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Dienstag, 12. April 2022

Das Viertelfinale der PENNY DEL am Dienstag Berlin und Wolfsburg legen mit Auswärtssiegen nach, München verliert in Düsseldorf, Mannheim schlägt Straubing in der Overtime

Münchens Frank Mauer (rechts) kassierte einen harten Check von DEG-Defender Niklas Heinzinger.
Foto: City-Press

Zweiter Spieltag im Playoff-Viertelfinale der PENNY DEL: Am Dienstag legten die Grizzlys Wolfsburg (6:2 in Bremerhaven) und die Eisbären Berlin (5:1 in Köln) mit deutlichen Auswärtssiegen nach und führen in ihren „Best-of-five“-Serien nun jeweils mit 2:0. Der Düsseldorfer EG gelang mit einem 3:2-Heimsieg gegen den EHC Red Bull München der Serienausgleich. Mannheim bezwang die Straubing Tigers mit 2:1 nach Verlängerung und braucht somit – wie Berlin und Wolfsburg – nur noch einen Erfolg für den Einzug ins Halbfinale.

Die Adler Mannheim starteten nach dem Coup in Straubing furios in das Heimspiel gegen die Tigers. Jedoch scheiterten Matthias Plachta und Borna Rendulic in der Anfangsphase an Gäste-Torhüter Tyler Parks. Erst im Mittelabschnitt klingelte es, allerdings auf der anderen Seite: Die Niederbayern belohnten ein starkes Powerplay mit dem 0:1. Ausgerechnet der letztjährige Mannheimer Taylor Leier schloss eine Kombination über Parker Tuomie und David Elsner ab. Anschließend verpassten die Quadratestädter selbst bei einer langen doppelten Überzahl den Ausgleich, dann zielte Straubings Jason Akeson bei einem Konter zu hoch. Zudem landete ein Versuch von Verteidiger Brandon Manning an der Latte. Für Mannheim war dann erneut Jordan Szwarz (34.), der schon in Spiel 1 einen Doppelpack verbuchte, zur Stelle: Der Kanadier fälschte einen Schlagschuss von Ilari Melart unhaltbar ab. Unmittelbar nach dem Ausgleich ließen Sandro Schönberger und Tim Brunnhuber weitere Hochkaräter für Straubing liegen. Das spannende Schlussdrittel blieb torlos, sodass es in die Verlängerung ging. In der Overtime zeichnete sich Nico Krämmer (68.) für das Game-Winning-Goal verantwortlich. Der 29-Jährige lenkte ein Zuspiel von Rendulic mit seinem Schlittschuh vorbei an Parks. Der Videobeweis bestätigte die auf dem Eis getroffene Entscheidung. Das Tor fand Anerkennung, weil keine aktive „Kickbewegung“ vorlag.

Titelverteidiger Eisbären Berlin benötigte in Köln lediglich 33 Sekunden für den Führungstreffer. Leo Pföderl nutzte ein Überzahlspiel, nachdem Andreas Thuresson früh in die Kühlbox wanderte. David McIntyre (10.) egalisierte, ehe Jonas Müller (19.) für die Hauptstädter erfolgreich war. Zur ersten Pause hagelte es Strafzeiten: Deutlich nach dem Ende des ersten Drittels, als die Teams schon auf dem Weg in die Kabine waren, gerieten Marcel Müller und Nicholas B. Jensen aneinander. Beide Akteure kassierten nach einem Faustkampf Spieldauer-Disziplinarstrafen – wie auch Haie-Backup Tomas Pöpperle! Der Deutsch-Tscheche war einem Schiedsrichter wild gestikulierend gefolgt und wurde – wohl aufgrund seiner Kommentare – mit „Unsportlichem Verhalten“ belegt. Der Hauptrundensieger ließ sich von dieser Auseinandersetzung nicht beirren. Dominik Bokk (26.) und Matt White (40.) sorgten für eine komfortable Drei-Tore-Führung nach 40 Minuten. Haie-Trainer Uwe Krupp wechselte mit dem Start des letzten Drittels den Torhüter. So war der Arbeitstag für Justin Pogge beendet und der 19-jährige Niklas Lunemann kam aufgrund Pöpperles Ausscheiden zu seinem PENNY DEL-Debüt. Mit seinem zweiten Tagestreffer – zum 1:5-Endstand – ließ Verteidiger Jonas Müller (44.) die Hoffnungen einer Kölner Aufholjagd vor 14.642 Zuschauern aber endgültig schwinden.

Die Spielstenogramme (4 Einträge)

 

 

Bremerhavens Trainer Thomas Popiesch nahm nach der deutlichen Niederlage gegen Wolfsburg in Spiel 1 einen Torwartwechsel vor: Brandon Maxwell ersetzte Maximilian Franzreb. Der US-Amerikaner war bei einem Versuch des Franzosen Anthony Rech (10.) erstmals machtlos. Ross Mauermann (12.) glich wenig später aus. Im Mittelabschnitt zog der Favorit aus der Autostadt allerdings davon. Chris DeSousa (34.), Julian Melchiori (37.) und Darren Archibald (39.) brachten die Grizzlys mit drei Trefffern binnen knapp fünf Minuten auf die Siegerstraße. Tyler Gaudet (41.) und Dominik Bittner (45.) sorgten im letzten Drittel für die Vorentscheidung. Den 2:6-Endstand markierte Bremerhavens Alex Friesen (52.)

Die Düsseldorfer EG überraschte im Duell mit dem EHC Red Bull München. Ausschlaggebend war nach einem torlosen ersten Abschnitt das Mitteldrittel, in dem sich das Team von Harold Kreis einen 3:1-Vorsprung erspielte. Einen Doppelpack schnürte Routinier Alexander Barta, den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich markierte Münchens Philip Gogulla. Sein zweites Tor markierte DEG-Kapitän Barta in Überzahl, nachdem Stephen MacAulay – Torschütze des 2:1 – einen harten Check von Andrew MacWilliam abgekommen hatte. Den Erfolg retteten Düsseldorfs Torhüter Mirko Pantkowksi und seine Vorderleute über die Zeit. Die Red Bulls kamen durch Zach Redmond (54.) nur noch zum Anschlusstreffer.

Die nächsten Viertelfinalspiele der PENNY DEL finden am Gründonnerstag statt, alle vier Matches starten um 19.30 Uhr.

Tim Heß

Doppeltorschütze am Dienstag: DEG-Kapitän Alexander Barta.
Foto: City-Press


Kurznachrichtenticker

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  • Im Import-Draft der nordamerikanischen Ausbildungsligen, unter dem Dach der Canadian Hockey League, haben die Edmonton Oil Kings Luca Hauf ausgewählt (59. Pick). An der Nummer eins wurde der Slowake Adam Sykora von den Medicine Hat Tigers gewählt.
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