Der EHC Red Bull München glich mit einem klaren 6:1-Erfolg beim ERC Ingolstadt die Viertelfinalserie aus.
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Die Kölner Haie und die Adler Mannheim haben am Freitagabend in den DEL-Playoffs in ihren Viertelfinalserien jeweils auf 2:0 gestellt. Während die Haie ihr Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings mit 4:2 gewannen, setzten sich die Adler Mannheim mit 5:4 nach Verlängerung bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven durch. Der Ausgleich im Viertelfinale gelang dagegen den Eisbären Berlin mit einem 2:1-Sieg gegen die Straubing Tigers sowie dem EHC Red Bull München mit einem am Ende klaren 6:1-Erfolg beim ERC Ingolstadt.
Ein Doppelpack von Ty Ronning bescherte den Eisbären Berlin den Serienausgleich gegen die Straubing Tigers. Nach der deutlichen 1:5-Pleite am Pulverturm am Dienstagabend gewannen die Eisbären das zweite Aufeinandertreffen knapp mit 2:1. Ronning brachte Berlin nach 14 Minuten auf Zuspiel von Jonas Müller in Führung, Stefan Loibl sorgte kurz darauf für den Ausgleich (18.). Als Straubings Tim Brunnhuber zu Beginn des zweiten Drittels dann wegen eines hohen Stocks auf der Strafbank saß, war Ronning erneut zur Stelle und stellte die Berliner Führung wieder her. Es sollte bereits der Siegtreffer für die Gastgeber gewesen sein. Straubing machte zwar besonders in der Endphase nochmal viel Druck, das 2:2 gelang allerdings nicht mehr.
Auch der EHC Red Bull München zeigte sich gut erholt von der 5:6-Auftaktpleite gegen den ERC Ingolstadt am Dienstag und holte sich mit einem deutlichen 6:1-Auswärtssieg den Heimvorteil zurück. München konnte sich am Freitagabend dabei insbesondere auf sein Powerplay verlassen, ging durch Treffer von Tobias Rieder und Chris DeSousa, jeweils mit einem Mann mehr auf dem Eis, mit einer 2:0-Führung in die erste Drittelpause. Im zweiten Abschnitt verpassten es die Red Bulls zwar, in einer kurzzeitigen doppelten Überzahl, das 3:0 nachzulegen. Das holte Jeremy McKenna dann aber nach nur 29 Sekunden im Schlussdurchgang nach. Austen Keating brachte Ingolstadt zwar noch einmal heran, München schraubte das Ergebnis durch Maximilian Kastner, Tobias Rieder und Taro Hirose aber noch auf 6:1 in die Höhe. Nach zwei Aufeinandertreffen hat der ERC so bereits elf Gegentreffer kassiert.
Die Kölner Haie haben derweil ihren zweiten Sieg gegen die Schwenninger Wild Wings eingefahren. Nach dem knappen 1:0-Erfolg am Mittwoch gab es in der ausverkauften Lanxess Arena nun einen 4:2-Sieg. Dabei war der Hauptrundenmeister zweimal in Rückstand geraten, zuerst landete ein abgefälschter Schuss von Phil Hungerecker auf Zuspiel der Spink-Brüder im Netz (9.), dann sorgte Tyson Spink selbst für die erneute Schwenninger Führung. Zwischendurch hatte Nate Schnarr im Powerplay für die Haie ausgeglichen. Das gelang dann auch Dominik Uher nach 27 Minuten, ehe Schnarr mit seinem zweiten Treffer zu Beginn des Schlussabschnitts die Kölner das erste Mal nach vorne brachte. Als die Wild Wings volles Risiko gingen, stellte Louis-Marc Aubry 23 Sekunden vor dem Ende mit einem Treffer ins leere Tor den 4:2-Endstand her und sicherte den Kölnern ihre 2:0-Serienführung.
Über eine solche jubeln auch die Adler Mannheim. Zach Solow erzielte in der Overtime im Powerplay den 5:4-Siegtreffer bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven für die Adler. Dabei war Bremerhaven durch Andy Miele in Führung gegangen, zwei Treffer von Kris Bennett drehten die Partie zugunsten von Mannheim. Colt Conrad glich für Hausherren aus, ehe ein Doppelschlag binnen 36 Sekunden von Luke Esposito und Nicolas Mattinen ein 4:2 für Mannheim auf die Anzeigetafel brachte. In einem ereignisrreichen zweiten Drittel brachte Christian Wejse Bremerhaven noch auf 3:4 heran. Im Schlussabschnitt setzte Alexander Sulzer schon früh alles auf eine Karte, nahm Torhüter Kristers Gudlevskis schon über dreieinhalb Minuten vor dem Ende vom Eis und wurde dafür belohnt. Conrad erzielte zwei Minuten vor Schluss das 4:4 und brachte seine Mannschaft in die Verlängerung. Dort hatte Mannheim in Überzahl aber das bessere Ende auf seiner Seite – nach einer zumindest diskussionswürdigen Strafzeit gegen Vladimir Eminger wegen Beinstellens, die bei den Fischtown Pinguins für reichlich Ärger sorgte.
Julian Kaiser