedrohungen, die die Corona-Pandemie jetzt und zukünftig für den NRW-Sport darstellt, entschlossen und gut organisiert entgegentreten“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Clubs aus verschiedenen Sportarten sähen sich alle mit vergleichbaren organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert, die die Corona-Pandemie diktiert.

Initiator des Ganzen ist Björn Barthel, Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten TSV Bayer Dormagen Handball-GmbH: „Uns verbindet die ernste Sorge um die Zukunftsfähigkeit unserer Vereine, bzw. deren wirtschaftlichen Trägern, denen der Virus die Geschäftsgrundlage entzieht“, wird er in der Mitteilung zitiert. „Anders als beim Fußball sind für uns die Ticketerlöse unverzichtbar. Geisterspiele stellen für uns keine Lösung dar. Diesen existentiell wichtigen Unterschied wollen wir deutlicher machen.“ Spitzenclubs seien in NRW Leuchttürme und die darin organisierten Athleten „Vorbilder für den gesamten Sport, insbesondere für den Nachwuchs“. Diese Vorbildfunktion sei gerade jetzt gefragt. „Dazu wollen wir durch unternehmerische Anstrengungen, aber auch durch Gespräche mit Politik und Wirtschaft einen Beitrag leisten.“

Die Mitglieder der neuen Interessensgemeinschaft (1 Einträge)

 

Haie-Geschäftsführer Philipp Walter erklärt die Gründe, die für die Teilnahme der Kölner Haie an dieser Initiative maßgebend waren: „Es ist von elementarer Bedeutung, dass der Spitzensport in NRW – abseits des Fußballs – eine starke Stimme bekommt. Deshalb sind die Kölner Haie Teil der Initiative ‚Teamsport NRW‘. Durch die Allianz der Profivereine können Synergien künftig noch besser genutzt und die Interessen aller beteiligter Sportarten gebündelt an die Politik herangetragen werden. Denn die aktuelle Situation stellt nicht nur das professionelle Eishockey in diesem Land vor große Herausforderungen, sondern den gesamten Spitzensport.“

Zu den Mitinitiatoren gehört auch die Düsseldorfer EG um Geschäftsführer Stefan Adam: „Unser Ziel ist es, die Vielfalt des NRW-Teamsports zu erhalten. Unser Schulterschluss gibt uns in dieser einzigartigen Krisensituation eine hörbare Stimme, die wir nutzen werden, um auf die außerordentlichen Herausforderungen, aber auch auf die besonderen Chancen aufmerksam zu machen, die Spitzen- und Profisport für NRW bieten.“

Und Roosters-Prokurist Bernd Schutzeigel legt dar: „Während der Fußball in Deutschland traditionell eine starke Stimme besitzt, ist es von besonderer Bedeutung, dass auch die anderen Spitzensportarten wahrgenommen werden. Deshalb haben wir uns entschieden, die Initiative ,Teamsport NRW' zu unterstützen und jetzt in der Corona-Krise, aber auch in Zukunft, Teil dieser Allianz der Profivereine zu sein.“


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Notizen

  • vor 9 Stunden
  • Die Eispiraten Crimmitschau halten Strümer Dylan Wruck und Defender Mirko Sacher für die kommende Spielzeit. Letzterer fehlte dem DEL2-Club einige Spieltage zum Ende der Saison. Wruck gehörte zum zweitbesten Scorer im Team von Head Coach Jussi Tuores.
  • vor 9 Stunden
  • Fabian Ilestedt bleibt dem EHC Freiburg auch in der kommenden Saison erhalten. Der Schwede ist in der aktuellen Spielzeit 2025/26 clubinterner Top-Scorer und ein zentraler Bestandteil der Offensive.
  • gestern
  • Die Weltmeisterschaften der Division IIA (20. bis 26. April) und der Division IV (12. bis 18. April) findet wegen der Sicherheitslage im Nahen Osten nicht wie ursprünglich geplant in den Vereinigten Arabischen Emiraten beziehungsweise Kuwait statt. Der Status beider Turniere bleibt zunächst offen.
  • vor 3 Tagen
  • Julius Ramoser muss zum Auftakt der ersten Playoffrunde zusehen. Der DEL-Disziplinarausschuss sperrte den Stürmer der Grizzlys Wolfsburg wegen eines Kniechecks zu Hauptrundenabschluss in Augsburg für ein Spiel. Dazu wird ihm eine Geldstrafe nicht genannter Höhe auferlegt.
  • vor 5 Tagen
  • Die deutsche Auswahl hat bei einem Paralympics-Comeback Platz sechs belegt. Im Spiel um Platz fünf unterlag das Team am Samstag gegen Italien trotz zweimaliger Führung mit 2:5. Drei Tore der Gastgeber im Schlussdrittel brachten die Entscheidung. Bernhard Hering erzielte beide deutschen Treffer.
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