Die Eisbären Berlin haben am Montagabend den Einzug ins Finale der PENNY DEL gefeiert.
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Die Eisbären Berlin haben am Montagabend den Einzug in das Finale der PENNY DEL perfekt gemacht. In Spiel 6 der Halbfinalserie bei den Kölner Haien gewann der amtierende Meister in einem umkämpften und lange Zeit völlig offenen Spiel mit 4:1. Ab Freitag treffen die Eisbären nun auf die Adler Mannheim. Für die Haie ist derweil nach einer starken Hauptrunde, die man als souveräner Sieger abgeschlossen hatte, im Halbfinale Endstation.
In der ausverkauften Lanxess Arena waren die Eisbären dabei zum fünften Mal in dieser Serie mit 1:0 in Führung gegangen. Andreas Eder brachte den Puck von hinter dem Tor in den Slot, wo Jonas Müller noch abgefälscht zur Führung traf (7.). Für den Verteidiger war es bereits das vierte Tor der Serie. Und Berlin legte nach. Ty Ronning legte den Puck aus der Drehung in die Mitte, Jean-Sébastien Dea scheiterte dort mit dem ersten Versuch noch an Haie-Goalie Janne Juvonen, den Abpraller verwertete Freddy Tiffels zum 2:0 (10.). Die Eisbären hatten in dieser Phase Oberwasser, Köln meldete sich mit einem Pfostenschuss von Veli-Matti Vittasmäki zurück und kam auch kurz darauf zum Anschlusstreffer. Parker Tuomie probierte es von der rechten Seite einfach mal, überraschte Eisbären-Torhüter Jonas Stettmer damit, dem der Puck noch leicht abgefälscht durch die Hosenträger zum 1:2 aus Kölner Sicht rutschte.
Ein Wirkungstreffer, der auch die Halle wieder animierte. Den Ausgleich verpassten die Haie anschließend in einer doppelten Überzahlsituation, zu Beginn des zweiten Drittels ließen aber auch die Eisbären die Möglichkeit aus, mit zwei Spielern mehr auf dem Eis den dritten Treffer folgen zu lassen. Den verhinderte in der Folge Juvonen auch gegen Ronning, Eder und Marcel Noebels, auf Kölner Seite vergab Gregor MacLeod die beste Chance auf den Ausgleich (38.).
Im Schlussdrittel hatten die Eisbären zunächst durch Liam Kirk, Ronning und Noebels Möglichkeiten zum 3:1, später verpasste auch Manuel Wiederer mit einem Konter die Vorentscheidung. Auf der anderen Seite war immer wieder Stettmer gegen die anlaufenden Kölner zur Stelle, unter anderem mit einem starken Save gegen Nate Schnarr. Wie schon zuvor in der Serie brauchten die Haie zu viele Chancen, um zum Erfolg zu kommen. Drei Minuten vor dem Ende nahm Haie-Trainer Kari Jalonen eine Auszeit und seinen Goalie Juvonen vom Eis. Belohnt wurde das Risiko allerdings nicht. Die Eisbären eroberten den Puck hinter dem eigenen Tor, fanden aus der neutralen Zone heraus Yannick Veilleux, der sich durchsetzte und zum 3:1 ins leere Tor einschob. Juvonen ging in der Folge erneut runter, Markus Vikingstad legte noch das 4:1 nach. Die erste Playoff-Heimniederlage in dieser Saison wurde so für die Haie zu einer besonders bitteren.
Letztlich buchte Berlin so dank eines starken ersten Drittels sowie einem gut aufgelegten Goalie Jonas Stettmer und einer besseren Effizienz den erneuten Einzug ins Finale – und das von Tabellenplatz sechs nach der Hauptrunde aus. Am Freitag steht dort das erste Aufeinandertreffen mit den Adlern in Mannheim auf dem Programm (19:30 Uhr), ehe das zweite Spiel der Serie am Sonntag (16:30 Uhr) in Berlin steigt.
Julian Kaiser