Anzeige
Anzeige
Sonntag, 20. November 2022

PENNY DEL am Sonntag Noebels krönt Berlins Comeback in Mannheim, Bremerhaven kassiert in Frankfurt zwei Matchstrafen, Derbysiege für München und Straubing

Berlins Marcel Noebels verwandelt den entscheidenden Penalty gegen Adler-Goalie Felix Brückmann.
Foto: City-Press

Der EHC Red Bull München (47 Punkte) hat am ersten Wochenende nach der Länderspielpause seinen Vorsprung in der Tabelle auf Verfolger Mannheim wieder auf sechs Zähler ausgebaut. Während der Spitzenreiter nach dem 2:1-Sieg in Bremerhaven am Sonntag auch mit 3:2 gegen Augsburg die Oberhand behielt, verloren die Adler (41 Punkte auf dem Konto) nach einer 3:1-Führung gegen Berlin noch 3:4 nach Penalty-Schießen.

Gleich zwei Niederlagen am Stück kassierten die weiteren Verfolger in der PENNY DEL. Ingolstadt (weiterhin Dritter mit 37 Punkten) musste sich nach der Heimniederlage gegen Mannheim am Sonntag in Straubing 1:2 geschlagen geben, Bremerhaven (38) verlor ebenfalls 1:2 in Frankfurt und kassierte darüber hinaus noch zwei Matchstrafen. Auf Rang fünf nach vorne ging es für Wolfsburg, das nach dem klaren 5:1-Heimerfolg vom Freitag über Straubing am Sonntag mit 5:2 in Nürnberg gewann und nun 35 Zähler vorweisen kann. Dicht beisammen ist das Mittelfeld mit Frankfurt auf Platz sechs, Straubing (7.), Düsseldorf (8. und am Sonntag spielfrei) sowie Köln (9.). Die Haie erledigten ihre Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten in Bietigheim (Endstand 5:2) letztlich souverän.

Die Spiele im Stenogramm (7 Einträge)

 

Der kriselnde Meister Berlin hat am Sonntag dank einer Aufholjagd einen wichtigen Sieg in der PENNY DEL eingefahren. Die Eisbären setzten sich in Mannheim mit 4:3 nach Penalty-Schießen durch, nachdem die Adler bis zur 46. Minute noch mit 3:1 in Führung gelegen hatten. Schon nach 13 Minuten und unter gütiger Mithilfe der Eisbären hatten die Hausherren dreimal getroffen. Doch Berlin kam im Schlussabschnitt zurück. Zunächst verkürzte Zach Boychuk, dann schoss in der 59. Minute Yannick Veilleux den Puck an den Schlittschuh von Mannheims Sinan Akdag, der von da ins Tor sprang. Im Shootout krönte schließlich Marcel Noebels das Berliner Comeback.

Durch ein Tor von David Elsner in der 44. Minute bei doppelter Überzahl setzte sich Frankfurt zuhause gegen Bremerhaven mit 2:1 durch. Matchwinner für die Löwen war aber gegen spielerisch überlegende Pinguins Torhüter Jake Hildebrand mit 35 gehaltenen Schüssen. Im Mitteldrittel kassierten mit Antti Tryväinen und Philip Samuelsson binnen acht Minuten gleich zwei Bremerhavener Spieler Matchstrafen wegen Checks gegen Kopf und Nacken.

Obwohl den Wolfsburg nur drei etatmäßige Verteidiger zur Verfügung standen, feierten die Grizzlys in Nürnberg einen 5:2-Erfolg. Zwei dieser Abwehrspieler, Björn Krupp und Dominik Bittner, brachten die Gäste im ersten Drittel auf die Siegerstraße. Die Ice Tigers kamen zwar zweimal auf ein Tor heran, doch die effektiven und cleveren Wolfsburger wussten immer eine Antwort und nahmen am Ende verdient die drei Punkte mit.

Die Kölner Haie kamen unterdessen zu einem relativ ungefährdeten 5:2-Auswärtssieg in Bietigheim. Das Team von Trainer Uwe Krupp legte den Grundstein zum Erfolg im Mitteldrittel mit zwei Treffern innerhalb von nicht einmal zwei Minuten. Auch nach dem Anschlusstreffer zum 2:3 für die Steelers durch Keränen hatten die Gäste die passende Antwort durch Matsumoto postwendend parat. Kurz vor Schluss machte Doppeltorschütze Bast mit einem Empty-Net-Goal den Deckel endgültig drauf.

Jeweils "enge Kisten" waren die beiden Bayern-Derbys am Nachmittag. Dabei setzte sich Tabellenführer München knapp mit 3:2 gegen Augsburg durch. Die Roten Bullen verspielten zwischendurch eine 2:0-Führung – Augsburg glich mit zwei Toren innerhalb von 47 (!) Sekunden aus –, kam aber durch Andy Eder in Überzahl im Schlussdrittel doch noch zum 3:2. Augsburg, das kräftige Gegenwehr zeigte und keineswegs wie ein "Hinterbänkler“ agierte, konnte in der Schlussphase aber auch zwei Überzahlspiele nicht mehr zum Ausgleich nutzen.

Ähnlich umkämpft war das Duell zwischen Straubing und Ingolstadt. Im Brennpunkt immer wieder die beiden Torhüter – Bulg auf Seiten der Tigers, Garteig auf Seiten der Panther –, die hochkarätige Chancen vereitelten. Nach dem Führungstreffer der Gäste durch Simpson, dauerte es bis zur 49. Minute, ehe Verteidiger Scheid der Ausgleich gelang. Und nur 23 (!) Sekunden später drehte Routinier Turnbull mit seinem Treffer zum 2:1 die Partie gänzlich.

Sechs-Punkte-Wochenende für die Iserlohn Roosters: Im Ergebnis viel zu deutlich 4:1 siegten sie am Sonntag gegen die Schwenninger Wild Wings und kletterten in die Playoffzone. Die Gäste vom Neckarursprung, bei denen Alexander Karachun nach monatelanger Verletzungspause sein Comeback feierte, legten auf fremden Eis gut los. Doch Sena Acolatse brachte Iserlohn die Führung (16.). Im Mitteldrittel legte Ryan O'Connor in einem Powerplay nach (22.). Schwenningen kam im Mitteldrittel wütend auf. Erst rettete Hannibal Weitzmann noch mehrmals die Roosters, dann aber legte er sich mit dem Schlittschuh einen Abpraller von der Bande hinter dem Tor selbst rein (36.). Doch die Wild Wings legten – das war in dieser engen Partie – kein Tor mehr nach. Iserlohn war kaltschnäuziger und machte in der Schlussphase durch Kris Foucault (57.) und Kaspars Daugavins emptynetter den Deckel drauf.


Kurznachrichtenticker

  • vor 11 Stunden
  • Nach enttäuschenden Ergebnisse in der Champions Hockey League und zu Beginn der Meisterschaftsrunde hat sich der HC Bozen mit sofortiger Wirkung von Trainer Niklas Sundblad getrennt. Sundblad war erst im Sommer zu den Südtirolern gewechselt.
  • vor 20 Stunden
  • Torhüter Lukas Steinhauer verlässt kurz vor dem Saisonstart Oberliga-Aufsteiger Stuttgart Rebels. Der Spieler habe aus persönlichen Gründen um eine Vertragsauflösung gebeten, teilten die Schwaben mit.
  • gestern
  • Im Zuge der Kooperation haben die Grizzlys Wolfsburg aus der PENNY DEL Stürmer Timo Ruckdäschel mit einer Förderlizenz für den Oberligisten Hannover Scorpions ausgestattet.
  • gestern
  • Ilya Andryukhov hat einen neuen Club gefunden. Der 33-jährige Torhüter, zuletzt in Diensten von DEL2-Absteiger Heilbronn, wird vorerst für die EG Diez-Limburg spielen. Der Oberliga-Rückzieher tritt in dieser Saison in der BeNeLiga mit Teams aus Belgien und den Niederlanden an.
  • vor 2 Tagen
  • Sebastian Elwing, Torwarttrainer bei den Eisbären Berlin, wird sich künftig auch bei den Selber Wölfen engagieren und dabei nicht nur die Goalies des Profiteams, sondern auch sämtlicher Nachwuchsteams betreuen.
Anzeige

Die Eishockey NEWS-App

Lesen Sie jetzt alles über die schnellste Mannschaftssportart der Welt auf Ihrem Tablet oder Smartphone. Alle deutschen Ligen, die NHL und die europäischen Clubs finden Sie auf einen Klick. Mit allen Artikeln und Bildern.
Anzeige