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Dienstag, 5. März 2019

Hauptrundenbilanz der 25. DEL-Saison: Mehr Tore, mehr Zuschauer, aber auch mehr Strafen

<p> Mannheim und München (helle Trikots) waren die dominierenden Mannschaften in der Hauptrunde der 25. DEL-Saison.</p><p>Foto: City-Press</p>

Mannheim und München (helle Trikots) waren die dominierenden Mannschaften in der Hauptrunde der 25. DEL-Saison.

Foto: City-Press

Die Hauptrunde der 25. Saison der Deutschen Eishockey Liga ist seit Sonntag beendet. Eishockey NEWS nennt nachfolgend markante Punkte, Fakten und Zahlen, die in Erinnerung bleiben werden. In der aktuellen Printausgabe (ab sofort im Handel) informieren wir Sie darüber hinaus über weitere statistische Details der abgelaufenen Vorrunde sowie über Einzelheiten aus allen 14 Clubs.


Dominanz:

Nach zwei Spielzeiten mit jeweils drei Teams knackten in dieser Spielzeit nur zwei Clubs die 100-Punkte-Marke. Hauptrundensieger Mannheim übertraf die bisherige Punktebestmarke in einer Saison mit 52 Spielen, München stellte sie ein. Ebenfalls noch nie dagewesen: der Abstand vom Zweiten auf den Dritten. 23 Zähler mehr als Augsburg sammelte der EHC Red Bull. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1998 hatte die Differenz bislang höchstens 13 Zähler betragen (Hannover 2008/ 09 vor Düsseldorf).


Playoff-Teilnahme:

Lediglich 65 Zähler fuhr Nürnberg ein. Dennoch qualifizierten sich die Ice Tigers für die Endrunde. Nur einmal in der DEL-Geschichte reichte eine derart geringe Ausbeute für den zehnten Platz. Das war vor zwei Jahren, als Bremerhaven als Liganeuling mit 64 Punkten in die Playoffs rutschte. Überhaupt genügten nur dreimal in 16 Spielzeiten mit 52 Partien weniger als 70 Punkte für Rang zehn.


Zuschauer:

2.262.354 Besucher kamen in die Arenen. Nachdem die DEL in der vergangenen Spielzeit erstmals seit sechs Jahren hauchdünn unter der Marke von 6.000 Zuschauern pro Partie geblieben war (5.996), steht diesmal wieder eine Sechs vorne. Der Schnitt von 6.215 ist der viertbeste der Liga-Geschichte. Im Europavergleich kamen in dieser Saison nur in der Schweiz und der multinationalen KHL im Schnitt mehr Besucher zu den Ligaspielen. Berlin und Köln (allerdings nur durch das Winter Game) verzeichneten einen Gesamtbesuch von über 300.000.


Tore:

2.155 Treffer fielen in den 364 Begegnungen. Der Schnitt von 5,90 Toren ist der höchste seit der Saison 2009/10, als letztmals mehr als sechs Tore pro Begegnung erzielt wurden (6.31). In der 25-jährigen Liga-Geschichte bewegt sich die Ausbeute in dieser Saison fast genau in der Mitte (Platz 13).


Torjäger:

Erstmals seit der Saison 2014/15 hat die DEL wieder Spieler, die in der Hauptrunde die magische 30-Tore-Marke knackten. Krefelds Jacob Berglund (32 Treffer) und Straubings Jeremy Williams (30) sind die ersten Goalgetter seit Hamburgs Kevin Clark vor vier Jahren, denen dieses Kunststück gelang. Zwei Profis in einer Spielzeit mit 30 Toren und mehr hatte die Liga in den vergangenen zehn Jahren nur zweimal (2013/14 Patrick Reimer und Clark sowie 2009/10 Thomas Greilinger und Jeff Ulmer).


Overtime/Shootout:

78 der 364 Hauptrundenpartien wurden nicht nach 60 Minuten entschieden. Das sind die meisten seit der Saison 2011/12, als es bei 83 Partien in die Verlängerung oder darüber hinaus ging. In den sechs Spielzeiten dazwischen waren es im Schnitt rund zwölf weniger pro Jahr gewesen. 48-mal war in dieser Saison nach der Verlängerung ein Sieger gefunden, 30-mal erst im Shootout. Seit Einführung der Nachspielzeit mit drei Feldspielern pro Team vor drei Jahren lag die Overtime-Quote zweimal über 60 Prozent, einmal bei 55 Prozent.


Strafminuten:

9.090 Strafminuten sprachen die Schiedsrichter aus. Das sind zwar 1.616 mehr als in der vergangenen Saison, aber dennoch die zweitwenigsten in der 25-jährigen Liga-Historie. Zum dritten Mal in Folge blieb der Wert unter 10.000. Das war in den ersten 22 Spielzeiten der DEL nie der Fall gewesen. Sowohl die Disziplinar- oder Matchstrafen (147 statt 128 in 2017/18) als auch die Zwei-Minuten-Strafen (3.525 statt 2.912) stiegen deutlich an.


Raubein:

173 Strafminuten kassierte Sena Acolatse. Dabei war Straubings Verteidiger zwischenzeitlich gesperrt und absolvierte nur 46 Partien. Eine weitere Zwangspause droht dem US-Amerikaner nach seiner erneuten Spieldauer-Disziplinarstrafe am Sonntag. Mehr Zeit auf der Sünderbank als Acolatse verbrachte seit der Saison 2009/10 kein Spieler. Vor neun Jahren sprachen die Referees gegen Hamburgs Jere Karalahti 193 Strafminuten in 47 Begegnungen aus. Fünf Spieler haben in dieser Saison ein dreistelliges Strafminutenkonto, zwei mehr als in der vergangenen Spielzeit. In den zwei Spielzeiten davor waren es jeweils elf, beziehungsweise 13.


Torsten Weiß

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Kurznachrichtenticker

  • vor 15 Stunden
  • Mit dem 20-jährigen Peter Spornberger steht der fünfte Verteidiger im Kader des EHC Freiburg fest. Er kommt von der U20 des Kölner EC. Der italienische Nachwuchsnationalspieler, der auch vier Spiele in der A-Nationalmannschaft vorzuweisen hat, wird noch vor der Saison einen deutschen Pass erhalten.
  • vor 18 Stunden
  • Verteidiger Andrew MacDonald (32), dessen Kontrakt mit bisher durschnittlich fünf Millionen US-Dollar zu Buche schlug, ist von den Philadelphia Flyers auf die Waiver-Liste gesetzt worden, um seinen Vertrag mit noch einem Jahr Laufzeit aufzulösen.
  • vor 18 Stunden
  • Die Los Angeles Kings haben den jährlich sieben Millionen US-Dollar schweren Vertrag mit Verteidiger-Routinier Dion Phaneuf vorzeitig beendet. Der Kontrakt wäre noch zwei Spielzeiten gelaufen. Der 34-Jährige kam 2018/19 in 67 Partien auf lediglich einen Treffer und fünf Vorlagen.
  • gestern
  • Verteidiger Stefan Rott bleibt dem EV Füssen auch nach dem Aufstieg in die Oberliga Süd erhalten. Der 30-Jährige steuerte zur Meisterschaft und der damit verbundenen Rückkehr in die Drittklassigkeit in 48 Partien 19 Torvorlagen bei.
  • vor 2 Tagen
  • Stürmer Jordan Eberle (29) hat einen neuen Fünfjahresvertrag bei den New York Islanders unterschrieben und verdient jährlich 5,5 Mio. US-Dollar. Während er in der Hauptrunde mit 19 Toren und 18 Assists in 78 Partien enttäuschte, war er mit neun Punkten in acht Playoff-Spielen bester Isles-Scorer.

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