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Freitag, 19. November 2021

22. Spieltag in der PENNY DEL am Freitag Berlin gewinnt ruppiges Spitzenspiel gegen dezimierte Adler – Biltzstarts reichen für Köln und Schwenningen, Krefeld überrascht

Die Eisbären Berlin um Eric Mik und Goalie Mathias Niederberger setzten sich mit 3:1 gegen Mannheim (Korbinian Holzer) durch.
Foto: City-Press

Durchaus nicht ohne Überraschungen ging der 22. Spieltag in der PENNY DEL am Freitagabend über die Bühne. Nach der Länderspielpause erwischten die Schwenninger Wild Wings unter dem neuen Coach Christof Kreutzer genauso wie die Krefeld Pinguine und die Kölner Haie einen Auftakt nach Maß. Siege gab es zudem für Berlin im Spitzenspiel gegen den coronageplagten Tabellenführer aus Mannheim sowie für München im bayerischen Derby in Nürnberg. Ein einziger Treffer entschied die Partie zwischen Bremerhaven und Ingolstadt – zugunsten der Gäste. Die Panther machten in der Tabelle damit auch den größten Sprung und zogen an den Fischtown Pinguins und Düsseldorf vorbei auf Platz sechs.

Beim ruppigen Spitzenspiel zwischen Meister Berlin und den Adlern aus Mannheim fielen alle Treffer im zweiten Abschnitt. Auf die Führung der Hausherren hatten die coronabedingt ersatzgeschwächten Gäste aus Mannheim (sieben Stammspieler und Coach Pavel Gross fehlten) durch einen Strahl von Markus Eisenschmid noch eine Antwort. Auf die feine Einzelleistung von Frans Nielsen zum 2:1 der Eisbären und das 3:1 durch Zach Boychuk hatten die Adler jedoch keine. Und so behielt der Titelverteidiger vor gut 10.000 Zuschauern die drei Punkte in der Hauptstadt.

In Bremerhaven reicht dem ERC Ingolstadt ein einziger Treffer zum 1:0-Auswärtssieg. Und der fiel in einer ausgeglichenen Partie erst gut fünf Minuten vor Spielende: Ausgerechnet Ex-Pinguin Justin Feser erzielte in der Schlussphase das Tor des Abends, das den Panthern drei Punkte bescherte. Kevin Reich im Ingolstädter Gehäuse feierte sein erstes Zu-Null-Spiel in dieser Saison. Nach vier Niederlagen am Stück gegen die Fischtown Pinguins, die dabei immer mindestens vier Treffer erzielten, ein echter Ingolstädter Befreiungsschlag.

Im bayerischen Derby zwischen Nürnberg und München bewiesen die Roten Bullen den längeren Atem gegen ebenfalls coronabedingt leicht ersatzgeschwächte Ice Tigers. Nach zwei ausgeglichenen Spielabschnitten kamen die Franken nach der dritten Münchener Führung durch Offensivverteidiger Zach Redmond nicht mehr zurück. Der ehemalige Nürnberger Yasin Ehliz sorgte für den 4:2-Endstand zugunsten der Gäste aus der Landeshauptstadt. Zum ersten Mal unter dem neuen Head Coach Tom Rowe gingen die Ice Tigers damit punktlos vom Eis.
 

Die Spiele im Stenogramm: (6 Einträge)

 


Eiskalt zeigten sich die Kölner Haie vor weit über 10.000 Fans im Heimspiel gegen Aufsteiger Bietigheim – nach nur einem Drittel lag die Auswahl von Trainer Uwe Krupp bereits mit 4:0 in Front, am Ende hieß es 7:3 für die Kölner. Bei den Steelers musste der finnische Torhüter Sami Aittokallio das Warmup angeschlagen abbrechen, Youngster Cody Brenner ersetzte ihn zwischen den Pfosten der Gäste, wurde aber von seinen Vorderleuten sträflich in Stich gelassen. Bietigheim besserte sich offensiv, kämpfte sich bis auf 3:5 heran – und verbaute sich eine spannende Schlussphase letztlich mit haarsträubenden individuellen Fehlern in der Defensive selbst.

Einen Traumstart erwischten auch die Schwenninger Wild Wings im ersten Spiel mit dem Sportlichen Leiter Christof Kreutzer, der in der Spielpause das Cheftrainer-Amt von Niklas Sundblad übernahm, an der Bande – und führten nach nur 20 Minuten bei dessen Ex-Club in Düsseldorf mit 3:0! Die DEG kämpfte sich zurück in die Partie, kam durch Victor Svensson und Daniel Fischbuch heran – doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Zwar brannte es in den Schlusssekunden noch einmal lichterloh vor dem Gehäuse von Marvin Cüpper im Tor der Wild Wings, der den corona-positiven Schweden Joacim Eriksson vertrat. Das 900. DEL-Spiel von DEG-Kapitän Alexander Barta endete letztlich mit einer knappen Niederlage. Schwenningen übergab durch den Auswärtserfolg die Rote Laterne an den Aufsteiger aus Bietigheim.

Überraschend war auch der Spielverlauf in Iserlohn, wo die Gäste aus Krefeld den Abschied von ihrem Kapitän Martin Schymainski gut verdaut hatten und bei den Roosters nach 40 Minuten bereits mit 3:0 in Front lagen. Den Grundstein dafür hatte Lucas Lessio früh mit seinem Tor in der ersten Spielminute gelegt. Auf den einzigen Roosters-Treffer in der 49. Minute durch Hubert Labrie antworteten die Pinguine in Person von Alexander Blank zum 4:1-Endstand in Minute 57. Es war der sechste Erfolg für Krefeld in den letzten sieben Gastspielen am Iserlohner Seilersee.

Sebastian Groß


Kurznachrichtenticker

  • vor 17 Stunden
  • Zuwachs für die Kassel Huskies aus der DEL2: Der 21-jährige Verteidiger Fabian Ribnitzky wechselt von Erstligist Bietigheim Steelers an die Fulda. In zwölf Spielen in der PENNY DEL blieb der Linksschütze ohne Punkt, in fünf Spielen für Selb (per Förderlizenz) gab Ribnitzky zwei Vorlagen.
  • vor 2 Tagen
  • Nach Zustimmung der Eisbären Berlin haben die Augsburger Panther eine weitere Partie verlegt. Das ursprünglich für den 12. Dezember 2021 angesetzte Heimspiel gegen den amtierenden Meister findet nun am Dienstag, 15. März 2022 um 19:30 Uhr im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion statt.
  • vor 2 Tagen
  • Schwerer Schlag für die Tilburg Trappers aus der Oberliga Nord: Wie der dreimalige Oberligameister am Samstag vermeldete, muss Torhüter Ian Meierdres aufgrund von anhaltenden Verletzungsproblemen seine Karriere kurz vor seinem 33. Geburtstag mit sofortiger Wirkung beenden.
  • vor 3 Tagen
  • Der Herner EV (Oberliga Nord) hat den Vertrag mit Alexander Komov verlängert. Der 20-jährige Angreifer kam während der vergangenen Saison aus dem Nachwuchs der Schwenninger Wild Wings zum HEV und bestritt seither 43 Oberligaspiele (vier Tore, acht Assists).
  • vor 3 Tagen
  • Die Bietigheim Steelers (PENNY DEL) leihen Maximilian Menner bis Saisonende an die Bayreuth Tigers (DEL2) aus. Im bisherigen Saisonverlauf kam der 19-jährige Verteidiger ausschließlich für Bietigheims Kooperationspartner, die Selber Wölfe (DEL2), zum Einsatz (zwölf Spiele, zwei Assists).
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